47/2005
Landeskongress Lokale Agenda 21
 

Beim 9. Landeskongress Lokale Agenda 21 Rheinland-Pfalz, zu dem die Landeszentrale für Umweltaufklärung und die Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel eingeladen hatten, forderte Umweltministerin Margit Conrad einen neuen Umgang mit Energie. Die Agenda-Gruppen sollten sich vor Ort fürs Energiesparen, für Erneuerbare Energien und Effizienztechnologien einsetzen, um so Klimaschutz und Umweltqualität voranzubringen und den damit verbundenen möglichen Jobmotor zu starten, der bis 2020 bundesweit 140.000 zusätzliche Arbeitsplätze bringen könne. Das für das Jahr 2020 gesetzte Ziel, 20 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen, sei mehr als erreichbar.

Ein Umsteuern im Energiesystem sei nicht nur zum Schutz unserer Lebensgrundlagen erforderlich. Auch aus volkswirtschaftlichen Gründen sei es zwingend, von den fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas wegzukommen. Steigende Energiepreise führten zu Wachstumsschwäche und Arbeitsplatzverlusten. Als Alternativen verwies die Ministerin auf Wärmepumpen, dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung, Solarenergie, Blockheizkraftwerke, Biomasseheizsysteme, Biogasanlagen und verstärkte Holz-Nutzung.

„Schon heute haben wir im Bereich Erneuerbare Energien 130.000 Arbeitsplätze. 1998 waren es erst 70.000 – das bedeutet ein Wachstum um 86 Prozent. Seit 2000 ist der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von rund 6 auf 11 Prozent gestiegen, der Anteil am Primärenergieverbrauch von etwa 2 auf 3,6 Prozent“, stellte Conrad fest. Vor allem klein- und mittelständische Firmen hätten über zwei Jahrzehnte gegen viele Widerstände Technologieentwicklung auf dem Energiesektor betrieben. Heute seien diese neuen Technologien ein Thema auch der Großindustrie.

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