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Futter fürs Volk
Futter fürs Volk

"Es ist kein Zufall, dass uns jahrelang BSE-verseuchtes Rindfleisch aufgetischt wurde. Schon morgen kann die Milch verpestet sein oder das Schweinefleisch, der Fisch oder das Geflügel. Denn oft serviert man uns den letzten Dreck - Hauptsache billig, Hauptsache essbar." So beginnt der Umschlagtext des Buches "Futter fürs Volk". Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, Claus-Peter Hutter, Präsident der Stiftung Europäisches Naturerbe, und Lutz Ribbe, Direktor der umweltpolitischen Abteilung dieser Stiftung, haben das 397 Seiten umfassende Werk sicher nicht in 14 Tagen geschrieben. Schätzungsweise zwei Jahre braucht man schon für eine solche Arbeit, zumal, wenn sie so nebenbei entsteht. Dennoch ist das Buch pünktlich auf dem Höhepunkt der durch BSE und MKS ausgelösten Agrarkrise erschienen. Ein Beleg dafür, dass diese Entwicklung kein Zufall ist?

Die Autoren haben es sich zur Aufgabe gemacht, Missstände in der Lebensmittelbranche aufzudecken. Sie nennen ihr Buch einen "Report aus der Unterwelt von Lebensmittelindustrie, Agrarpolitik und industrialisierter Landwirtschaft". Auf den Nenner "schneller, billiger, schlechter" lasse sich alles bringen, was die Lebensmittelindustrie uns auftische. Der Verbraucher sei diesem Trend aber nicht schutzlos ausgeliefert. Das Buch bietet deshalb auch Tipps für das richtige Einkaufen, Grundregeln einer gesunden Ernährung sowie 700 hierfür wichtige Adressen. Auch Hinweise auf andere Bücher zum gleichen Thema sind zu finden: Hans-Ulrich Grimm, "Die Suppe lügt", "Der Bio-Bluff" und "Aus Teufels Topf" oder: Schweisfurth-Stiftung (Hrsg.), "Mythen der Landwirtschaft".

"Futter fürs Volk" ist für 34 Mark im Buchhandel erhältlich, ISBN: 3-426-27203-2.

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