| Nach offiziellen Schätzungen
– ausgehend von der derzeitigen Geburtenrate - wird sich die Bevölkerung
in Rheinland-Pfalz bis 2050 gegenüber 2001 um 25 Prozent verringern.
Dabei wird sich die Altersstruktur verändern: Der Anteil der Menschen
im erwerbsfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung verringert
sich, der Anteil derer, die nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind,
wird steigen.
Diese absehbare Entwicklung wirkt sich nicht nur auf die sozialen Sicherungssysteme
aus, sondern auch auf die Infrastrukturen vor allem im ländlichen
Raum. In der Veranstaltungsreihe "Zukunftsfähiger Hunsrück"
haben deshalb das Hunsrückhaus am Erbeskopf, die Landeszentrale für
Umweltaufklärung, und der Entwicklungsschwerpunkt Hochwald in Kooperation
mit vielen regionalen Akteuren diese Thematik zur Diskussion gestellt.
"Geisterdörfer im Hunsrück?" hieß der Titel der diesjährigen
Regionaltagung zur nachhaltigen Entwicklung am 26. und 27. März im
Hunsrückhaus.
Alexandra Lux vom Institut für sozial-ökologische Forschung
in Frankfurt fasste die Problematik so zusammen: "Schulen und Kindergärten
fehlen in schrumpfenden Regionen die Kinder, Einrichtungen müssen
geschlossen und zusammengelegt werden. Aufgrund zurückgehender Fahrgastzahlen
wird das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs ausgedünnt.
Mit den Bevölkerungszahlen geht auch der Bedarf an Trinkwasser zurück,
die verbleibende Bevölkerung muss aber weiterhin ordnungsgemäß
versorgt werden."
In der Tagung wurde nach möglichen Lösungen gesucht. Ein Königsweg
wurde selbstverständlich nicht gefunden. Hier seien nur zwei der
Vorschläge erwähnt: Die neuen Bundesländer sind den alten
hinsichtlich Bevölkerungsrückgang einen Schritt voraus. Vielleicht
kann man aus den dortigen Erfahrungen lernen, mit der Situation umzugehen.
Als wichtigste Strategie wurde eine flächendeckende Ganztagsbetreuung
für Kinder und Jugendliche empfohlen, damit – als Voraussetzung
für mehr Geburten - Familie und Beruf besser vereinbart werden können.

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