Friedelsheim

LK Bad Dürkheim, VG Wachenheim

1600 Einwohner


Waltershöhe 13
67159 Friedelsheim
Tel. 06322-64528
http://www.friedelsheim.de/start.htm

Bad Dürkheim

Ansprechpartner(in)

Dr. Norbert Müller
Umweltbeauftragter, Koordinator Lokale Agenda 21

Maximilianstraße 23
67159 Friedelsheim
Tel. 06322-63123
E-Mail KaNo.Mueller@t-online.de

Ansprechpartner(in)

Walter Hafner
Ortsbürgermeister

Waltershöhe 13
67159 Friedelsheim
Tel. 06322-64528
E-Mail Buergermeister.Friedelsheim@t-online.de

Wir beschäftigen uns
mit Lokaler Agenda 21
Die Aufstellung der
Lokalen Agenda 21
wurde beschlossen im September 2000
Die Lokale Agenda 21
wurde verabschiedet im Oktober 2005

Aktivitäten zur Lokalen Agenda 21

Wie ist der Agenda-Prozess organisiert? Historie?

Der Agenda-Prozess wird in Friedelsheim durch Hr. Dr. Norbert Müller koordiniert.

Initiative und Einrichtung der Lokalen Agenda 21

  • 11/97: Vorschlag an Verbandsbürgermeister Huter und Bürgermeister Vielhauer zur Durchführung eines LA 21-Projektes in Friedelsheim.
  • 1-3/98: Zwei Informationsveranstaltungen des Gemeinderates zur Thematik Agenda 21.
  • 3/99: Besuch des Kongresses "Nachhaltige Entwicklung in den Kommunen" in Leipzig.
  • 5-8/99: Abwicklung eines Teilprojektes zum Hochwasserschutz "Schutz des Schwabenbachhalle".
    Teilnehmer: Vertreter des Ortsgemeinderates Friedelsheim, Verwaltung VG-Wachenheim, TUS-Friedelsheim, Planungsingenieur, Sachverständige.
    Umsetzung des Projektergebnisses vermutlich erst im Rahmen der Gesamtmaßnahme Hochwasserschutz.
  • 9-10/2000: Einstimmiger Beschluss des Ortsgemeinderates zu LA 21 in Friedelsheim. (Gemeinderatssitzung am 19.09.2000)
    Themenfindung im Rahmen einer Ratssitzung (Metaplantechnik).
    Aus 19 Themen wurden Dorfentwicklung & Verkehr sowie Energie & Energiesparmaßnahmen als wichtigste Projekte angesehen.
    Auftrag zum Start eines LA 21-Projektes im Sinne des Ratsbeschlusses.
  • 11/2000: Einführungsabend mit ca. 20 TeilnehmerInnen nach Aufruf im Amtsblatt.
    Vorbereitung einer Umfrage zu den von den Einwohnern bevorzugten Themen.
    Imageanalyse.
  • 1-2/2001: Durchführung einer repräsentativen Umfrage (31% der Familien in Friedelsheim wurden erfasst) mit 27 Fragen nach Befindlichkeit und Wünschen.
    Ergebnis: 54% fühlen sich in Friedelsheim sehr wohl, 40% gut, 5% weniger gut, 0,5% möchten wegziehen.
    Über 200 eigene Anregungen der Befragten und von vielen zusätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit beim LA 21-Prozess.
  • 2/2001: Flugblattaktion/Einladung zur Präsentation der Umfrageergebnisse.
  • 3/2001: Präsentation der Umfrageergebnisse in der Schwabenbachhalle mit Diskussion (ca. 75 Teilnehmer).
  • 4-6/2001: Kontakte mit den Nachbargemeinden Bad Dürkheim, Niederkirchen und Gönnheim
  • 4/2001: Bildung von vier Arbeitskreisen, die konkrete Ziele und realisierbare Projekte in einem überschaubaren Rahmen im Sinne der Lokalen Agenda 21 verfolgen:
    • AK Jugend und Soziales (ca. 10 Mitglieder)
    • AK Ortsgestaltung (ca. 12 Mitglieder)
    • AK Ressourcen und Projekte (ca. 6 Mitglieder)
    • AK Verkehr (ca. 7 Mitglieder)
  • 2002/2003: Spezifische Nachhaltigkeitsindikatoren wurden im Rahmen des Projektes Friedelsheim 2020 auf Basis „Zukunftsfähige Kommune“ der deutschen Umwelthilfe für den Ort Friedelsheim ermittelt. http://www.friedelsheim.de/agenda21/wissenswertes

Öffentlichkeitsarbeit und Koordination der Agenda 21

  • 2001:
    Umfrage, Auswertung der Ergebnisse, Präsentation, Einrichtung der AK, Auftritt beim Dorfgemeinschaftsabend.
  • 2002:
    Jahrestreffen aller ständigen Teilnehmer.
    Vorbereitung und Erstellung einer Broschüre für den Wettbewerb: „... unser Dorf hat Zukunft“, (wo wir den 1. Preis gewonnen haben), Gestaltung des Abends zur Preisverleihung übernommen, Erstellung eines Logos.
    Teilnahme mit Wagen bei der Friedelsheimer Kerwe. Erfahrungen über die Einrichtung der LA 21 an die Nachbargemeinden Gönnheim, Ellerstadt und Wachenheim weitergegeben.
  • 2003:
    Bürgerforum zum Bau und Standort eines Feuerwehrgerätehauses durchgeführt, Umweltaktion zusammen mit der Cairdeas-Gruppe.
    Mitarbeit bei der Einrichtung einer Homepage „www.friedelsheim.de“.
  • 2004:
    Eine Ausstellung über die Agenda 21-Arbeit wurde im Haus der Kreisverwaltung gezeigt. Zur besseren Steuerung der Finanzierung unserer Aktivitäten wurde ein gemeinnütziger Verein „Nachhaltiges Friedelsheim“ gegründet.

Weiterentwicklung der Agenda 21-Aktivitäten zu dem Projekt Dorferneuerung, siehe unten

    Wer ist am Prozess beteiligt?

    Friedelsheimer BürgerInnen; meist Privatpersonen, einzelne Vertreter des Ortsgemeinderates, Vertreter des Ortsverschönerungsvereins (OVV); bei der Beteiligung an technischen Projekten (z.B. Hochwasserschutz) werden sogenannte "Experten" (ortsansässige Fachleute der entsprechenden Berufsgruppen) einbezogen.

    Mit welchen Themen beschäftigen wir uns im Rahmen des Lokale Agenda 21-Prozesses?

    Bildung von vier Arbeitskreisen mit der Absicht konkrete Ziele und Projekte in einem überschaubaren Rahmen im Sinne der LA 21 zu verfolgen:

    • Aktivitäten des AK Jugend, Kultur und Soziales:
      • 2001: Ferienprogramm für Kinder und Schüler entwickelt und durchgeführt;
        Angebote: Mosaikbilder, Serviettentechnik auf Tontöpfen, Walderlebnistag, Nachtwanderung, fremdartige Ballspiele auf dem Schulgelände, mit regem Interesse, ca. 60 Teilnehmer.
        Herbstferien: Drachenbasteln und Drachensteigen.
      • 2002: 6 Angebote (Dorfrallye, meine Welt, Ballspiele, Schiffe basteln, Dino-Ausstellung nach Kaiserslautern, Ytongsteine) und Indianerfest zusammen mit ELKILOK Gö. und JuZ.
        Teilnahme insgesamt ca. 200 Kinder.
        Es besteht die Vision (gemeinsam mit der Nachbargemeinde) einen Treffpunkt für die Jugendlichen zu planen und zu realisieren (Bolzplatz, Skaterfläche,....)
      • 2003: Ferienprogramm: Ritterausstellung in Speyer, Kochen wie die Großen, sportliche Aktivitäten an der Kletterwand und auf dem Tennisplatz, historischer Ausflug zur Villa Rustica.
      • 2004: Ferienprogramm mit 7 Angeboten erfolgt: Spiel- und Grillfest, „Am Ball der Zeit“ Museum Speyer, Bastelnachmittag, Schnuppertag bei der Jugendfeuerwehr, Ritterspiele auf der Hardenburg, Sturm aufs Backhaus, Erlebnistour mit dem Förster. Ein vom TUS gespendetes Tor wurde auf dem Schulsportgelände aufgebaut.
      • 2005- 2007 jedes Jahr fand ein Ferienprogramm auf Basis ortsnaher Angebote statt.
        z.B. Tennisspaß, Ausflug zum Reptilium, Kunterbunte Kinderkirche, Klettergarten Kandel, Basteln, Sommertage im Wald.

    • Aktivitäten des AK Ortsgestaltung:
      • 2001: Auf Initiative des AK Ortsgestaltung wurden im Herbst ca. 600 Tulpen und Narzissen an Straßenrändern und Verkehrsinseln an den Eingängen des Ortes gepflanzt. Der AK initiierte die Anlage eines historischen Rundwanderweges, den Johann Casimir Weg, eine gemeinsame Aktion mit dem Ortsverschönerungsverein, der Gemeinde und örtlichen Historikern.
      • 2002: Zusammen mit der Bauern- und Winzerschaft entsteht ein Rebsorten-Lehrpfad. An den Ortseingängen wurden ca. 200 Rosen an den Rebzeilen gepflanzt. Anregung und Vergabe von Patenschaften für kleine Bepflanzungen. Fackelwanderungen.
      • 2003: Planung der Anpflanzung von Rebenbögen über markante Dorfstraßen, Zusammenarbeit mit dem OVV. Entwicklung eines Konzeptes für Besucher über Angebote und Aktivitäten in Friedelsheim (sog. Dorfmarketing).
      • 2004: An den Ortseingängen wurden 4 Hinweistafeln für Besucher (Radfahrer) mit Ortsplan, Sehenswürdigkeiten und Gastronomie aufgestellt.
      • 2005- 2007 wurden in einem Projekt von Friedelsheimer Bürgern 30 Stromkästen im Ort bemalt.
    • Aktivitäten des AK Ressourcen und Projekte:
      • 2001: Auflistung der Fördermöglichkeiten zu privaten Energieeinsparmaßnahmen, Gesamtprojekt regenerative Energieeinspeisung in der Schwabenbachhalle, inkl. Kindergarten und TUS-Gaststätte (Energieberatung vom Gemeinderat beschlossen, Angebote von verschiedenen Energielieferanten eingeholt);
        verschiedene Vorschläge zum lokalen Hochwasserschutzprojekt wurden vorgestellt (separater Arbeitskreis).
      • 2002: K&L (Energiemanagement als Entscheidungshilfe macht Vorschläge) Gemeinderatsbeschluss.
        Vortrag: Dipl.-Ing. Stefan Küppers (Verbraucherberatung LU) zur neuen Energieeinsparverordnung 2/2002 (EnEV).
        Entfernung von Graffiti auf dem Burgturm zusammen mit Jugendlichen (JUZ).
      • 2003: Begleitung Energieeinsparprojekt Schwabenbachhalle, Projekt Friedelsheim 2020 – Dorfentwicklungsplan – Ziel: Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges.
      • 2004: Für Friedelsheim wurde ein Leitbild (http://www.friedelsheim.de/gemeinderat/leitbild) erstellt, das vom Gemeinderat bestätigt und an alle Gemeinderatsmitglieder verteilt wurde. Auf dem Gelände der Schafsbrücke wurden Bodenproben entnommen und analysiert. Das Gelände ist für die Anlage eines Spiel- und Sportgeländes für Jugendliche (10-16 J.) vorgesehen. Es wurde eine Auftaktveranstaltung für das Thema Dorferneuerung mit dem Ziel, Schwerpunktgemeinde des Kreises zu werden, vorbereitet und durchgeführt.
      • 2005 wurde ein Projekt "Klimaschutz in Friedelsheim" mit Unterstützung des UM-RLP durchgeführt. Es war ein Wettbewerb mit dem Ziel der Information über die persönliche CO2- Emission. Details: http://www.friedelsheim.de/agenda21/wissenswertes
      • 2006- 2007 Weiterführung im Projekt Dorferneuerung, siehe unten.
    • Aktivitäten des AK Verkehr:
      • 2001: Durch mehrere Begehungen und Befragungen wurden die Schwachpunkte im Ort ermittelt und mit einer früheren Erhebung abgeglichen.
      • 2002: Aufstellung eines Maßnahmenkataloges mit folgendem Inhalt: Teil 1 – Optische Maßnahmen, Teil 2 – Bauliche Veränderungen, Ausgewählte Gefahrenstellen-Fotos, Entwürfe/Skizzen zu Baumaßnahmen, a) Umgestaltung der Ampelkreuzung, b) Hauptstraße im Bereich der Einmündung Burgstraße/Kirchgasse, c) Hauptstraße
      • 2003: Zusammen mit der Verbandsgemeinde und dem Straßenverkehrsamt Speyer wurden Ortsbegehungen durchgeführt; inzwischen sind Straßenmarkierungen angebracht, Tempo 30 wurde eingeführt und eine Vielzahl von Maßnahmen werden weiter verfolgt.
        Abschließbarer Fahrradraum an der Rhein-Haardt-Bahn Haltestelle wurde initiiert und realisiert.
      • 2004: Eine Verkehrszählung zur Feststellung der Verkehrsflüsse wurde an 6 Stellen im Ort durchgeführt, ausgewertet und mit Vertretern aus Politik und Verwaltung diskutiert. Sie ist Basis für weitere Verkehrsplanungen. (http://www.friedelsheim.de/agenda21/wissenswertes).

    Weiterführung der Agenda 21 - Aktivitäten im Projekt Dorferneuerung

    Alle Aktivitäten der Agenda 21 wurden in dem Projekt „Friedelsheim 2020“ zusammengefasst und inhaltlich zu dem Projekt Dorferneuerung weiterentwickelt.
    Auf Antrag zur Anerkennung als Schwerpunktgemeinde im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms von Rheinland Pfalz erhielt die Gemeinde Friedelsheim die Genehmigung, vorzeitig mit der Moderation, d.h. der Erarbeitung von Konzepten für die Dorferneuerung zu beginnen. Die erstellten Konzepte wurden für die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde weiterentwickelt und sollen dann mit finanziellen Zuschüssen vom Land Rheinland-Pfalz von der Ortsgemeinde umgesetzt werden.
    Als Basis für die o.g. Moderation dienten die im Rahmen der Agenda 21 von vier Arbeitskreisen entwickelten Vorschläge. Diese wurden als Projekt „Friedelsheim 2020“ (Leitbild des Ortes, Statistikdaten und Maßnahmenkatalog) zusammengefasst und vom Gemeinderat angenommen. Die Vorschläge wurden in einer Auftaktveranstaltung mit zahlreicher Bürgerbeteiligung vorgestellt und diskutiert. In einer Moderatorengemeinschaft, dem Koordinator der Agenda 21 in Friedelsheim Dr. N. Müller und dem Planungsbüro H-J. Wolf, Kaiserslautern, wurden zunächst vier Projekte definiert und später um das Projekt Planung erweitert. Zur Finanzierung von Agenda-Projekten wurde Ende 2004 der Verein „Nachhaltiges Friedelsheim e.V.“ gegründet , dessen Gemeinnützigkeit von Amtsgericht und Finanzamt im Juni 2005 anerkannt wurde.
    Die Moderation der Dorferneuerung (Okt.2004 – Okt. 2005) wurde in einem Abschlussbericht zusammengefasst. (http://www.friedelsheim.de/dorferneuerung/perspektiven). Die im Rahmen der Dorferneuerung formulierten Projekte sollen, wenn es die finanziellen Möglichkeiten zulassen, in den nächsten 6 Jahren realisiert werden. Kleinere Projekte, die auch mit einer gewissen Eigeninitiative umgesetzt werden können, werden in einem Nachfolgearbeitskreis weiterbehandelt.

    Veröffentlichung der AK-Aktivitäten im Amtsblatt der Verbandsgemeinde, Tagung der Arbeitskreise in ca. 4-wöchigem Turnus.

    Gibt es eine Erfolgskontrolle bei der Umsetzung der Lokale Agenda 21-Aktivitäten?

    Ja, es wurde ein Leitfaden "Nachhaltigkeitsindikatoren Friedelsheim" mit den übergeordneten Themen I. Wohlbefinden, II. Soziale Gerechtigkeit, III. Umweltqualität und Ressourceneffizienz sowie IV. Wirtschaftliche Effizienz (mit jeweils mehreren Unterpunkten) erstellt.
    Nach diesem wird regelmäßig eine Erfolgskontrolle durchgeführt.

    Website zum Agendaprozeß: http://www.friedelsheim.de/agenda21.htm

    Letzte Änderung: 2009-01-27