LZU-Logo 37/2003
Außerschulische Umweltbildung auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung
zu sehen ist das Modell eines Baumhauses bei einer Messe

Bildung ist mehr als Wissen. Bildungsvermittlung findet nicht nur in Schule und Elternhaus statt. In Rheinland-Pfalz gibt es 34 „Schulnahe Umwelterziehungseinrichtungen“, auch „SchUR-Stationen“ genannt, die mit einem naturnahen Bildungsangebot unter dem Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung zu einem besseren Verständnis von Umwelt und Natur beitragen. Vier SchUR-Stationen, nämlich das Umwelt-Erlebnis-Zentrum GaytalPark gemeinsam mit der Naturerkundungsstation Teufelsschlucht, die Waldökostation Remstecken, das Hunsrückhaus am Erbeskopf und das Biosphärenhaus Pfälzerwald/Nordvogesen, präsentierten sich im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Ausstellung 2003 am Stand der Landeszentrale für Umweltaufklärung in der Halle der Landesregierung.

Um den Besucher/innen einen Eindruck von den Angeboten der Umweltbildungseinrichtungen zu vermitteln, wurden sie eingeladen, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Dabei galt es, sowohl mit den Händen als auch mit den Füßen (barfuß) in der Natur vorkommende Materialien zu ertasten, den eigenen Gehör- und Geruchssinn zu testen und mit der Armbrust auf eine Zielscheibe zu schießen. Als Preise lockten Waren-Gutscheine des Mainzer „Weltladen Unterwegs“ - einem Fachgeschäft für Fairen Handel - im Wert von je 50 Euro. Als Belohnung für die Teilnahme wurde außerdem jeweils eine Mini-Tafel fair gehandelter Schokolade ausgegeben. Der für den Bereich des Biosphärenhauses geplante Baumwipfel-Pfad war im Modell zu sehen.

Vor allem Kinder haben sich an dem Gewinnspiel beteiligt - offenbar scheuten die meisten Erwachsenen sich, Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Während die Kinder mit dem Spiel beschäftigt waren, hatten ihre Eltern viel Zeit, sich über die Umweltbildungs-Stationen und ihre Angebote zu informieren. An fast allen Tagen wurde die höchste Punktzahl von mehreren Teilnehmer/innen erreicht, so dass die GewinnerInnen per Los aus den Karten der Tagessieger ermittelt werden mussten. Neun Tage dauerte die Ausstellung; neun Waren-Gutscheine wurden den teilweise noch sehr jungen GewinnerInnen zugestellt - hoffentlich gab es bei der Einlösung keinen Streit mit den Eltern.

An einem benachbarten Stand des Ministeriums für Umwelt und Forsten ging es um Informationen über Lebensmittel. Sachverständige Fachleute von den Lebensmittelüberwachungsbehörden in Rheinland-Pfalz beantworteten Fragen zur Lebensmittelqualität. Zum Beispiel: Wie können die Verbraucher sich vor gesundheitlichen Schäden schützen? Wie können Kunden die Irreführung durch „Etikettenschwindel“ bei Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen erkennen und sich dagegen wehren? Wie wird auf gesundheitsbeeinträchtigende Stoffe in Lebensmitteln untersucht, und welche Maßnahmen werden gegebenenfalls ergriffen? Die Verbraucher erfuhren hier, dass Lebensmittelüberwachung ihrem Schutz und gleichzeitig dem Schutz der Umwelt dient.

zum Heftindex