47/2005
Regionen und ihre Zukunft
 

An der nun schon seit einigen Jahren gepflegten Tradition, Regionaltagungen zur nachhaltigen Entwicklung gemeinsam mit Partnern vor Ort durchzuführen, hat die LZU auch 2005 festgehalten. Die Themen waren diesmal so unterschiedlich, dass sie auf den ersten Blick als Gegensätze erscheinen könnten. Ging es bei der Tagung „Zukunftsfähiger Hunsrück“ unter dem Motto „Unser Dorf soll jünger werden“ um Strategien für die Nachwuchssicherung, so standen bei den Marienstatter Gesprächen Steine (der Stoff, aus dem der Westerwald gemacht ist) und bei den Wasgauer Gesprächen der Fußball auf der Tagesordnung. Dennoch passten die Diskussions-Inhalte sehr gut zueinander, denn in allen Fällen ging es um regionale Zukunftsfragen.

Unter dem Titel „Den Stein ins Rollen bringen“ ging es in Marienstatt um einen möglichen Geopark Westerwald und darum, ob dieser als nationale, europäische oder UNESCO-Einrichtung anerkannt werden könnte. Zeugen der Vergangenheit für die Zukunft nutzbar zu machen, war das Anliegen, denn ein Geopark könnte den Tourismus und damit eine sozial und ökologisch sinnvolle Wirtschaftsform beleben. Die Zielrichtung der Diskussion im Hunsrückhaus war durchaus vergleichbar. Hier stand das (wirtschaftliche) Überleben der Dörfer trotz schrumpfender Bevölkerung im Mittelpunkt.

Ob Fußball etwas mit der Zukunft zu tun hat, wird sich noch zeigen. In Fischbach stand das Thema „Fußball“ im Vorfeld der Weltmeisterschaft allerdings nur stellvertretend für den Sport insgesamt. Die Bedeutung des Vereinslebens für die lokale und regionale Kultur, für die Stiftung regionaler Identität, für die Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit war die Thematik der vierten Wasgauer Gespräche. Die Veranstaltung wurde von Jugendlichen für Jugendliche organisiert – wenn das nicht zukunftsfähig ist!

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