LZU-Logo 34/35/2002
Projekte, Projekte, Projekte
 

Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz

 

Logo Klima-Bündnis Alianza del Clima
Donnersbergkreis
Südwestpfalz
Landkreis Mayen-Koblenz
Landkreis Birkenfeld
Westerwaldkreis
Trier
Bad Dürkheim
Mainz
Mainz, Koblenz und andere
Koblenz
Kaiserslautern
Neuwied
Pirmasens
Speyer
Römerberg
VG Rengsdorf
VG Kirchberg
Oppenheim
Grundschule Üxheim
Klima-Bündnis
 
 

Donnersbergkreis:

Drei Unternehmen entwickeln in der "projektinsel wind wasser sonne" mit dem Donnersberg-Touristik-Verband und beteiligten Kommunen ein ökologisches Kompetenz- und Informationszentrum

 
 

Südwestpfalz: Regionalvermarktung

  • Eine Broschüre informiert über landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe, die regional erzeugte Lebensmittel anbieten oder verarbeiten.
  • Die Direktvermarktung zielt auf umweltschonende, kurze Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher.
  • Sie fördert die heimische (Land-)Wirtschaft und die Regionalentwicklung.

"Neue Küche der Südwestpfalz" hieß ein Rezeptwettbewerb, der zur Herausgabe eines Kochbuchs geführt hat. Damit sollen ergänzend die Vermarktung einheimischer Produkte gefördert sowie die Regionalverbundenheit und der Tourismus gestärkt werden.

 
 

Landkreis Mayen-Koblenz: Integrierte Umweltberatung

Das Projekt wurde 1997 bundesweit gestartet und wird seit 2000 in eigener Regie weitergeführt. Dazu gehören beispielsweise:

  • Eine Initiative für Erhalt, Pflege und Nutzung von Streuobstwiesen,
  • die Arbeitsgemeinschaft "Heimat schmeckt", eine Kooperation von Landwirtschaft und Gastronomie zur Förderung der Direktvermarktung, die Arbeitsgruppe "Rohstoffwirtschaft", die sich bemüht, den Bimsabbau natur- und landschaftsverträglich zu gestalten.
 
 

Landkreis Birkenfeld: "Keltisch-römischer Erlebnisweg"

Der Landkreis Birkenfeld will seinen Besuchern das regionale Kulturerbe als authentisches Erlebnis näher bringen. Dazu dient unter anderem das Projekt "Keltisch-römischer Erlebnisweg". Über eine circa 80 Kilometer lange Route werden zum Teil rekonstruierte Stätten, Nachbildungen archäologischer Funde, Museen und multimediale Informationen zur keltisch-römischen Siedlungszeit im Hunsrück-Nahe-Raum vernetzt. Die Infrastruktur wird ergänzt durch touristische Angebote

 
 

Westerwaldkreis: Ideenwettbewerb

"Agenda 21 Zukunft für Mensch und Natur" hieß der Ideenwettbewerb, zu dem der Landrat im Mai 1998 aufgerufen hat. Viele Ideen aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales wurden zusammengetragen und zum Teil auch bereits verwirklicht. Die Palette reicht vom naturkundlichen Museum über Biotoplehrpfade und erneuerbare Energiequellen bis zum Kinderstadtplan.

 
 

Trier: Energie-Touren

Ziel der Tagesfahrten ist es, Bauherrinnen, Bauherren, Handwerkern, Architekten und Kommunalpolitikern beispielhafte Häuser in der Region zu zeigen, die vor allem unter energieeffizienten und ökologischen Gesichtspunkten gebaut oder umgebaut wurden. Vor Ort wird gezeigt, wie mit neuester energiesparender Technik und ökologischen Baustoffen behagliche und gesunde Häuser für die Zukunft gebaut und die Heizkosten unter 50 Euro pro Jahr gedrückt werden. Eine CD "Ökologisches Planen und Bauen" ist bei der Stadt Trier erhältlich.

 
 

Bad Dürkheim: Öko-Audit

Als erste und bisher einzige Kommune in Rheinland-Pfalz hat Bad Dürkheim sich dem Öko-Audit unterzogen. Dafür gibt es gute Gründe:

  • Die Kläranlage hat seit 1994 eine dritte Reinigungsstufe, ein Blockheizkraftwerk, das mit Faulgas betrieben wird, und eine selbstreinigende Rechenanlage.
  • Das Neubaugebiet "Rotsteiger" wurde mit einem Versickerungstümpel für Regenwasser versehen.
  • Das Haus für Kinder wurde in ökologischer Bauweise errichtet. Die Heizanlage hat Brennwerttechnik, das Regenwasser wird genutzt.
 
 

Mainz: gemeinsam Gewinn machen

18 Betriebe haben sich an "Ökoprofit Mainz", einem Kooperationsprojekt der Stadt, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Rheinhessen beteiligt. Workshops und Beratungen haben die Betriebe in die Lage versetzt, zusammen jährlich eine halbe Million Euro zu sparen.

18 Ökoprofit-Betriebe sparen:
Strom 424.040 kWh
Wärme 7.670.109 kWh
Kraftstoff 5.874 kWh
Rohstoffe 12.900 kg
Wasser 74.675.000 l

und vermeiden:
Restmüll 159.000 kg
sonst. Abfall 8.543.000 kg
Abwasser 74.675.000 l
CO2-Emission 1.663.842 kg

 
 

Mainz, Koblenz und andere: KESch

Viele Schulen beteiligen sich am Programm "Klimaschutz und Energiesparen an Schulen" (KESch). Die CO2-Emissionen werden verringert und gleichzeitig Kosten gespart. Beispielsweise so: 30 Prozent der eingesparten Mittel kann die Schule frei verwenden, 40 Prozent kann sie zum weiteren Energiesparen einsetzen, 30 Prozent verbleiben dem städtischen Haushalt. KESch, Bundes- und Landeszuschüsse sowie die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung für Strom laden ein, mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Schuldach Sonnen-Energie einzufangen. Allein in Mainz sind bereits 14 Schulen dieser Einladung gefolgt, in Koblenz 4. Umwelt und Schulkasse machen Gewinn und der technische Unterricht wird interessanter.

 
 

Koblenz: Einkaufsleitfaden für nachhaltige Produkte

Kriterien:

  • Umweltverträgliche Herstellung, Anwendung und Entsorgung
  • Beachtung sozialer und gesundheitlicher Mindeststandards bei der Herstellung
  • Kurze Transportwege
  • Fairer Handel

Der Leitfaden wurde von der Fraueninitiative erstellt. Er enthält praxistaugliche Tipps zum Bezug nachhaltiger Produkte im täglichen Leben sowie ein Produkt- und Anbieterverzeichnis.

 
 

Kaiserslautern: schnellste Kommune

Über 500 BürgerInnen haben sich in 17 Arbeitskreisen engagiert. Ein Leitbild für die Stadtentwicklung wurde entworfen und vom Stadtrat beschlossen. Damit war die erste Lokale Agenda 21 in Rheinland-Pfalz fertig gestellt.

 
 

Neuwied: Zukunfts-Brücke-Jugend

Partizipation heißt das Zauberwort. 1998 beschlossen die Stadtväter, ein Kinder- und Jugendbüro einzurichten. 4500 Neuwieder Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren konnten im Jahr 2000 ihren Jugendbeirat wählen.

 
 

Pirmasens: Landschaftspark

25 Jugendliche und fünf Erwachsene haben eine Industriebrache im Strecktal in einen Freizeitpark umgewandelt und sich dadurch beruflich qualifiziert. So entstand ein Freizeitgelände mit Veranstaltungsbühne, Wasserfläche, Skateboardanlage und Parkflächen.

 
 

Speyer: Landschaftserfahrungsraum

Ein naturnaher Erlebnisspielraum für Kinder in den Speyerer Sanddünen ist der erste Baustein für die Entwicklung eines Landschaftserfahrungsraums. Damit soll der Nutzungskonflikt zwischen den Ansprüchen der Naherholung und des Naturschutzes gelöst werden. Es gilt, die besonderen Naturräume Sanddünen und Rheinauen sowie den Stadtwald zu schützen und gleichzeitig für die Erholung und Sensibilisierung der Bevölkerung zu nutzen.

 
 

Römerberg: Fördermodell für Passivhäuser

Die Gemeinde verkauft verbilligt Baugrundstücke, wenn darauf Passivhäuser errichtet werden. Davon profitieren der Bauherr, das örtliche Baugewerbe, die Gemeinde und das Klima.

 
 

VG Rengsdorf: Biotop-Verbund

Die Rengsdorfer pflegen und erhalten die Lebensräume Streuobstwiesen, Bachtäler, Wald, Hecken, Trockenbiotope, Haus und Garten nach einem Verbund-Konzept. Ihr naturtrüber Apfelsaft ist schadstofffrei.

 
 

VG Kirchberg: Ost-West-Integration

Als die Amerikaner "den Hahn" im Hunsrück verlassen hatten, kamen Tausende Aussiedler aus Russland und mit ihnen Integrationsprobleme. An deren Lösung arbeitet das Begegnungshaus Büchenbeuren erfolgreich und schlägt eine Brücke zwischen Ost und West.

 
 

Oppenheim: Naturnaher Spielraum

Engagierte Eltern und Interessengemeinschaften haben ein Brachgelände zum naturnahen Spielraum gestaltet. Ein besonders gelungenes Beispiel für die Aktion "Wasser und Natur erleben - Naturnahe Erlebnisspielräume" des Ministeriums für Umwelt und Forsten.

 
 

Grundschule Üxheim: Umwelterziehung praktisch

Der Hausmeister, Schüler, Eltern und Lehrer haben gemeinsam in vielen kleinen Schritten dafür gesorgt, dass Energie gespart wird und der Unterricht auch am Teich unter Obstbäumen standfindet. Selbst im angeschlossenen Kindergarten gibt es schon praktische Umwelterziehung.

 
 

Dem Klima-Bündnis Alianza del Clima

gehören in Rheinland-Pfalz 16 Mitglieder mit 1.163.100 Einwohnern an. Es sind: Betzdorf, Boppard, Daaden, Kaiserslautern, Kirchen (Sieg), Koblenz, Landkreis Altenkirchen, Landkreis Neuwied, Ludwigshafen, Mainz, Oppenheim, Pirmasens, Rhein-Hunsrück-Kreis, Schifferstadt, Trier, Windhagen.
Das Klima-Bündnis Alianza del Clima ist eine Partnerschaft zwischen europäischen Kommunen und indigenen Völkern der Regenwälder zum Erhalt der Erdatmosphäre. Gemeinsame Aufgabe der 830 Mitgliedskommunen ist die Ausarbeitung und Umsetzung lokaler Aktionsprogramme zum Klimaschutz und die Zusammenarbeit mit den indigenen Partnern zum Erhalt des tropischen Regenwaldes.

 

 

zum Heftindex