46/2005
König Fußball bei den Wasgauer Gesprächen
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Die Fußballweltmeisterschaft findet im Jahr 2006 in Deutschland statt, aber das kommende Ereignis hat sich längst in vielen Lebensbereichen angekündigt. Einige Spiele sollen im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg in Kaiserslautern ausgetragen werden. Kein Wunder, dass in Rheinland-Pfalz, und hier vor allem in der Pfalz, Fußball bereits in diesem Jahr ein wichtiges Thema war. Auch die Wasgauer Gespräche in Fischbach bei Dahn vom 25. bis 27. November 2005 werden sich diesem Thema widmen. Die Wasgauer Gespräche gehören zu dem Zyklus der von der LZU initiierten Veranstaltungen zur nachhaltigen Regionalentwicklung. Daher liegt es nahe, Bezüge des Sports zur Region und seiner nachhaltigen Entwicklung herauszustellen. Bei den vierten Wasgauer Gesprächen geht es also um die Bedeutung des Vereinslebens für die lokale und regionale Kultur, für die Stiftung regionaler Identität, für die Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit. Mit Fragen nach den Auswirkungen wird auch thematisiert, dass der Zeitgeist, der das Individuelle zum Maßstab definiert, einem Trend weg vom Mannschaftssport hin zum Individualsport den Weg bereitet.

Unabhängig vom Thema sind die Wasgauer Gespräche in diesem Jahr in neuer Form zu erleben; sie richten sich ausschließlich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 23 Jahren. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Berufstätige sowie Studierende - die Jugendlichen von heute, die Entscheider von morgen – sind eingeladen, mögliche Wechselwirkungen zwischen Sport und nachhaltiger Regionalentwicklung in Diskussionen auszuleuchten.

Die Mitarbeiter der Veranstalter, LZU und Biosphärenhaus Fischbach, gehören etwas reiferen Semestern an und wollen sich nicht zu Berufs-Jugendlichen ernennen. So entstand die Idee, die Konzeption gemeinsam mit Jugendlichen zu entwickeln und diese auch bei der Organisation und Durchführung der Tagung offensiv zu beteiligen. Herausgekommen ist eine Kooperation mit dem Pädagogischen Zentrum Rheinland-Pfalz (Dr. Rainer Tempel) und dem Otto-Hahn-Gymnasium Landau.

Das Otto-Hahn-Gymnasium ist eine von sechs so genannten Kernschulen des Transfer-21-Programms in Rheinland-Pfalz. Dieses Förderprogramm der Bund-Länder-Kommission "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" hat zum Ziel, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an allgemeinbildenden Schulen systematisch zu erproben, damit die Nachhaltigkeitsthematik in die Schulen zu bringen und die Qualität des Unterrichts generell zu verbessern.

Mit den 20 Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Sport wurde ein engagiertes Team gefunden, das mit vielen Ideen ein interessantes Programm entwickelt hat. Nicht nur Konzeption und organisatorische Vorarbeiten liegen in Schüler/innen-Hand, auch die Durchführung der Tagung einschließlich Betreuung der Gäste bleibt der Jugend überlassen.

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