Bad Dürkheim

Verbandsfreie Gemeinde, LK Bad Dürkheim

20000 Einwohner


Mannheimer Straße 24
67098 Bad Dürkheim
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Bad Dürkheim

Ansprechpartner(in)

Louise Müller

Stadtverwaltung - Fachbereich 1- Innere Dienste
Mannheimer Straße 24
67098 Bad Dürkheim
Tel. 06322-935114
Fax 06322-8485
E-Mail hauptamt@bad-duerkheim.de

Wir beschäftigen uns
mit Lokaler Agenda 21
Die Aufstellung der
Lokalen Agenda 21
wurde beschlossen im Mai 2000
Die Lokale Agenda 21
wurde verabschiedet

Aktivitäten zur Lokalen Agenda 21

Wie ist der Agenda-Prozess organisiert? Historie?

Der Prozess der Lokalen Agenda 21 in Bad Dürkheim wurde eingeleitet durch einen Stadtratsbeschluss am 16.5.2000.
Für die Betreuung der beiden Prozesse Stadtkonzeption und Agenda 21, die zeitnah begannen, wurde bei der Stadtverwaltung eine ABM-Stelle geschaffen.
Auf Dezernatsebene ist der erste Beigeordnete Theo Hoffmann für die Stadtkonzeption zuständig. Frau Zwar als dritte Beigeordnete ist die Verantwortliche für den Agenda-Prozess.
Grundsätzliche Überlegung der Verwaltung war, die Lokale Agenda organisatorisch zu unterstützen und Hilfestellung in der Anfangsphase zu geben. Die Gruppen sollten sonst jedoch in jeglicher Hinsicht frei agieren können.
Zur organistorischen Unterstützung gehören die unentgeltliche Bereitstellung von Räumlichkeiten, Veröffentlichung von Artikeln und der Termine im Amtsblatt, Hilfestellung bei der Erstellung und Herstellung von Druckwerken und –wenn gewünscht– Informationsbeschaffung.
Darüber hinaus veranstaltete die Stadt für die Agenda-Aktiven einen kostenlosen anderthalb-tägigen Moderations- und Prozessorganisations-Workshop.
Für kleinere Projekte, die schnell umgesetzt werden können, wurden im Haushalt der Stadt 10.000 DM bereitgestellt und bei der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) Fördermittel beantragt.

Der Anfang:
Der eigentliche Agenda-Prozess wurde im Rahmen einer breit angekündigten Auftaktveranstaltung am 21. November 2000 im Dürkheimer Haus gestartet. Von den mehr als 100 Besuchern erklärten sich an diesem Abend etwa 60 Personen zur aktiven Mitarbeit bereit.
Der erste eigene Arbeitsschritt für die interessierten Beteiligten im Verlauf der Auftaktveranstaltung war die Ermittlung der Themen, die für die TeilnehmerInnen von Bedeutung sind.
Unter der Überschrift „Mit welchen Projekten/Ideen kann in Bad Dürkheim etwas bewegt werden?“ konnten die Teilnehmer mit Hilfe von Metaplan-Karten Themenvorschläge an vorbereitete Moderationswände anheften.
Die Vorschläge wurden von den Moderatoren Hr. Dr. Wüst und Hr. Summen vom Institut für Organisationskommunikation (IFOK) unter den folgenden thematischen Oberbegriffen zusammengefasst:
Stadtbild/Stadtgestaltung, Verkehr, Ressourcen, Entsorgung, Jugend und Soziales sowie Kultur.
Nach der Pause, während der die TeilnehmerInnen sich die Stellwände mit den Vorschlägen in Ruhe betrachten konnten, wurden den oben genannten Themen entsprechend Gruppen gebildet.
Unter der Überschrift „Wofür ich mich konkret einsetzen möchte“ diskutierten die Gruppen anschließend intern, welche Projektideen für die weitere Arbeit ausgesucht werden sollen und wer sich für welches Thema engagieren möchte. In einzelnen Gruppen wurden bereits Institutionen benannt, mit denen eine Zusammenarbeit notwendig ist.
Durch die Auswahl von Themen konnten naturgemäß nicht alle Projektideen berücksichtigt werden, was jedoch nicht bedeutet, dass diese Ideen „unter den Tisch fallen“. Die Themen, für die (zunächst) keine Interessenten gefunden wurden, wurden in einem „Themenspeicher“ gesammelt und können später jederzeit einer Umsetzung zugeführt werden.

Wie ging es weiter?:
Nach einer anfänglichen Orientierungsphase, in der sich die Gruppen die Projekte aussuchten, die sie als erste in Angriff nehmen wollten, begann die Arbeit. Für den Bereich Jugend und Soziales stellte sich sehr schnell heraus, dass die Gruppenstärke zu groß und eine Aufteilung in kleinere Projektgruppen sinnvoller war. So entstanden die drei Projektgruppen Integration (ausländischer Mitbürger), (ev. Kindergarten als) Nachbarschaftszentrum und Ökologie (für Kinder und Jugendliche).
Für den Bereich Kultur fanden sich nicht genug Interessenten, so dass hierfür keine Projektgruppe existiert.
Bei allen Projektgruppen bildete sich ein monatlicher Turnus für die Treffen heraus. Eine Ausnahme hiervon bildete die Projektgruppe Stadtbild, die sich über einen längeren Zeitraum sogar wöchentlich traf. Diese Gruppe fühlte sich unter starkem Konkurrenz- und Zeitdruck gegenüber der parallel verlaufenden Stadtkonzeption, in der die Gruppe schon fertige Ergebnisse präsentieren wollte.
Eine Sonderrolle nimmt die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit/Koordinierungskreis ein, die z.T. auch aus sanftem Druck der Verwaltung entstanden ist. Anfänglich fand sich niemand, der Interesse an Öffentlichkeitsarbeit hatte, andererseits sollten und konnten Veröffentlichungen nicht von der Verwaltung verfasst werden.
Ein weiterer Aspekt war der fehlende Informationsfluss zwischen den Gruppen. Als Lösung hierfür wurden aus jeder Projektgruppe je ein(e) VertreterIn in den neu gegründeten Koordinierungskreis entsandt, der die Öffentlichkeitsarbeit koordiniert und als Bindeglied zwischen allen Projektgruppen und Verwaltung fungiert.
Diese Projektgruppe hat sich zwischenzeitlich jedoch wieder aufgelöst.
Die Projektgruppen Nachbarschaftszentrum und Stadtbild haben sich zwischenzeitlich aufgelöst.

Wer ist am Prozess beteiligt?

Von den ursprünglich 63 Aktiven sind im Laufe der Zeit einge Personen wieder abgesprungen, was jedoch durch neue Interessenten wieder ausgeglichen wurde.

Projektgruppen, Projekte und Ideen:

  • Projektgruppe Ressourcen (9 Mitglieder)
    aufgelöst seit Februar 2007:
    • Nutzung von Solarenergie (u.a. Photovoltaikanlage auf Schule)
    • Industriepflanzengarten
    • Energetische Nutzung von Holz (Holzschnitzelkraftwerk, Holzfeuerungsanlagen)
    • Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit
  • Projektgruppe Integration von ausländischen MitbürgerInnen (5 Mitglieder):
    • Deutschunterricht für ausländische Frauen
    • Fremdsprachige Bürgerbroschüren
    • Sportliche Aktionen für Kinder und Jugendliche, um Erwachsene zu erreichen
  • Projektgruppe Nachbarschaftszentrum (21 Mitglieder)
    aufgelöst seit Mai 2005:
    • Das evangelische Gemeindezentrum soll als Nachbarschaftszentrum für einen sozial schwierigen Stadtteil fungieren. Dazu fand eine Befragung zur Bedarfsermittlung statt. Ehrenamtlich wird von der Projektgruppe ein stundenweise geöffnetes Café als nachbarliche Anlaufstation geführt.
  • Projektgruppe Kinder, Jugendliche und Ökologie (5 Mitglieder):
    • Waldpädagogik, Kontakt mit Forstamt
    • Gesunde Ernährung, Begegnung der Generationen; Kontakt mit Schulen
    • Sport- und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche: Beurteilung aller Kinderspielplätze sowie entsprechende Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung hat stattgefunden
    • Veranstaltung einer Kinderdisco
  • Projektgruppe Entsorgung (5 Mitglieder):
    • Groß angelegte Müllsammelaktion mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit
    • Geplant: Projekte zur Bewusstseinsförderung bezüglich umweltgerechter Abfallentsorgung
    • Besichtigungen von Abfallentsorgungs- und recyclingeinrichtungen
  • Projektgruppe Verkehr (8 Mitglieder):
    • Analyse der Situation des Fußgänger- und Radverkehrs (Wegenetz, Gefahren, Unfälle)
    • „Fahrradfreundliches Bad Dürkheim“: bislang viele Anregungen von der Verwaltung aufgegriffen und umgesetzt, z.B. neue Schutzstreifen auf Straßen, Verbesserung der Beschilderung für Radfahrer und Fußgänger
  • Projektgruppe Stadtbild (11 Mitglieder)
    aufgelöst seit April 2005:
    • Analyse sämtlicher Innenstadtplätze
    • Aufwertung und Verschönerung der Innenstadt
    • Standortsuche für Wochenmarkt

Welche Öffentlichkeitsarbeit betreiben wir?

Neben der Öffentlichkeitsarbeit der einzelnen Projektgruppen hat die Lokale Agenda 21 auch in der Homepage der Stadt Bad Dürkheim ein eigenes Forum. Die Präsentation der Bad Dürkheimer Agenda-Aktivitäten wird von "agendaeigenen Administratoren" gepflegt, die Beiträge zu den verschiedenen Themen von den jeweiligen Projektgruppen eigenverantwortlich formulieren und gestalten.

Gibt es eine Erfolgskontrolle bei der Umsetzung der Lokalen Agenda 21?

Nein.

Website zum Agendaprozeß:

Letzte Änderung: 2007-10-19