44-45/2005
Ökokonto
Broschüre Ökokonto

1994 hat die Landesregierung die so genannte Ökokonto-Regelung eingeführt. Sie ermöglicht den Kommunen einen „Vorab-Ausgleich“ für Eingriffe in Natur und Landschaft. Leistungen für Natur und Landschaft können auf dem Ökokonto gutgeschrieben werden, und wenn dann ein Ausgleich für bauliche Eingriffe erforderlich wird, steht das Guthaben dafür zur Verfügung. Nicht erst im Rahmen der Bauleitplanung muss nach Ausgleich gesucht werden, wenn er schon vorher geschaffen wurde. Somit hat sich den Städten und Gemeinden eine Möglichkeit eröffnet, die Eingriffs- und Ausgleichsregelung weniger zeit- und kostenintensiv zu gestalten. Die Bauleitplanung wird auf diese Weise von der aufwendigen Flächenmobilisierung entlastet, ohne dass dies auf Kosten der Belange von Naturschutz und Landschaftspflege geht.

Kommunalpolitiker, die für ihre Kommune ein Ökokonto angelegt haben, sind im Allgemeinen sehr zufrieden mit dieser Regelung. Das wissen aber nicht alle Kollegen, die das Instrument Ökokonto noch nicht ausprobiert haben. Um ihnen die Vorteile näher zu bringen, hat die Landeszentrale für Umweltaufklärung einige Kommunalpolitiker mit Ökokonto-Erfahrung um ihre Bewertung dieses Instruments aus der Praxis gebeten. Daraus wurde eine Broschüre, in der Bürgermeister, Ortsvorsteher und Beigeordnete, in deren Gemeinden die Ökokonto-Regelung bereits eingeführt ist, sich mit persönlichen Statements an Entscheidungsträger anderer Kommunen wenden.

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