LZU-Logo 38/39/2003
Landeskongress LA 21
 

Den 7. Landeskongress zum Erfahrungsaustausch zwischen Agenda-21-Kommunen hat die LZU am 1. Oktober in Ingelheim veranstaltet. Dabei gab es drei Schwerpunkte. Albrecht Hoffmann, Leiter der Bundesweiten Servicestelle Lokale Agenda 21, stellte in einem Referat fest, die Agenda sei noch nicht da angekommen, wo sie nach den vor 10 Jahren entstandenen Vorstellungen sein könnte. Er gab deshalb einige Hinweise, wie es nach seiner Meinung weitergehen könne: Die Agenda-Aktiven sollten ihre Argumente in alle Bereiche der Kommunalpolitik, beispielsweise auch in die Finanzplanung einbringen. Ein Nachhaltigkeits-Management sei notwendig, um die vielen Einzelansätze und -projekte zusammenzuführen.

Mit der für Rheinland-Pfalz erstmaligen Durchführung des Pilotprojektes ökoBudget in Kaiserslautern sind eine auf die rheinland-pfälzischen Bedürfnisse angepasste Methode der kommunalen Naturhaushaltswirtschaft erarbeitet und gute Anwendungsbeispiele für die Kommunen entwickelt worden. Darüber informierte Dr. Stefan Kremer, Leiter des Umweltamtes der Stadt Kaiserslautern. ökoBudget, diese Methode der Naturhaushaltswirtschaft soll Kommunen die Steuerung der Inanspruchnahme ihrer natürlichen Ressourcen ermöglichen. Analog zum Finanzhaushaltsplan wird der Umweltverbrauch in den Kommunen in Naturhaushaltsplänen transparent gemacht und auf der Grundlage von Umweltzielen in Budgets gesteuert.

Der Nachmittag war für parallele Open-Space-Workshops reserviert. Teilnehmer des Kongresses konnten Wünsche äußern, welches Thema sie gern behandelt wissen wollten. Damit machten sie sich zum Moderator eines entsprechenden Arbeitskreises. Dass die Zusammenfassung der Ergebnisse angeblich live nach New-York übertragen wurde, entpuppte sich als methodischer Gag.

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