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Gaytaler Gespräche 2000: Die Zeit nutzen!
Gaytal

Beim ersten Mal ging es um "die Rolle des Geldes", beim zweiten Mal um "die Rolle der Arbeit" und beim dritten Mal um "die Rolle des Bodens". Drei Gaytaler Gespräche hat die Landeszentrale für Umweltaufklärung bereits in Zusammenarbeit mit dem Taurus-Institut an der Universität Trier und dem Gaytal Park Zentrum sowie mit Unterstützung aus Luxemburg und Belgien durchgeführt. Sie waren zunächst als Triade konzipiert und sollten dazu beitragen, Wege zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung auszuloten. Geld, Arbeit und Boden standen dabei als Themen stellvertretend für die drei Säulen zukunftsfähiger Entwicklung: Ökonomie, Soziales und Ökologie.

Auch im Jahr 2000 geht die Suche nach Wegen zu einer nachhaltige Regionalentwicklung weiter. Die vierten Gaytaler Gespräche verstehen sich dabei auch als Beitrag zur EXPO 2000, denn der Gaytal Park, Drehscheibe der Tagung und Namensspender, ist einer der acht rheinland-pfälzischen EXPO-Standorte. Mit Blick auf die EXPO mit ihrem Motto "Mensch, Natur, Technik" und mit Blick auf die runde Jahreszahl 2000 steht die Zeit zur Diskussion.

"Die Zeit nutzen", heißt das Thema der vierten Gaytaler Gespräche. Jeder erlebt das Vergehen von Gegenwart zu Vergangenheit sowie von erwarteter Zukunft zu Gegenwart anders. Entsprechend nuancenreich ist das Spektrum der Rezeption von Zeit, aber auch der Wechselwirkungen mit und Abhängigkeiten von der Zeit in Natur und Kultur, in der Gesellschaft, der Wirtschaft, und der Politik. Immer war und ist es wichtig, die Zeit zu nutzen. Im Kontext der Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung und damit einer der ganz großen Herausforderungen für die Zukunft erhält diese Notwendigkeit ein besonderes Gewicht.

Drei Arbeitsgruppen werden sich unter den Stichworten "gestern", "heute" und "morgen" zusammen finden. "Gestern" steht für die Suche nach Spuren, die bei der weiteren Entwicklung hilfreich sein können. "Heute" heißt: Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, welche Beispiele können zum Handeln ermutigen? Die Arbeitsgruppe "morgen" wird versuchen, Wünsche, Visionen und entsprechende Leitbilder zu formulieren.

Der Höhepunkt des ersten Tages wird, wie bisher, ein abendlicher Festvortrag im luxemburgischen Schloss Vianden sein. Nachdem in den vergangenen Jahren der Schriftsteller Carl Amery, Minister a.D. Erhard Eppler und Professor Klaus-Michael Meyer-Abich die Teilnehmer in ihren Bann gezogen haben, dürfen wir diesmal gespannt sein, welche Botschaft Professor Harald Lesch von der Universitätssternwarte München nach Vianden bringt. 

Die vierten Gaytaler Gespräche finden vom 4. bis 6. Mai 2000 im rheinland-pfälzischen Körperich und im luxemburgischen Vianden statt.

Wer sich für eine Teilnahme interessiert, wende sich bitte an die Landeszentrale für Umweltaufklärung, Postfach 3160, 55021 Mainz, Fax: 06131-164629,
lzu@umdenken.de.

 

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