Neuerburg

Verbandsgemeinde, LK Bitburg-Prüm

10723 Einwohner


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Bitburg-Prüm

Ansprechpartner(in)

Alexander Schaal

Verbandsgemeindeverwaltung
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Fax 06564-69260
E-Mail Schaal.Alexander@vg-neuerburg.de

Wir beschäftigen uns
mit Lokaler Agenda 21
Die Aufstellung der
Lokalen Agenda 21
wurde beschlossen im März 1998
Die Lokale Agenda 21
wurde verabschiedet

Aktivitäten zur Lokalen Agenda 21

Der Verbandsgemeinderat hat in seiner Sitzung vom 26.03.1998 beschlossen, bei der Umsetzung der nachfolgend genannten Maßnahmen die Ziele der Lokalen Agenda 21 einfließen zu lassen.

  1. Gaytal Park in Köperich-Oberseggen:
    Der Gaytal Park ist eines der größten solaren Umweltzentren Deutschlands, das weitgehend mit regenerativen Energien betrieben wird. Das Zentrum orientiert sich am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21. Der Gaytal Park ist als außerschulischer Umwelterziehungsort in Rheinland-Pfalz anerkannt und war auch während der EXPO 2000 als weltweites dezentrales rheinland-pfälzisches Projekt uneingeschränkt anerkannt.
    Mit interessanten und abwechslungsreichen Veranstaltungs- und Programmangeboten werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichsam angesprochen.
    Stellvertretend für die vielen Veranstaltungen und Programme nennen wir folgende:
    • Im Rahmen des Schulprogrammes 2000 wurde das Thema regenerative Energien altersgruppengerecht und fächerübergreifend aufbereitet. Für die didaktische Vor- und Nachbereitung im Unterricht wurden Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt.
      Methodisch variierten die Angebote je nach Altersstufe vom spielerischen „Natur erleben über alle Sinne“, über „Messen, forschen, ausprobieren“ bis zum „Erfassen komplexer Systeme“. Dabei standen Teamarbeit, soziales Lernen und Freude im Umgang mit den Kräften der Natur im Vordergrund.
    • Gaytaler Gespräche:
      Veranstalter der Gaytaler Gespräche ist die Landeszentrale für Umweltaufklärung Mainz; Die Organisationsleitung ist dem Taurus-Institut der Universität Trier übertragen.
      Die Gaytaler Gespräche fanden beispielsweise im Mai 2000 unter dem Thema „Die Rolle der Zeit“ statt sowie im Mai 2001 unter dem Motto „Nachhaltige Regionalentwicklung – am Anfang oder am Ende?“

  2. Regionales Entwicklungskonzept für die Region Trier (REK):
    Im gemeinsamen Rundschreiben vom 25.11.1995 hatten Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium zur Erstellung von regionalen Entwicklungskonzepten in Rheinland-Pfalz aufgerufen.
    Durch die Projektgruppe „Regionales Entwicklungskonzept für die Region Trier“ (Geschäftsstelle bei der Bezirksregierung Trier) wurde der Entwurf eines regionalen Entwicklungskonzeptes für die Region Trier erstellt. Die Zielsetzung des REK besteht in erster Linie darin, in einem Handlungskonzept einen Katalog von Maßnahmen zusammenzustellen, die auf Grund ihrer herausgehobenen Bedeutung für die Gesamtentwicklung der Region eine prioritäre Umsetzung erfahren sollten.
    Dieses Konzept wurde mit Schreiben vom 23.06.1999 der Landesregierung vorgelegt.
  3. Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP):
    Zur nachhaltigen ländliche Entwicklung in der VG Neuerburg ist die Bildung eines regionalen Entwicklungsschwerpunktes für Teile der VG Neuerburg vorgesehen. Mit der Bildung eines solchen Entwicklungsschwerpunktes für einen strukturschwachen und benachteiligten ländlichen Raum wird, basierend auf einem integriertem Konzept, die Grundlage für eine Bündelung von Fördermaßnahmen geschaffen. Dies entspricht dem 10 Punkte-Programm für die zukünftige europäische Politik für die ländliche Entwicklung, das im November 1996 mit der „Erklärung von Cork“ verabschiedet worden ist. Als wesentliche Voraussetzung zur Bildung eines regionalen Entwicklungsschwerpunktes im ländlichen Raum wird in Rheinland-Pfalz von der Landesregierung die Durchführung einer „agrarstrukturellen Entwicklungsplanung“ gefordert. Diese agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (nach der Verwaltungsschriftvorschrift des Ministeriums für Wirtschaftsverkehr, Landwirtschaft und Weinbau vom 29.10.1996) dient zunächst als Entscheidungshilfe für den effizienten mit anderen Bereichen abgestimmten Einsatz von Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur. Darüber hinaus hat sie Konfliktbereiche, Entwicklungsmöglichkeiten und Entscheidungsbedarf in der Agrarstruktur im Gebiet der VG Neuerburg (Untersuchungsgebiet) aufzuzeigen und Leitbilder sowie bei Bedarf Landnutzungskonzeption zu entwickeln. Sie umfasst weiterhin konkrete Vorschläge für Handlungskonzepte und umsetzbare Maßnahmen einschließlich der erforderlichen Bodenordnungsmaßnahmen mit Hinweisen zur Verfahrensart und zum Zeitpunkt der sinnvollen Durchführung. In Abhängigkeit von einem noch abzustimmenden Leistungsbildes könnte die agrarstrukturelle Entwicklungsplanung auf der Grundlage und in Anknüpfung mit dem Landschaftsplan und der Bauleitplanung der VG die folgenden fachlichen Leitbilder entwickeln:
    • Landwirtschaft (Agrarstruktur und Bodenordnungsbedarf)
    • Naturhaushalt und Landschaftsbild
    • Forstwirtschaft
    • Wasserwirtschaft (Aktion „Blau“)
    • Tourismus
    • Kommunalentwicklung
    • Dorferneuerung
    sowie über eine Analyse der Nutzungskonflikte die erforderlichen Landnutzungskonzepte darstellen. Unter Mitwirkung der Öffentlichkeit werden Maßnahmenkonzepte mit Angaben und Vorschlägen zu den Umsetzungsmöglichkeiten zum Zeitrahmen, den voraussichtlichen Kosten und Trägern der Maßnahmen aufgestellt und damit ein konkreter Handlungsrahmen für die Entwicklung der VG auf den verschiedensten Gebieten gegeben. Für eine Anerkennung der VG Neuerburg als zukünftiger, ländlicher Entwicklungsschwerpunkt sprechen neben der besonders ausgeprägten und überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Bedeutung der Landwirtschaft weitere Punkte:
    • die Lage im Grenzbereich zu den Nachbarländern Belgien und Luxemburg
    • die Lage im Naturpark
    • die natürlichen Nachteile durch die Topographie des Landschaftsraumes
    • die besonderen Strukturschwächen in der wirtschaftlichen und finanziellen Ausstattung des Gebietes der VG
    Der Verbandsgemeinderat hat in seiner Sitzung vom 26.03.1998 beschlossen, die Anerkennung als räumlicher Entwicklungsschwerpunkt und die hierzu notwendige Durchführung der agrarstrukturellen Entwicklungsplanung zu beantragen.
    Als Grundlage für die Erstellung der AEP wurde die Fortschreibung des Landschaftsplanes beschlossen und in der Verbandsgemeinderatssitzung vom 25.10.2001 die erforderlichen Planungsleistungen vergeben. In einem Koordinierungsgespräch Ende Januar 2002 zwischen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier und der Verbandsgemeindeverwaltung Neuerburg wird das weitere Vorgehen festgelegt.
    Im Rahmen der vorgenannten Maßnahmen sollen Vertreter aus Landwirtschaft, gewerblicher Wirtschaft, Fremdenverkehr, Verwaltung und die BürgerInnen der VG Neuerburg beteiligt werden. Im Rahmen der Durchführung der AEP ist der Einsatz eines Moderators vorgesehen.

Publikationen über den kommunalen Agenda-Prozess sind bisher nicht vorgesehen.

Website zum Agendaprozeß: http://www.vg-neuerburg.de

Letzte Änderung: 2002-01-20