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Abfallwirtschaft
Abfallwirtschaft

Die Natur führt uns die perfekte Kreislaufwirtschaft vor. Das wurde in der diesjährigen Rheinland-Pfalz-Ausstellung am Stand der Landeszentrale für Umweltaufklärung demonstriert. Dr. Jürgen Storrer, Professor an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, zeigte dort tropische Insekten, die das tun, was wir auch von den heimischen Regenwürmern kennen: Sie verarbeiten Blätter von Pflanzen in eigene Biomasse und mit Hilfe von Mikroorganismen in Humus, also in Nährstoffe für andere Pflanzen.

Schafe sollten durch ihre Anwesenheit darauf hinweisen, dass wir auch die Erzeugung von Biogas von der Natur gelernt haben. In den Mägen der Tiere wird ein Teil der aufgenommenen Nahrung durch Mikroorganismen in Methangas umgewandelt - ein Verfahren, das auch bei der Biogasverwertung angewandt wird. Aufgrund der Maul- und Klausenseuche mussten die lebenden Schafe sich durch hölzerne vertreten lassen.

Nicht nur für die Dauer der Rheinland-Pfalz-Ausstellung ging es darum, von der Natur zu lernen. Vielmehr wurden hier drei außerschulische Lernorte in Rheinland-Pfalz vorgestellt, die für diesen Zweck Besuchergruppen ständig zur Verfügung stehen. In Ludwigshafen gibt es den Lernort "Müllheizkraftwerk", bei Kirchberg im Hunsrück ist das Ziel "Umwelterziehung" in das Abfallwirtschaftskonzept integriert und in Budenheim bei Mainz wird demnächst eine begehbare Kompostmiete eingerichtet. Alle drei - und weitere - Projekte hat das Ministerium für Umwelt und Forsten bei dem Pädagogik-Professor Jürgen Storrer und seinem Team in Auftrag gegeben.

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