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Plakatkampagne für Agenda
Plakatkampagne für Agenda

„Außerirdische werden kommen, um die Welt zu retten“, stellt die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU) in Aussicht - allerdings nur, um die realistischere Devise „Handeln statt hoffen“ dagegen zu stellen. Mit einer groß angelegten Plakataktion warb die LZU an rund 1750 Standorten in 120 rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden für eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung im Sinne der vor acht Jahren in Rio verabschiedeten Agenda 21.

Das erste Großplakat für diese Kampagne klebte Umweltministerin Klaudia Martini in Mainz. Dass mehr als 100 rheinland-pfälzische Kommunen Aktivitäten für eine Lokale Agenda 21 eingeleitet haben, ist für sie eine erfreuliche Entwicklung. Sie hofft, dass noch viele weitere Städte und Gemeinden für dieses Anliegen tätig werden. „Die lokalen Agenda-Prozesse können Innovationsschübe auf allen Ebenen auslösen“, pries Klaudia Martini die Agenda 21.

Die Lokale Agenda beschäftigt sich mit der Frage, wie die Zukunft der Städte und Gemeinden aussehen soll - von der Energieversorgung bis zum Kinderspielplatz, vom Arbeitsplatzangebot bis zur Flächennutzung, vom Verkehr bis zu Freizeitmöglichkeiten, vom Stadtmarketing bis zum betreuten Wohnen für ältere Menschen. Zukunftsfähige Entwicklung erfordert vernetztes Denken gemäß der Devise: Gesamtschau statt Stückwerk. Umweltministerin Klaudia Martini: „Unsere Zukunft hängt auch davon ab, wie weit es uns gelingt, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung miteinander in Einklang zu bringen. Daher ist es wichtig, konkrete Schritte vor Ort in diese Richtung zu gehen. Eine Lokale Agenda 21 sollte die Leitlinie dafür festlegen, was auch in den Kommunen im 21. Jahrhundert zu tun ist, damit die Lebenschancen und die Lebensqualität für uns und kommende Generationen gewahrt bleiben“. Dabei müsse man beachten, dass die Agenda 21 keine vorgefertigten Patentrezepte biete, sondern vielmehr ein individueller Prozess sei, der auf der Grundlage der spezifischen Strukturen der jeweiligen Gemeinden vonstatten gehe.

Das Plakat mit dem Außerirdischen-Motiv ist im DIN-A-1-Format kostenlos bei der Landeszentrale für Umweltaufklärung zu haben (s. Bestellkarte auf dem Umschlag).

Eine Broschüre mit dem Titel „Die Lokale Agenda 21“ ist ebenfalls bei der LZU kostenlos erhältlich (Telefon 06131/164433)
lzu@umdenken.de

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