Bingen

Verbandsfreie Gemeinde, LK Mainz-Bingen

25000 Einwohner


Burg Klopp
55411 Bingen
Tel. 06721-1840
Fax 06721-184170
http://www.bingen.de

Mainz-Bingen

Ansprechpartner(in)

Michael Kloos
Agenda-Koordinator
Stadtverwaltung
Burg Klopp
55411 Bingen
Tel. 06721-184128
Fax 06721-184170
E-Mail michael.kloos@bingen.de

Wir beschäftigen uns
mit Lokaler Agenda 21
Die Aufstellung der
Lokalen Agenda 21
wurde beschlossen im Mai 1998
Die Lokale Agenda 21
wurde verabschiedet im Juli 2004

Aktivitäten zur Lokalen Agenda 21

Wie ist der Prozess organisiert/strukturiert? Wer ist beteiligt?

  • 1998 bis 4/2000:
    • Monatliche Treffen im Vorbereitungsteam, in kürzeren Zeitabständen Treffen der AG´s (AG Auftaktveranstaltung, AG Kommunikation, Kleinteam)
    • Ca. 15 regelmäßige Teilnehmer (interessierte BürgerInnen, Vertreter von Kirche, Parteien/Fraktionen, Umweltschutzverbänden, Dritte Welt-Initiativen, Stadtverwaltung sowie Fachhochschule)
  • Seit 4/2000:
    • Agendakreis mit Vertretern der Stadtverwaltung, FH Bingen, je 2 Vertreter der Arbeitskreise, Vertreter der Fraktionen/Parteien, Verantwortlicher für Pressearbeit
      Aufgabe:
      Koordination zwischen Arbeitskreisen, Erarbeitung übergeordneter Ziele und Leitbilder, Kontaktstelle zwischen Arbeitskreisen und Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
    • Vier thematische Arbeitskreise
    • Zum Umgang mit Beschlussvorlagen wurde vom Stadtrat bereits eine Dialogvereinbarung beschlossen
Die Arbeitskreise werden teilweise durch externe Moderatoren geleitet.

Mit welchen Themen beschäftigen wir uns im Rahmen des Lokale Agenda 21 Prozesses?

Während der Auftaktveranstaltung wurden die Hauptthemen ausgewählt. Seit Mai 2000 sind entsprechend der Themen folgende Arbeitskreise aktiv:

  • AK "Zusammenleben in bunter Vielfalt":
    Integration von Ausländern, Frauen, Jugendliche, ältere Menschen, Nachbarschaftshilfe, Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung von Kindergartenkinder
  • AK "Verkehr":
    ÖPNV, Verkehrssteuerung, Radwege in Bingen, Fernradwege, Car-Sharing
  • AK "Nachhaltige Wirtschaftsförderung":
    Stadt als Vorbild (BIN Fair Kaffee), Markt - regionale Produkte, Wirtschaftsforum
  • AK "Energie":
    Energieberatung, -einsparung
Von allen Arbeitskreisen werden außerdem Leitbilder und Maßnahmenvorschläge erstellt, die nach Abstimmung mit dem Stadtrat in der Agenda 21 festgeschrieben werden.
Die Koordination der Arbeitskreise erfolgt durch die Umweltabteilung der Stadtverwaltung.

Welche Projekte sind bisher aus dem Agenda-Prozess hervorgegangen?

  • AK Wirtschaft

    • BIN Fair Kaffee:
      Fair gehandelter Kaffee wurde im März 2001 in vielen Binger Einzelhandelsläden und Kaufhäusern eingeführt. Dieses Projekt fand auf Initiative des Weltladens Bingen statt und wurde vom AK Nachhaltige Wirtschaftsförderung umgesetzt. Der Name wurde im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt. Es lässt sich eine positive Bilanz ziehen: Allein der Weltladen Bingen hat zu Beginn innerhalb von zwei Monaten so viel Kaffee verkauft wie sonst in einem Jahr.
    • Flotte Karotte - das Binger Marktmobil
      ...ist ein ganz typisches Agendaprojekt. In Zusammenarbeit mit dem „bap servicecenter des Caritasverbandes Mainz e.V.“. wurde dieses Projekt initiiert.
      „Die Flotte Karotte“ bietet auf dem Binger Wochenmarkt und in fast allen Binger Stadtteilen ökologische, regionale, saisonale und fair gehandelte Produkte zu festen Zeiten und an festgelegten Standorten an.
      Die Kooperation eines Eingliederungsbetriebes für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger („bap servicecenter“) mit einer lokalen Agendagruppe verknüpft die vier Grunddimensionen einer nachhaltigen Entwicklung (Ökologie, Ökonomie, soziale und weltweite Gerechtigkeit) in idealer Weise miteinander.
      Die Flotte Karotte wurde mit dem Umweltpreis des Landkreises Mainz-Bingen 2003 ausgezeichnet.
  • AK Verkehr

    • AK „Mit dem Rad in die Stadt“
      Unter diesem Motto hatte der Arbeitskreis Verkehr im Juli 2001 zu einer Radtour durch die Binger Innenstadt eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Bingen und interessierten BürgerInnen wurden kritische Punkte angefahren, die für Radfahrer und Fußgänger gefährlich sind und Verbesserungsvorschläge erarbeitet.
  • AK Zusammenleben

    • Internationaler Kochkurs:
      Über 40 TeilnehmerInnen fanden sich zum ersten Internationalen Kochkurs des AK Zusammenleben in bunter Vielfalt im April 2001 ein. Vier Gerichte aus verschiedenen Nationen wurden gemeinsam zubereitet. Durch den großen Erfolg findet die Veranstaltung nun jährlich statt.
    • Präsentation des AK beim Internationalen Begegnungsfest des Internationalen Freundeskreises am 13. Juli 2003
    • Hausaufgabenbetreuung für GrundschülerInnen nichtdeutschsprachiger Herkunft an der Grundschule Bingen-Stadt beginnt nach den Herbstferien 2003
    • Sprachförderung deutscher und ausländischer Kindergartenkinder;
      Auf Initiative des AK wurde die Notwendigkeit des Themas erkannt und mit VertreterInnen aller Einrichtungen in Bingen und der Verwaltung diskutiert
      . Dadurch wird die über ein Start-Sponsoring gestartete Sprachförderung an der Binger Grundschule fortgesetzt
    • Zukunftswerkstatt „Frauen in Bingen“ in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten
  • AK Energie
    • Binger Energiespartage am 25. und 26. Oktober 2003
      Aufgrund der Heizungserneuerungspflicht bis spätestens 01. November 2004 wurden die Binger Energiespartage durchgeführt. Neben Fachberatungen wurden auch Kurzvorträge angeboten.
    • Energiespartipps
      Die Serie wird 14-tägig in den Binger Wochenzeitungen veröffentlicht.
Außerdem wurde mit den Arbeitskreisen das erarbeitete Konzept zur Durchführung der Landesgartenschau 2008, für die sich die Stadt Bingen bewirbt, diskutiert.

Welche Öffentlichkeitsarbeit betreiben wir? Gibt es Publikationen ?

  • Vorbereitungsphase (bis April 2000):
    Pressemitteilungen, Infoveranstaltungen, Ausstellungen, Dia-Vorträge, Einbindung in die Ferienprogramme der Stadtjugendpflege, Faltblätter: „Was Sie schon immer wissen wollten“, „Fairer Handel“, „Fotowettbewerb Lebensräume-Lebensträume“, „Wirtschaft - Partner der lokalen Agenda 21“, Einladung zur Auftaktveranstaltung)
  • Hauptphase (seit April 2000):
    Pressemitteilungen, Dokumentation zur Auftaktveranstaltung am 9. April 2000, Flyer zu konkreten Projekten (BIN FairKaffee, Flotte Karotte, Energiespartipps, Binger Energiespartage, Kochen ohne Grenzen, Zukunftswerkstatt „Frauen in Bingen“)

Was planen wir für die nähere Zukunft?

    • Verabschiedung des Leitbildes
    • Initiierung eines Car-Sharing für Bingen
    • Erstellung eines Kinderstadtbuches
    • Projektierung Internationale Gärten
    • Vortragsreihe „Energie“ bei der VHS
    • Erstellung eines second-hand-Führers
    • Erstellen von Indikatoren
  • Fortsetzung des Konsultationsprozesses:
    Gemäß dem Auftrag der Agenda 21 und der Kommune, in einen Konsultationsprozess mit ihren Bürgern zu treten, fanden und finden Gespräche mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen statt. Es wurden bereits zahlreiche Gesprächsrunden durchgeführt und auch durch die Arbeitskreise Kontakte zu verschiedenen Institutionen geknüpft. Als Beispiele seien genannt der Welt-Laden Bingen, die Transferstelle Bingen, dem Verein Bingen Unternehmen Zukunft, der Rotary- und der Lins-Club Bingen, Wirtschaftsvertreter, die VHS und viele mehr.
  • Institutionalisierung der Agenda 21 in Bingen:
    Seit 3 Jahren führen die Agenda-Aktiven ihre Projektarbeit durch und versuchen auf diesem Weg, das Interesse ihrer Mitmenschen für die Umwelt im weitesten Sinne zu wecken - sei es durch den BIN Fair Kaffee, die Flotte Karotte, internationale Kochkurse, die Radtour oder Präsenz, z.B. bei der Binger Messe oder dem Internationalen Begegnungsfest.
    Parallel zu den Projekten muss der Agenda-Prozess institutionalisiert werden. Dabei spielt die Verwaltung eine zentrale Rolle. Die Agenda 21 ist keine Aneinanderreihung von Einzelprojekten, sondern soll in den alltäglichen Arbeitsablauf integriert werden.

Gibt es eine Erfolgskontrolle bei der Umsetzung der Lokalen Agenda 21?

Eine Erfolgskontrolle gibt es projektbezogen, z.B. Mengen an verkauftem BIN Fair Kaffee, Resonanz/Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen.
Eine Erfolgskontrolle mit Hilfe von Indikatoren ist angedacht.

Website zum Agendaprozeß: http://www.bingen.de/agenda/index.php

Letzte Änderung: 2004-08-03