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Öko-Check in Kirchengemeinden
 

Was für die Sportvereine gilt, kann für Kirchengemeinden nicht falsch sein: Der richtige Umgang mit Energie, Wasser und Abfall dient dem Umwelt- und Klimaschutz und bedeutet gleichzeitig eine Entlastung der eigenen Kasse. "Energiecheck Plus: Ökologisch handeln – ökonomisch gewinnen" heißt ein Projekt, das die Landeszentrale für Umweltaufklärung und die Evangelische Kirche der Pfalz gemeinsam gestartet haben. In 30 ausgewählten Kirchengemeinden werden die Einspar- und Effizienzpotentiale in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall ermittelt. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Analyse werden die Gemeinden beraten, wie sie Ressourcen und Kosten sparen und erneuerbare Energie einsetzen können.

Im Bistum Trier waren zuvor 25 Gemeinden ausgewählt worden, deren Liegenschaften auf Schwachstellen und nicht optimale Nutzung untersucht werden. Auch hier folgt der Analyse die Beratung. Wie beim Öko-Check in Sportvereinen handelt es sich auch im kirchlichen Bereich um Pilot-Projekte. Weitere Gemeinden können von den Untersuchungen profitieren. Im Übrigen rechnet die LZU damit, dass die Kirchengemeinden mit dem Öko-Check zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung beitragen, so dass auch in Privathaushalten verantwortlich mit den Ressourcen umgegangen wird.

Umweltministerin Margit Conrad bezeichnete den effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen als das zentrale Thema Nachhaltiger Entwicklung. Sie wies darauf hin, dass der Energieverbrauch pro Kopf in Deutschland zehnmal so hoch liegt wie in Indien. In den USA sei der Verbrauch sogar doppelt so hoch wie bei uns. Dies sei definitiv nicht nachhaltig.

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