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Drei Fragen zur Sache
Norbert Schäfer

Dipl. Ing. Norbert Schäfer, Landschaftsarchitekt und ehemaliger Entwicklungshelfer in einem MISEREOR-Projekt in Haiti, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins Lobby für Kinder e.V.

Was ist dem Verein besonders wichtig?

Ob Exkursionen, Kindergeburtstage oder Feste mit bis zu 600 Personen, die Freude an den verschiedenen Themen steht im Vordergrund - erst danach folgt der naturpädagogische Aspekt. Allerdings werden die Kinder bei den verschiedenen Veranstaltungen gefordert, es muss mitgedacht, mitgearbeitet werden. In Gesprächen werden mögliche Lösungen besprochen und gemeinsam Entscheidungen getroffen. Kreativität und Phantasie sind gefragt - und nicht nur einfaches Konsumieren.

Wie finanziert sich der gemeinnützige Verein?

Der Verein beansprucht keinerlei finanzielle Förderung seitens des Landes oder der Kommune. Er finanziert seine Aktivitäten ausschließlich über die Einnahmen für die verschiedenen Angebote und über Patenschaften für die Tiere. In geringem Umfang unterstützen Sponsoren die Arbeit des Vereins. Angesichts leerer Kassen erscheint es uns wichtig, eine Angebotspalette zu entwickeln, die sich finanziell trägt.

Wie sieht die zukünftige Entwicklung des Vereins aus?

Zurzeit gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit der Freien Montessori-Schule Landau, die einen Schulgarten betreut. Wir wollen zukünftig noch stärker mit anderen Schulen zusammenarbeiten und langfristig einfache Übernachtungsangebote anbieten (z.B. Heuhotel), damit Gruppen auch mehrtägige Angebote wahrnehmen können.

Zudem streben wir an, einen Arche-Hof aufbauen. Indem wir vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen bewusst in unser Konzept integrieren. Zur Zeit leben fünf vom Aussterben bedrohte Haustierrassen auf der Mühle: Thüringer Waldziegen, Coburger Fuchsschafe, Diepholzer Gänse sowie Vorwerk- und Lachs-Hühner.

Neben dem ökologischen Bereich soll zukünftig dem Thema "Eine Welt" größere Bedeutung zukommen. Durch praxisorientierte Projekte soll Kindern und Jugendlichen ein spielerischer Einstieg in das Thema "globales Handeln" ermöglicht werden.

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