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Friedenssicherung und Nachhaltigkeit
 

Eine Vereinbarung über intensive Zusammenarbeit zur "Friedenssicherung und Nachhaltigkeit" haben Umweltministerin Margit Conrad und der Befehlshaber im Wehrbereich II, Generalmajor Bernd Diepenhorst, unterzeichnet. Die Kooperation setzt bei der Erkenntnis an, dass Konflikte häufig auf ökologischen und sozialen Ursachen basieren und dass Auseinandersetzungen um Ressourcen geführt werden.

Beide Seiten stimmen darin überein, "dass die Auseinandersetzungen um knappe Ressourcen einer der größten friedensbedrohenden Faktoren unserer Zeit sein kann" und dass "Einsatz und Kooperation für eine ökologisch, ökonomisch und sozial gerechte Entwicklung ein zentraler Beitrag für die Friedenspolitik der Zukunft ist." Das Bewusstsein in der Gesellschaft um diese Zusammenhänge soll gemeinsam gefördert werden, auch mit dem Ziel, unsere Lebensstile und Konsummuster kritisch zu hinterfragen. Umweltministerin Conrad: "Auch Klimaschutzpolitik ist Friedenspolitik."

Die Vereinbarung, die darauf zielt, Friedenssicherung und Nachhaltigkeit zu verbinden, sieht vor, die Zusammenhänge etwa in Schulen, Hochschulen, Kirchen und Unternehmen bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu thematisieren sowie ein Forum zur Planung gemeinsamer Projekte einzurichten. Darüber hinaus wurde die gegenseitige Unterstützung bei konkreten Projekten in Bereichen wie Flächenmanagement, Arbeitsschutz, Ressourcen-Effizienz für Energie, Wasser und Abwasser sowie im Katastrophenschutz vereinbart.

Die Kooperation geht zurück auf eine bereits praktizierte Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Umweltministerium, die von der Landeszentrale für Umweltaufklärung initiiert wurde.

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