47/2005
Umweltbildung im Wald
 

Zu einer Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. (ANU) kamen etwa 150 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland in Altenkirchen zusammen. Im Zentrum der Tagung, die vom ANU-Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung, den Landesforsten Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Landjugendakademie sowie dem Landesjagdverband und der Heinrich-Böll-Stiftung ausgerichtet wurde, stand das Thema „Umweltbildung im Wald“ als Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Zahlreiche Einrichtungen und Anbieter von Bildungsmaßnahmen tauschten ihre Erfahrungen über pädagogische Konzepte und ihre praktische Arbeit aus und entwickelten gemeinsam Zukunftsperspektiven im Hinblick auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diversen Arbeitsgruppen wurden Qualitätskriterien und Zertifizierungsinstrumente für eine nachhaltige Bildung erarbeitet und die verschiedenen Workshops boten einen Einblick in die praktische Umsetzung einer qualifizierten Bildungsarbeit im Wald.

Die rheinland-pfälzische Umwelt-Staatssekretärin, Jaqueline Kraege, wies auf die Anstrengungen des Landes hin, Umweltbildung im Wald in Zusammenarbeit mit den Schulen auszubauen. Prof. Dr. Ute Stoltenberg von der Universität Lüneburg erklärte, Bildung für nachhaltige Entwicklung sei kein zusätzlicher Inhalt für Bildungsprozesse, sondern eine neue Sichtweise auf Bildung als Antwort auf weltweit diskutierte Herausforderungen. Prof. Robert Vogl von der FH Weihenstephan (München) warb für Waldpädagogik, weil die Wald- und Forstwirtschaft ein lebendiges Beispiel dafür sei, dass langfristiges Denken funktioniert.

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