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3 Fragen zur Sache
Marc Rosengarten

Marc Rosengarten, Vorsitzender des Vereins "Haus der Fischerei", Oberbillig

Herr Rosengarten, wozu braucht Rheinland-Pfalz ein Haus der Fischerei?
Insbesondere im Bereich der beruflichen Fischerei wird esseit langem als Mangel angesehen, dass fischereiliche Aufgaben und Leistungenin einem krassen Missverhältnis zur öffentlichen Wahrnehmung stehen. Dies liegt schwerpunktmäßig daran, dass eine ganzheitliche Öffentlichkeitsarbeit durcheine in Sparten gegliederte Organisationsstruktur der Fischerei nicht bzw. nur unzureichend geleistet werden kann.
Ziel des gemeinschaftlichen Engagements zur Realisierung des HdF war und ist es somit, allen Interessen rund um die Themen Fisch und Fischerei eine gemeinsame Plattform zur Selbstvermarktung und -darstellung unter einem Dach zu geben.

Wie ist das Haus entstanden?
Angefangen hat alles 1991 mit der Überreichung einer alten Fischbrutkanne aus der ehemaligen "Staatlichen Fischzuchtanstalt Trier" an die Bezirksregierung Trier durch das damalige Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten. Um diese "Keimzelle" sammelte sich in den nächsten Jahren eine Vielzahl historischer Fischereigeräte, die 1994 am Rheinland-Pfalz-Tag in Wittlich zum ersten Mal in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert wurden.
Gestärkt durch die große Resonanz dieser und folgender Ausstellungen formierten sich die Verantwortlichen aus Teichwirtschaft ,Berufs-, und Angelfischerei Ende 1994 unter der Schirmherrschaft der damaligen Bezirksregierung Trier zum Träger- und Förderverein "Haus der Fischerei".
1995 wurde in der Mosel-Gemeinde Oberbillig ein idealer Standort für das HdF gefunden. Nach einer intensiven Planungsperiode erfolgte die Grundsteinlegung im Jahr 1998.

Wie sieht die Bilanz nach 5 Jahren aus?
Positiv. Zum aktuellen Zeitpunkt sind alle notwendigen Vorarbeiten abgeschlossen oder befinden sich in der Phase der endgültigen Fertigstellung. Vor diesem Hintergrund planen wir die offizielle Eröffnung für das HdF im Frühjahr 2001 mit Beginn der touristischen Saison an Mosel und Saar.
Selbstverständlich ist bei allen Beteiligten in dieser Phase die Spannung auf einem hohen Niveau. Nicht zuletzt aufgrund des schon heute großen Interesses, welches uns aus der Öffentlichkeit sowie durch die verschiedenen Interessenvertretungen entgegengebracht wird, sind wir jedoch überzeugt, dass die Eröffnung des HdF ein großer Erfolg wird. Das HdF wird in Rheinland-Pfalz eine wichtige Funktion der Fort- und Meinungsbildung auf dem Gebiet des naturverträglichen Umgangs mit unseren Gewässern erfüllen.

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