46/2005
Wie wollen wir leben?
 

Diese Frage wurde Jugendlichen gestellt, die sich im Vorfeld des katholischen Weltjugendtages in Trier versammelt hatten. Auf dem von der LZU herausgegebenen Programm-Faltblatt hieß es (in vier Sprachen): „Wie wollen wir leben - So, dass wir bei unseren Konsum-Entscheidungen das rechte Maß beachten! Aber was ist das rechte Maß? In den Industrienationen gibt es darüber andere Vorstellungen als in den Ländern des Südens. Entscheidend ist, dass wir zu einer neuen Vereinbarung über die angemessene Verteilung der Schätze unserer Erde kommen. Dafür trägt jeder Einzelne eine persönliche Verantwortung. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weltjugendtags sind herzlich eingeladen, sich am Verständigungsprozess über wirklich nachhaltige Lebensstile in Nord und Süd zu beteiligen. Wie wir leben, ist entscheidend für die Zukunft der Welt.“

Die Bischöfe von Trier und La Paz (Bolivien) sowie der Journalist Dr. Franz Alt mögen mitgeholfen haben, Antworten auf die gestellte Frage zu finden. Im Wesentlichen aber waren die Jugendlichen auf ihre eigene Phantasie und auf Gruppenarbeit angewiesen. Alle TeilnehmerInnen formulierten ein Statement, das ihre Vorstellung von nachhaltigem Leben in eine Kurzform brachte. Die Statements wurden auf Plakaten durch die Stadt getragen. Beispielsweise war da zu lesen: „Stoppt die Kriegsmaschinerie“, „Armut entsteht im Denken“ oder „El Cambio es personal!“(zu deutsch etwa: „der Wandel ist eine persönliche Angelegenheit“). Auf DIN-A-4-Blätter geschrieben erhielten der Bischof von Trier und Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege jeweils eine Sammlung der Statements.

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