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Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung
 

In ihrem Buch "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" haben Klaus-Dieter Mertineit und Verena Exner "eine erhebliche Lücke zwischen programmatischen Ansprüchen und einem Fundus an innovativen Konzepten, erprobten Methoden, Lehr-/Lernhilfen und Medien auf der einen und der Realität beruflicher Umweltbildung in der betrieblichen Praxis auf der anderen Seite" ausgemacht. Einige Seiten vorher aber haben sie festgestellt, Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung sei nicht beruflicher Umweltbildung gleichzusetzen. Vielmehr solle man an die Konzepte und Erfahrungen der beruflichen Umweltbildung anknüpfen und diese weiterentwickeln. Wie das? Weiterentwickeln, was als Flop erkannt wurde?

Die Antwort: "Unseres Erachtens wird die Berufsbildung nur dann einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft leisten können, wenn die erkannten Schwächen der Umweltbildung nicht lediglich als "Vollzugsdefizit" abgetan, sondern als konzeptionelle bzw. strukturierte Mängel erkannt und in zukünftigen Konzeptüberlegungen integrativ berücksichtigt werden."

Nach dieser Klarstellung folgen 54 "Erfolgreiche Praxisbeispiele aus Betrieben, Berufsschulen und Bildungsstätten". Da ist unter anderem von Schüler-Firmen die Rede, von Fotovoltaik, kombinierten Heizsystemen, Windenergie und einem intelligenten Beleuchtungssystem. Immer geht es um Projekte und Aktivitäten, immer geht es um learning by doing. Daraus Konzepte abzuleiten, bleibt den LeserInnen selbst überlassen.

Das im Deutschen Wirtschaftsdienst 2003 erschienene Buch, ISBN 3-87156-540-7, ist für 19,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

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