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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Der Beitrag des Einzelnen: Ein Themenüberblick 

Bereits Anfang 1996 stimmten in einer im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführten repräsentativen Umfrage über 80% der Befragten der Aussage zu: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, steuern wir auf eine Umweltkatastrophe zu." Dennoch, der Zeitgeist fordert unverdrossen: bigger, better, faster, more - auch wenn die Folgen immer spürbarer werden und uns teuer zu stehen kommen.

Welche Alternativen zu den gängigen Lebensweisen gibt es? Welche Rolle kann hier der Einzelne spielen? Sicherlich gibt es einige gut begründete Einwände dagegen, in der Frage der Nachhaltigkeit bei den Konsumentinnen und Konsumenten anzusetzen. Das Wissen um die strukturellen Hindernisse, die nur bedingt durch die guten Absichten eines jeden von uns an Wirkmacht verlieren, ist Allgemeingut.

Ist es also nur Beruhigung und Augenwischerei von einer individuellen Verantwortung für den Planeten Erde zu sprechen? Ja, es ist mehr, weil es einen Unterschied macht, wenn

  • wir wissen, dass unser Essen dazu beiträgt, uns gesund zu erhalten und Strukturen fördert, die weltweit einen nachhaltigeren Umgang mit Nahrung ermöglichen,
  • wir weniger und erneuerbare Energien nutzen.
  • wir menschliches wie nicht-menschliches Leben respektvoll behandeln,
  • wir berücksichtigen, unter welchen Bedingungen für Menschen und Umwelt Dinge des alltäglichen Bedarfs produziert werden
  • wir Wert auf die Langlebigkeit von Produkten legen
  • wir mit Gewissheit sagen können, dass wir nicht auf Kosten anderer leben.

Eigentlich alte ethische Prinzipien, die hier angesprochen werden und neuen Studien zufolge zunehmend auch Einfluß auf die Kaufentscheidungen der Menschen in Deutschland haben (z.B. Studie der Otto Group Trendstudie zufolge).

In diesem Bereich wollen wir den möglichen Beitrag jedes Einzelnen zu einer "Nachhaltigen Lebensweise" zum Thema machen und Orientierungshilfen für Veränderungen im Alltag aufzeigen. Der Begriff benennt eine Alternative zu den gängigen, konsumorientierten Lebensweisen nach dem Motto „größer, schneller, weiter“. Zentral sind in diesem Zusammenhang die Begriff "Nachhaltiger Konsum", der auf den Energie- und Umweltverbrauch von Produkten und Verhaltensweisen abzielt, und „Suffizienz“, der das „Weniger“ in den Vordergrund rückt, weil Verbesserungen beim Energie- und Ressourcenverbrauch häufig durch Mehrverbrauch aufgehoben werden. Das Themenfeld Basic Needs gibt ganz konkrete Hinweise und Orientierungshilfen, die Bedürfnisbefriedigung in den Bereichen "Ernährung","Bauen und Wohnen" "Mobilität" und "Kommunikation" nachhaltig zu gestalten. Zu den genannten Themen finden Sie außerdem eine umfassende Linksammlung

 

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