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Herr Korte,
welchen Bedarf sieht die PfalzAkademie in einer Zeit der allgemeinen Informations-
und Wissenfülle für ihr Bildungsangebot?
Oft
wird Lernen eher mit langweilig und anstrengend assoziiert. Doch bewusst
gestaltet kann Lernen etwas sein und zu Ergebnissen führen, die Freude
machen, die Erfolg bringen. Heutzutage ist eine fundierte Aus- und stete
Fort- und Weiterbildung das A und O, um sich im Berufsleben behaupten
zu können. Die rasante technische Entwicklung verlangt von jedem
Einzelnen, am Ball zu bleiben und mit der täglichen Informationsflut
umzugehen. Darüber hinaus vermittelt lebenslanges Lernen ein Stück
Lebensqualität. Denn neue Wissensgebiete zu erschließen oder
bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen, trägt zur Bereicherung
des Lebens bei. Die PfalzAkademie macht dazu vielfältige und auf
unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtete Angebote für Jung
und Alt, wendet sich an Berufseinsteiger und Umschüler, bietet Grundlagenseminare,
Workshops und Fortgeschrittenen-Tagungen an.
Auf die
nähere Zukunft gesehen, welches Bildungsverständnis wird Bestand
haben?
Wir bauen auf einen ganzheitlichen und dadurch nachhaltig wirkenden Bildungsansatz.
Akademie und Heimvolkshochschulen bringen gute Voraussetzungen für
einen Lernprozess mit, der die daran Beteiligten bildet und befähigt,
das jeweils Gelernte im Zusammenhang zu sehen und die erwünschten
wie die unerwünschten Folgen bewusster abschätzen zu können.
Solches Lernen kommt gleichermaßen dem EDV-Einsatz im Büro
zugute wie der Entscheidung über den Bau einer Umgehungs-Straße,
die Methode ist anzuwenden bei einem gesellschaftspolitischen Thema über
Demokratie und Gewalt, wie für das Erlernen einer fremden Sprache
in einer sich globalisierenden Welt.
Wirkt
sich der ganzheitliche methodische Ansatz auf die Inhalte aus?
Schwerpunkt
ist die politische Bildung. Indem wir nicht die Stoffvermittlung in den
Vordergrund stellen, sondern die Lernenden, den Inhalt, die Motivation,
aktuelle Lerntechniken und das vorhandene Umfeld im Sinne eines humanen
Menschenbildes integrieren, machen wir die Lernenden zu Beteiligten. Das
schließt die Achtung vor der Schöpfung ein und zielt auf eine
nachhaltige Entwicklung. Hier treffen sich die Ansätze der Agenda-21-Bewegung.
Nicht zufällig ist jetzt ein Arbeitsfeld entstanden, in dem die PfalzAkademie
ehrenamtlich und freiwillig Tätigen ein Forum bietet. Die PfalzAkademie
gehört zu den Bildungsstätten, die im Auftrag der LZU Kurse
für in Agenda-Prozessen Aktive durchführt.
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