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Fünfter Landeskongress Lokale Agenda 21
 

Mainzer Kaffee gab es in Ludwigshafen in den Pausen des fünften von der LZU organisierten Landeskongresses zur Lokalen Agenda 21. Der "Café Mayence" ist zwar nicht in Mainz gewachsen, aber er hat hier seinen Namen erhalten. Es handelt sich um fair gehandelten Kaffee aus Mexiko, der als Gemeinschaftsaktion des Weltladen Unterwegs, des Forum Umwelt und Entwicklung und der Stadt Mainz im Rahmen der Lokalen Agenda 21 vermarktet wird.

Es war nicht der einzige Beitrag aus Mainz zum landesweiten Erfahrungsaustausch in Ludwigshafen. Umweltministerin Klaudia Martini zählte eine ganze Reihe von Aktivitäten der Landesregierung auf, die im Sinne der Agenda 21 auf eine nachhaltige Entwicklung zielen. Unter anderem erwähnte sie:

  • "Unter der Federführung meines Hauses wurde eine "Landes-Agenda" erarbeitet und vom Landtag verabschiedet...
  • Seit 1996 haben wir in Rheinland-Pfalz für zahlreiche Liegenschaften durch Contracting-Modelle ein Energiemanagement eingeführt, welches eine Senkung des CO2-Verbrauchs um 25 Prozent und eine Einsparung an Betriebskosten um gut 600.000 Mark pro Jahr bewirkt hat...
  • In Rheinland-Pfalz haben wir 63 Musterbeispiele für eine effiziente Energienutzung in Industrieanlagen zusammengetragen und bewertet. Allein in diesen Anlagen des verarbeitenden Gewerbes wurden 18 Prozent weniger an Brennstoffen verwendet, der CO2-Ausstoß um 23 Prozent gemindert...
  • Wir haben das Projekt "Effiziente Energienutzung in Gebäuden" gestartet, um eine Senkung des Energieverbrauchs in privaten Gebäuden zu erreichen...
  • Gemeinsam mit dem Bildungsministerium und den kommunalen Spitzenverbänden haben wir die Schulen und Schulträger im Land aufgefordert, Energiesparinitiativen durchzuführen...
  • Wir haben mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, den Architekten- und Ingenieuren im Land, dem Sparkassen- und Giroverband sowie den Hochschulen im Land Kooperations-Vereinbarungen abgeschlossen, die zum Ziel haben, gemeinsame Projekte nachhaltiger Entwicklung zu starten...
  • Die naturnahe Waldwirtschaft ist Grundlage der Holzwirtschaft in Rheinland-Pfalz und erfüllt schon seit jeher die Kriterien der Nachhaltigkeit...
  • Es gibt jetzt bereits über 100 naturnahe Spiel- und Erlebnisräume für Kinder in Rheinland-Pfalz."

Erfahrungsaustausch ist keine Einbahnstraße. Herzstück des Kongresses war ein "Marktplatz", der an vielen Beispielen einen Eindruck von den Inhalten der Agenda-21-Prozesse in mittlerweile 160 rheinland-pfälzischen Kommunen und Kreisen vermittelte. Im Übrigen fand der Erfahrungsaustausch in Fachvorträgen und Foren mit reichlich Gelegenheit zur Diskussion statt.

Ursula Winklhofer vom Deutschen Jugendinstitut, München, referierte über "Kinder und Jugendliche aktiv in der Agenda 21 - Anregungen für erfolgreiche Beteiligungsmodelle". Ludwig Karg, Geschäftsführer der B.A.U.M.-Consult GmbH, hielt einen Vortrag zum Thema "Wirtschaft und Lokale Agenda 21 - Unternehmen als Akteure und Partner". In den Foren standen die Themenfelder "Effiziente Energienutzung in Kommunen", "Nord-Süd Agenda-Partnerschaften", "Landschaftsplanung und Lokale Agenda 21" und "Aktionsfelder Wald und Holz" zur Diskussion. Als Moderatoren und Fachreferenten konnten für die Foren Dirk Kron (I.C.L.E.I.), Eleonore Hefner (Stadt Ludwigshafen), Christian Pohl (FH Bingen), Christoph Albuschkat (ELAN), Christoph Best (LfUG) und Prof. Dr. Karl Keilen (MUF) gewonnen werden.


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