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3 Fragen zur Sache
Marita Frieden

Warum beschäftigen sich die Landfrauen mit der Agenda 21?
Bei vielen Veranstaltungen wurde deutlich, dass sowohl bei der Beteiligung von Frauen an der Lokalen Agenda 21 als auch bei der Berücksichtigung frauenspezifischer Belange in vielen Planungsprozessen erheblicher Nachholbedarf besteht.

Welche Forderungen erheben Sie bei der Umsetzung der Agenda 21 als Landfrauenverband?
Als Landfrauenverband fordern wir, Frauen stärker bei kommunalen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Reine Männerrunden müssen der Vergangenheit angehören. Frauen sind als gleichberechtigte Partner in allen Entscheidungsbereichen zu verstehen, damit auch die vorhandenen Kompetenzen und das hohe Engagement von Frauen stärker Eingang in die Planungsprozesse finden. Frauen bringen Schwung in die Dörfer - darauf lässt sich viel aufbauen. Frauen müssen auf allen politischen Ebenen verantwortungsbewusst eingebunden werden.

Welche Möglichkeiten sehen Sie als Landfrauenverband, Frauen im Agendaprozess zu unterstützen?
Als Frauenverband machen wir darauf aufmerksam, wo die Interessen der Frauen nicht vertreten sind, und stellen unsere Forderungen. Wir qualifizieren unsere Mitglieder und weitere interessierte Frauen, damit sie sich kompetent einmischen. Wir zeigen Wege auf, wo und wie eine Beteiligung erforderlich ist. Wir bieten eine Plattform, um übergreifend Themen zu diskutieren und Lösungen für Probleme zu finden. Die Weiterbildungsreihe "Frauen engagieren sich in Planung und Politik, der Frauen-Land-Tag 2000 und der Frauenkongress waren nur einige Veranstaltungen, die wir dieser Thematik gewidmet haben.

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