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Die Handwerkskammer
Trier hat bundesweit als erste Kammer das Umweltmanagement nach der EG-Öko-Audit-Verordnung
eingeführt. Damit verfügt sie jetzt über ein integriertes Managementsystem,
denn bereits seit einigen Jahren gibt es dort ein Qualitätsmanagementsystem.
Bei der Öko-Audit-Zertifizierung wurden beide Systeme optimal aufeinander
abgestimmt und miteinander vernetzt.
Klare Zielvorgaben,
sauber abgegrenzte Verantwortungsbereiche und optimale Kommunikationsstrukturen
kennzeichnen die Einführung moderner Managementsysteme. Gewerbliche Produktionsbetriebe,
aber auch Verwaltungen und Dienstleistungsbetriebe können dadurch die
Effizienz ihrer Arbeitsweise verbessern, Reibungsverluste zwischen Abteilungen
abbauen und Leerlauf vermeiden. Mit der strikten Orientierung am Kunden
wird außerdem das Image nach außen verbessert.
Zertifizierte
Managementsysteme werden für die kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks
immer wichtiger. Das Handwerk der Region Trier ist europaweit führend
bei der Einführung solcher Systeme. Dazu hat die Betreuung durch die Handwerkskammer
Trier sicher beigetragen.
Mit dem Öko-Audit-System
ist die Kammer einen Schritt weiter gegangen. Das System soll dem Umweltschutz
in der Kammer selbst, darüber hinaus aber auch in Beratung, Information,
Aus-, Fort- und Weiterbildung von Handwerksbetrieben einen höheren Stellenwert
zuweisen. Das ist ein hoch gestecktes Ziel, wenn man bedenkt, dass das
Saar-Lor-Lux Umweltzentrum der Handwerkskammer schon jetzt jährlich etwa
20.000 Weiterbildungsstunden zu Umweltthemen vermittelt.
Im eigenen
Bereich strebt die Kammer an, den anfallenden Abfall zu reduzieren, noch
mehr Energie zu sparen und den Ressourcenverbrauch einzuschränken. Regelmäßige
Umweltschulungen sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren
und sensibilisieren, damit sie in die Lage versetzt werden, den von ihnen
erwarteten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Ihre Multiplikatorfunktion
hat die Kammer zunächst mit Informationsbroschüren wahrgenommen, die den
Betrieben zur Verfügung gestellt wurden. Bei dem Bemühen, auch den Auszubildenden
in der Region Umweltschutzgedanken zu unterbreiten, ist ein erster Schritt
gelungen: Im Rahmen einer Kooperation mit der Schreiner-Innung Trier-Saarburg
wurde ein Ausbildungsleitfaden zum Thema "Umweltschutz" entwickelt. Der
Leitfaden wurde allen Ausbildungsbetrieben des Schreinerhandwerks zugänglich
gemacht.
Ihre Hauptaufgabe
sieht die Kammer darin, die Mitgliedsbetriebe dabei zu unterstützen, integrierte
Managementsysteme einzuführen sowie neue Produkte, neue Verfahren und
Dienstleistungen im Interesse des Umweltschutzes in das Betriebsgeschehen
zu integrieren. Einiges ist in dieser Hinsicht bereits geschehen. Hierzu
gehört die Teilnahme an einem EU-weiten Projekt, das die Handwerksbetriebe
der Bau- und Ausbaubranchen anregen soll, verstärkt heimische Hölzer zu
verwenden und neue Einsatzbereiche dafür zu erschließen. Ein weiteres
Projekt zielt darauf, Handwerksbetriebe in ein Netzwerk zur Sanierung
schadstoffbelasteter Häuser einzubinden. Darüber hinaus wurden mehrere
Lehrgänge aufgebaut, die es den Betrieben ermöglichen, ihren Kunden innovative
Beratungen im Umweltbereich zu bieten. Mitarbeiter können sich beispielsweise
zum Gebäude-Energieberater, Solarteur, Umweltschutzfachwirt, zur Umweltfachkraft
für das Kfz-Handwerk oder zur Umweltfachkraft im Tischler-, SHK- und Malerhandwerk
weiterbilden lassen.

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