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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Nachhaltige Entwicklung - Einführung

Selten wurde eine gesellschaftliche Vision, ein komplexes Politik- und Handlungsfeld mit einem so sperrigen Begriff belegt, wie dies bei „nachhaltiger Entwicklung“ der Fall ist. Vielleicht ein Grund für die Vielzahl von Definitionen, Umschreibungen und für den oft vernehmbaren Wunsch, möglichst konkret und am Beispiel zu zeigen, was „nachhaltig“ bedeutet. Seit der Popularisierung des Begriffs durch den Brundlandtbericht sind fundierte Wissensbestände zum Thema angewachsen, die wir hier in Ausschnitten dokumentieren. Das Anliegen der Akademie ist es, einen Fundus an Basiswissen aufzubereiten und die weitergehende Recherche zu strukturieren und zu vereinfachen.

Im Auftrag der privaten Aachener Stiftung Kathy Beys, die dem Ziel nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet ist, wurde mit Unterstützung der Bundesstiftung Umwelt ein sehr umfangreiches und instruktives Lexikon der Nachhaltigkeit erarbeitet, das sich gut zur Vertiefung eignet. 

Im Sinne einer Einführung wollen wir uns an dieser Stelle dem Begriff  und der Geschichte nachhaltiger Entwicklung nähern und aktuelle Fragestellungen aufgreifen. Im Fokus der Debatte stehende Themenfelder  – wie Partizipation oder Indikatoren für nachhaltige Entwicklung, die vor dem Hintergrund der Diskussion beleuchtet werden.

Das Thema Nachhaltigkeit hat viele Gesichter und wird auf allen Ebenen diskutiert: von der Weltebene und den großen internationalen Konferenzen bis auf die Ebene des Individuums und der alltäglichen Anstrengungen, nachhaltig zu leben.

Auf der Weltebene markierte vor allem die UN-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro einen der bedeutendsten umwelt- und entwicklungspolitischen Weichenstellungen der vergangenen Jahrzehnte. Bei weltweit wirkenden Themen wie Klimaschutz und Biodiversität wurden wichtige Konventionen verabschiedet. Im wachsenden Europa wurden von den Regierungschefs im Jahr 2001 eine gemeinsame EU-Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Die nationalen Nachhaltigkeitsstrategien spiegeln die unterschiedlichen Traditionen wieder und variieren dementsprechend. Die Bundesregierung in Deutschland verpflichtete sich mit der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie 2002 dazu, dieses Thema als roten Faden bei allen politischen Entscheidungen mitzudenken und zu Grunde zu legen. In Rheinland-Pfalz engagieren sich das Land, einzelne Regionen und Kommunen für die Umsetzung der Agenda 21 und damit für die Entwicklung eines nachhaltigen Bundeslandes. Auf der Ebene des Individuums stellt sich die Frage: Wie lebe ich richtig, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und einer lebenswerten Zukunft für folgende Generationen?

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