Trier

Kreisfreie Stadt

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Trier

Ansprechpartner(in)

Dr. Johannes Weinand
Amtsleiter Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Stadtverwaltung
Saarstr. 2
54290 Trier
Tel. 0651/718-1120
Fax 0651/718-1128
E-Mail Johannes.Weinand@trier.de

Ansprechpartner(in)

Dipl. Geographin Charlotte Kleinwächter
Leiterin der Geschäftsstelle des LA 21 e.V.
LA 21 Trier e.V. - Geschäftsstelle
Palaststraße 13
54290 Trier
Tel. 0651-9917752
Fax 0651-99189224
E-Mail info@la21-trier.de

Wir beschäftigen uns
mit Lokaler Agenda 21
Die Aufstellung der
Lokalen Agenda 21
wurde beschlossen im Dezember 1998
Die Lokale Agenda 21
wurde verabschiedet

Aktivitäten zur Lokalen Agenda 21

Wie ist der Agenda-Prozess organisiert/strukturiert? Historie?

1992 begann in Trier im Rahmen des Stadtmarketings „Zukunft Trier 2020“ ein umfassender Diskussionsprozess über die zukünftige Entwicklung der Stadt. Ca. 120 BürgerInnen und Institutionen erarbeiteten das Trierer Stadtmarketing-Konzept, das 1995 dem Stadtrat vorgelegt wurde. Es ging vor allem darum, Entwicklungsschwerpunkte herauszuarbeiten und die langfristige Perspektive „Trier 2020“ zu betrachten. Als Ergebnis des Diskussionsprozesses wurden Leitlinien, Zielsetzungen und konkrete Maßnahmen vereinbart.
Es sind zahlreiche nachhaltige Projekte aus dem Stadtmarketing-Prozess hervorgegangen, z.B.:
Güterverkehrszentrum Trier, Güterverkehrskonzept, Bürgerleitbild „Tourismus“ oder die Erarbeitung von Stadtteilrahmenplänen für alle Trierer Stadtteile. Aktivitäten, die die Lokale Agenda 21 fordert, für die jedoch zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht das Etikett „Lokale Agenda 21“ verwendet wurde.

Im Juni 1998 fand ein ganztägiger Workshop mit allen Interessensvertretern der Stadt zum Thema „Stadtmarketing und Lokale Agenda 21“ statt. Dort bildete sich eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Hochschulen, Kammern, Kirchen und Gewerkschaften, Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadtratsfraktionen, des Initiativkreis Zukunftsfähiges Trier (IZT) sowie des Trier-Forums und der Frauenbeauftragten, die den Stadtratsbeschluss gemeinsam vorbereiteten.

Am 16.12.1998 wurde in der Stadt Trier der Stadtratsbeschluss zur Aufstellung einer Lokalen Agenda 21 verabschiedet.
Am 24.06.1999 fand die konstituierende Sitzung des „Lokale Agenda 21 Trier e.V.“ statt. Er verfolgt in seiner Satzung die Zielsetzung, das Aktionsprogramm Agenda 21 in Stadt und Region Trier umzusetzen.
Seit dem 01.02.2000 beschäftigt der Lokale Agenda 21 Trier e.V. eine akademische Vollzeitkraft (ABM) sowie eine halbtagsbeschäftigte Verwaltungsfachkraft (ABM). Die beiden Kräfte werden ab 01.02.2002 in feste Beschäftigungsverhältnisse übernommen. Neue ABM-Stellen werden derzeit zusätzlich beantragt.

Zwischen Stadt und Verein besteht eine enge Zusammenarbeit. Die Stadt wirkt aktiv im LA 21-Verein mit und finanziert ihn paritätisch mit. Zielsetzung und Arbeitsprogramm werden mit der Stadt Trier abgestimmt.

Der Rat entschied 1998, dass die Organisationsplattform des Stadtmarketings „Zukunft Trier 2020“ für den Prozess der Lokalen Agenda 21 genutzt werden soll (vgl. Drucksache 293/98). Ziel ist es, die beiden Ansätze in einem Prozess zu verknüpfen.
Das Stadtmarketing-Konzept wird derzeit mit Hilfe eines externen Moderators fortgeschrieben.
Der Lokale Agenda 21 Trier e.V. ist in den Stadtmarketing-Arbeitsgruppen und in der Projektgruppe vertreten. Das Nachhaltigkeitsprinzip soll in allen Entwicklungsbereichen berücksichtigt werden.

Als verwaltungsexterner Stelle obliegen dem Lokale Agenda 21 Trier e.V. insbesondere folgende Aufgaben:

  • Eine Verbindung zwischen städtischer und regionaler Entwicklung herstellen,
  • unabhängig von den kommunalpolitischen und verwaltungsinternen Strukturen eine Beteiligung der Bevölkerung an einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung sicherstellen,
  • der Bevölkerung als unabhängige Informationsstelle dienen,
  • städtische Projekte nach den Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung bewerten und den städtischen Gremien entsprechende Empfehlungen geben (hierzu ist eine institutionelle Unabhängigkeit erforderlich),
  • Initiativen, die aus der Bevölkerung kommen, Unterstützung und Hilfestellung gewähren,
  • bei strittigen Fragen der Stadt- und Regionalentwicklung Bindeglied zwischen Bevölkerung und Kommunalverwaltung bzw. regionaler Ebene sein,
  • durch eigene Projekte eine nachhaltige Entwicklung in der Stadt und der Region voranbringen.

Wer ist beteiligt?

Als Mitglieder des LA 21 e.V. sind folgende Gruppen und Institutionen aktiv in den Agenda-Prozess der Stadt Trier eingebunden:

  • Stadtverwaltung Trier
  • Fraktionen des Stadtrats
  • Frauenbeauftragte
  • Umweltberatung
  • Ausländerbeirat
  • Industrie- und Handelskammer
  • Handwerkskammer
  • Sparkasse Trier
  • Deutscher Gewerkschaftsbund
  • Hochschulen und Bildungseinrichtungen
  • Die Kirchen
  • Initiativgruppen
  • BürgerInnen

Mit welchen Themen beschäftigen wir uns im Rahmen des Lokale Agenda 21 Prozesses?

  • Stadtverwaltung Trier- Amt für Stadtentwicklung und Statistik/Umweltberatung:

    • Stadtmarketing-/Stadtentwicklungskonzept „Zukunft Trier 2020“
    • Stadtverträglicher Güterverkehr (GVZ/Schienengüterverkehr und Stadtlogistik)
    • Ökologisches und energieeffizientes Bauen und Sanieren
    • Gründung eines Passivhaus-Forums
    • Errichtung eines grenzüberschreitenden Kompetenzzentrums Holz
    • Mitgestalten einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung
    • Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien (u.a. Sonne, Holzpellets)
    • Projektorientierte Umsetzungen im Rahmen des Klimabündnisses, Aufbau von überregionalen Netzwerken
    • Trierer Energie Touren und Öffentlichkeitsarbeit
    • Entwicklung von Indikatoren zur Messung von Nachhaltigkeit
    • "Trierer Initiative Pellets" (TIP)
      Verbreitung der Pellets-Nutzung und Beginn der Herstellung von "Moselpellets" in Trier; Infos auch unter www.trier.de/umweltberatung
  • Lokale Agenda 21 e.V.:

    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Unterstützung und/oder Initiierung der Bevölkerungsbeteiligung im stadtplanerischen Bereich (Stadtteilrahmenpläne, Plätze-Gestaltung in Trier u.ä.)
    • Projektbearbeitung (z.B. Ökologisches Bauen, energetisches Sanieren, Bürgerbeteiligung)
    • Projekt- und Fördergelderakquisition (z.B. UBA, EU)
    • Netzwerkbildung
    • Regelmäßige Workshops zur LA 21-Prozessberatung (seit 2000)
    • AK „Car-Sharing“
    • Internationales Kolloquium “Nachhaltige Entwicklung: Raum für Demokratie und Beteiligung der BürgerInnen” (Juni 2001) sowie gleichlautende Broschüre
    • Mitgestaltung eines Projekttages zur Lehrerfortbildung am Auguste-Victoria-Gymnasium, das in das BLK-Programm „Agenda 21“ eingebunden ist
    • Agenda-Wochen 2002 (parallel zum Johannesburg-Gipfel)
    • AK Bildung
    • Fortbildungsveranstaltungen für LehrerInnen und ErzieherInnen
    • Agenda-Preis 2003 "Zukunft macht Schule"
    • Agenda-Stammtisch
    • Agenda-Kino
    • Beteiligung an der EQUAL-Projektpartnerschaft "Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Problemgruppen im Handwerk"

Welche Projekte waren/sind besonders erfolgreich?

  • Agenda-Wochen 2002
  • Fortbildungsveranstaltungen für LehrerInnen und ErzieherInnen
  • Agenda-Preis 2003 "Zukunft macht Schule"
  • Agenda-Kino
  • Pressearbeit
  • Bürgergutachten „Stadtteilrahmenpläne“:
    In den 19 Trierer Stadtteilen sind die BürgerInnen aufgerufen, die zukünftigen Entwicklungschancen für ihren Stadtteil aufzuzeigen. Die Ergebnisse werden mit Unterstützung der Verwaltung im sog. Bürgergutachten aufgearbeitet und umfassend dokumentiert. Im Amt für Stadtentwicklung sind 1,5 Stellen für das Bürgerbeteiligungsverfahren eingerichtet. Auf der Grundlage des Bürgergutachtens werden Stadtteilrahmenpläne erstellt.
  • Gründung des Vereins „Solarverein e.V.“:
    Verein zur Förderung erneuerbarer Energien in der Region Trier - über 5.000 qm Solaranlagen wurden bisher gebaut.
    (Initiative: Amt für Stadtentwicklung und Statistik; Abteilung Umwelt, www.trier.de/umweltberatung, Ansprechpartner: Johannes Hill, oder www.solarverein-trier.de)
  • Trierer Energie Touren (seit März 1999):
    Monatliche Busexkursionen für Bauherren, Handwerker und Architekten – Bauen und Sanieren unter energetischen und ökologischen Gesichtspunkten, von über 1000 Teilnehmern besucht und ausgezeichnet mit dem PR-Preis Klimaschutz (Sieger im Bundeswettbewerb)
    (Initiative und Durchführung: Umweltberatung im Amt für Stadtentwicklung; Ansprechpartner: Johannes Hill)
  • CD-ROM "Ökologisches Planen und Bauen"
    (Amt für Stadtentwicklung und Statistik; Abteilung Umwelt, www.trier.de/umweltberatung, Ansprechpartner: Johannes Hill)
  • Tauschnetz Trier:
    Auf Initiative des IZT e.V. wurde 1998 das Tauschnetz Trier gegründet, das mittlerweile ein eigenständiger Verein mit rund 100 Mitgliedern ist. Die Mitglieder können Waren oder Dienstleistungen anbieten bzw. in Anspruch nehmen, wobei als Verrechnungseinheit der „Trever“ gilt.
    (Initiative Zukunftsfähiges Trier- e. V - IZT; Ansprechpartner: Wolfgang Schmitt)
  • Organisation der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Planungen zur Umgestaltung eines innerstädtischen Platzes:
    Sukzessive werden in Trier die innerstädtischen Plätze neu gestaltet, wobei das Baudezernat Vorplanungen für die Plätze beauftragt hat. Beim Kornmarkt, dem Platz der als nächster umgestaltet werden soll, hatte die Bevölkerung erstmals die Gelegenheit, nennenswerten Einfluss auf die Planungsziele zu nehmen. In Zusammenarbeit mit dem Baudezernat veranstaltete der LA 21 e.V. im August 2000 ein Fest, auf dem neben umfassenden Informationsangeboten zu bereits vorhandenen Planungen eine Umfrage durchgeführt wurde. Die anwesenden BürgerInnen konnten sich dazu äußern, welche Funktionen und Gestaltungselemente Ihnen für den Kornmarkt wichtig sind. Die Ergebnisse der Umfrage hat der LA 21 e.V. ausgewertet und dem Baudezernat schriftlich vorgelegt. Sie flossen in den weiteren Diskussionsprozess mit ein.
  • Aufbau des „LAUNE-Netzwerkes“ (Lokale Agenda 21 – Unternehmung: Netzwerk)
    Seit der Aufnahme des Geschäftsbetriebes befasst sich der LA 21 e.V. mit dem Aufbau eines Netzwerkes, in das alle in das Konzept der Nachhaltigkeit passenden Aktivitäten und Projekte einfließen. Mit dem Netzwerk verfolgt der Verein das Ziel, gemeinsame Projekte der beteiligten Gruppen zu realisieren, um auf diese Weise die nachhaltige Entwicklung der Region zu fördern. Vorteile für die Netzwerk-Mitglieder sind in der Unterstützung ihrer eigenen Arbeit durch neue Partner sowie in möglicher Öffentlichkeitswirksamkeit zu sehen. Im August 2001 wurde das Netzwerk als kommentierte Adressliste erstmals veröffentlicht.
    Seit November 2001 finden Netzwerk-Treffen statt.
    (Broschüre und Homepage des Vereins: www.la21-trier.de).

Gibt es eine Erfolgskontrolle bei der Umsetzung der LA 21?

Zur Erfolgskontrolle sollen Nachhaltigkeitsindikatoren zur Messung der nachhaltigen Entwicklung eingesetzt werden. Zur Zeit wird geprüft, welche Nachhaltigkeitsindikatorensystem in der Stadt Trier angewendet werden kann.


Website zum Agendaprozeß: http://www.la21-trier.de

Letzte Änderung: 2004-03-03