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Umweltschutz bei der Bundeswehr
 

Militärische Übungsplätze in Deutschland haben neben ihrer militärischen Funktion auch eine besondere Bedeutung für den Naturschutz. Dies wird seit längerer Zeit auch vom amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz anerkannt. Militärische Übungsplätze sind häufig ökologische Inseln in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft. Rheinland-Pfalz hat viele solcher Inseln: Neben den beiden großen Truppenübungsplätzen Baumholder und Daaden nutzt die Bundeswehr hier derzeit 16 kleinere Standortübungsplätze.

Genaueste Planungsgrundlagen und Liegenschaftsmanagementsysteme dienen dazu, einer Überbeanspruchung der Plätze vorzubeugen und ihre wertvolle Naturausstattung zu schützen. Ein wesentliches Instrument des Übungsplatzmanagements ist der Benutzungs- und Bodenbedeckungsplan, ein militärischer Flächennutzungsplan, der neben der militärischen Nutzung, alle notwendigen und raumrelevanten Grundlagen und Beiträge in Text und Karten abbildet.

Seit über zehn Jahren befasst sich das Fachgebiet Ökologie im Amt für Wehrgeophysik, Traben-Trarbach, mit der systematischen Erfassung und Bewertung militärischer Liegenschaften und achtet dabei auf Naturausstattung, Erhalt, Pflege und Entwicklung von Biotopstrukturen sowie gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Diese Arbeit wird aus dem Wehrbereichskommando II in Mainz unterstützt. Hier, bei der Kommandobehörde für die militärischen Dienststellen in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Saarland, hat die Umweltschutzbeauftragte, Jutta Wiesemöller, ihren Schreibtisch.

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