46/2005
Öko-Check II
 

Durch optimalen Umgang mit Heizenergie, Strom, Wasser und Abfall lassen sich in den vereinseigenen Sportanlagen in Rheinland-Pfalz jährlich 7,6 Millionen Euro einsparen. Das ist das Ergebnis einer Hochrechnung, die auf den Daten des „Öko-Check“ in 47 Sportvereinen basiert. Inzwischen läuft längst die zweite Stufe des Projekts „Öko-Check im Sportverein“. Sie zielt darauf, möglichst viele der 2.689 rheinland-pfälzischen Sportvereine dem Öko-Check zu unterziehen. Die zunächst für die Pilotphase (Stufe 1) entwickelten Beratungsinhalte wurden an die Erfordernisse angepasst. Die Beratung setzt sich jetzt aus den fünf Modulen zum Einsparen von Gebäudeenergie, Wasser und Strom sowie zur Photovoltaik und zum Abfall zusammen.

Ein Beratungs- und Untersuchungs-Schwerpunkt in der Stufe 2 ist die Finanzierung der auf der Grundlage des Checks vorgeschlagenen Maßnahmen. In drei Pilotprojekten soll herausgefunden werden, ob das Contracting-Modell ein für Sportvereine geeigneter Finanzierungsweg ist. Dabei geht es darum, einen Vertragspartner zu finden, der beispielsweise die notwendigen Investitionen tätigt und dem Verein Heizwärme, Strom und Wasser auf dem Wege einer Dienstleistung verkauft. Für die Durchführung der drei beispielhaften Contracting-Projekte stehen zurzeit die Spielvereinigung Nahbollenbach, Der FSC Viktoria Merxheim und der SV Spirkelbach zur Diskussion. Grundlage ist ein Forschungsauftrag über die Finanzierung nachhaltiger Projekte, den der Landessportbund mit Unterstützung durch die LZU und die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz an das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am Umweltcampus Birkenfeld vergeben hat.

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