46/2006
Barrierefrei
 

Die Internet-Präsentation der LZU unter www.umdenken.de hat ihr Gesicht etwas verändert. Das war keine Schönheits-Operation, sondern ein Nebeneffekt technisch notwendiger Änderungen. Alle Behörden und öffentlichen Verwaltungen müssen jetzt nämlich ihre Informationsangebote im Internet barrierefrei gestalten. Das gilt auch für die Landeszentrale für Umweltaufklärung.

Barrierefrei bedeutet, die Informationen im Internet müssen auch für Menschen mit Behinderungen ohne fremde Hilfe und uneingeschränkt zugänglich sein. Blinde müssen ihre Vorlese-Software (Screen Reader) oder ihr Peripheriegerät zur Erzeugung von Blindenschrift einsetzen, Sehbehinderte die Schrift vergrößern können. Gehörlose brauchen Untertitel zu Videosequenzen und einfache Formulierungen der Texte. Die Informationen werden dazu nicht abgespeckt, Funktionen werden nicht weggelassen, sondern zusätzliche Funktionen sind notwendig. So sind normalerweise für Blinde und Sehbehinderte nicht zugängliche Bilder, komplexe Tabellen und Flasch-Filme mit Texten zu hinterlegen.

Welche Anforderungen die Webmaster im Einzelnen zu beachten haben, ist in der „Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung“ festgelegt. Der rheinland-pfälzische Landtag hat diese Bundesverordnung mit einem Behindertengleichstellungsgesetz ins Landesrecht übernommen. Ohne den rechtlichen Zwang hätte die LZU ihre homepage sicher auch barrierefrei umgestaltet. Dazu gibt die Statistik Anlass genug. Sie besagt: 42 Prozent der Bevölkerung nutzen das Internet – von den Menschen mit Behinderung sind 80 Prozent Internet-Nutzer.

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