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3 Fragen zur Sache
Norbert C. Korte
Pfalzakademie

Herr Korte, welchen Bedarf sieht die PfalzAkademie in einer Zeit der allgemeinen Informations- und Wissenfülle für ihr Bildungsangebot?
Oft wird Lernen eher mit langweilig und anstrengend assoziiert. Doch bewusst gestaltet kann Lernen etwas sein und zu Ergebnissen führen, die Freude machen, die Erfolg bringen. Heutzutage ist eine fundierte Aus- und stete Fort- und Weiterbildung das A und O, um sich im Berufsleben behaupten zu können. Die rasante technische Entwicklung verlangt von jedem Einzelnen, am Ball zu bleiben und mit der täglichen Informationsflut umzugehen. Darüber hinaus vermittelt lebenslanges Lernen ein Stück Lebensqualität. Denn neue Wissensgebiete zu erschließen oder bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen, trägt zur Bereicherung des Lebens bei. Die PfalzAkademie macht dazu vielfältige und auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtete Angebote für Jung und Alt, wendet sich an Berufseinsteiger und Umschüler, bietet Grundlagenseminare, Workshops und Fortgeschrittenen-Tagungen an.

Auf die nähere Zukunft gesehen, welches Bildungsverständnis wird Bestand haben?
Wir bauen auf einen ganzheitlichen und dadurch nachhaltig wirkenden Bildungsansatz. Akademie und Heimvolkshochschulen bringen gute Voraussetzungen für einen Lernprozess mit, der die daran Beteiligten bildet und befähigt, das jeweils Gelernte im Zusammenhang zu sehen und die erwünschten wie die unerwünschten Folgen bewusster abschätzen zu können. Solches Lernen kommt gleichermaßen dem EDV-Einsatz im Büro zugute wie der Entscheidung über den Bau einer Umgehungs-Straße, die Methode ist anzuwenden bei einem gesellschaftspolitischen Thema über Demokratie und Gewalt, wie für das Erlernen einer fremden Sprache in einer sich globalisierenden Welt.

Wirkt sich der ganzheitliche methodische Ansatz auf die Inhalte aus?
Schwerpunkt ist die politische Bildung. Indem wir nicht die Stoffvermittlung in den Vordergrund stellen, sondern die Lernenden, den Inhalt, die Motivation, aktuelle Lerntechniken und das vorhandene Umfeld im Sinne eines humanen Menschenbildes integrieren, machen wir die Lernenden zu Beteiligten. Das schließt die Achtung vor der Schöpfung ein und zielt auf eine nachhaltige Entwicklung. Hier treffen sich die Ansätze der Agenda-21-Bewegung. Nicht zufällig ist jetzt ein Arbeitsfeld entstanden, in dem die PfalzAkademie ehrenamtlich und freiwillig Tätigen ein Forum bietet. Die PfalzAkademie gehört zu den Bildungsstätten, die im Auftrag der LZU Kurse für in Agenda-Prozessen Aktive durchführt.


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