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"Studio
für Erzählkunst und Märchenkunde, Poesie und Sagenforschung"
steht auf Alfred Pointners Briefbogen. Alfred Pointner ist ein Märchenerzähler.
Was aber haben Märchen mit Umweltschutz zu tun, warum hat er ein
Buch mit dem Titel "Umweltschutz und Märchen" geschrieben?
Im Vorwort des Buches beantwortet der Autor diese Frage: "Sinnvolle
Umwelt-Erziehung muss zunächst personal erfolgen. Der Schutz der
bengalischen Tiger beginnt im häuslichen Vorgarten. Und der sinnvolle
Umgang mit Wasser im eigenen Haus. Können Kinder sich einfach in
die Objektivierung flüchten, so entwickeln sie lediglich ein Pseudo-Problembewusstsein,
aus dem heraus die Verantwortung auf andere projiziert wird. Damit entfällt
die Notwendigkeit eigenen Handelns über das Appellieren hinaus, wobei
Letzteres nur noch zur Entlastungsfunktion gerät. Notwendig wäre
jedoch das Gegenteil: ... Überlegungen dieser Art entsprang der Plan,
die pädagogische Mächtigkeit von Volksmärchen zu nutzen..."
Märchen
bieten den Zuhörern die Möglichkeit, das Geschehen in der Fantasie
mitzuerleben. Schülerinnen und Schüler identifizieren sich leicht
mit dem jeweiligen Helden und seinen guten Taten. Auf diese Weise wird
das Märchen zu ihrer eigenen Angelegenheit, die darin angesprochenen
Probleme werden zu ihren Problemen, die sie gern lösen möchten.
So und auch anhand von Beispielen erläutert Pointner die Wirkung
und die Einsetzbarkeit von Märchen. Sein 98 Seiten umfassendes Werk
ist kein Märchenbuch, sondern eine Anleitung vor allem für Lehrerinnen
und Lehrer der Grundschule und der Förderstufe.
Das im Schneider
Verlag Hohengehren erschienene Buch "Umweltschutz und Märchen"
- ISBN 3-89676-316-4 - ist für 22 Mark im Buchhandel erhältlich.

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