Projekt: Naturnaher Spielraum


Ein ca. 1,8 ha großes Brachgelände wird durch die Mithilfe vieler Stellen zu einem naturnahen Spielraum, in dem vor allem Kinder ab sechs Jahren Spiel- und Rückzugsräume finden. Es ist ein besonders gelungenes Beispiel für die Aktion "Wasser und Natur erleben - Naturnahe Erlebnisspielräume" des Ministeriums für Umwelt und Forsten.

Oppenheim

Spielen im Paradies


"Wo bitte, geht´s zum Paradies?" In der Weingemeinde Oppenheim ist die Frage kinderleicht zu beantworten. Denn da findet sich am östlichen Stadtrand ein ebensolches direkt am Rhein auf einem ca. 1,8 ha großen Gelände. Ein ehemaliges Garten- und Weinbaugelände, im Bebauungsplan ausgewiesen als "Sonderfläche für Gewerbeausstellungen", wurde dank Engagement und Überzeugungskraft von überzeugten Eltern und Interessengemeinschaften zum naturnahen Spielraum.

Der bietet vor allem Kindern ab sechs Jahren ein großes Angebot an Spiel- aber auch Rückzugsmöglichkeiten. Auf Wiesenstraßen können sich kleine Indianer an ihre Feinde anschleichen, Felsen und Bäume laden zum Klettern ein, im Wald darf gebaut werden, Matschmulde und Handpumpe machen auch bei trübem Wetter Lust auf´s Spiel im Freien und im Winter läßt es sich hier vorzüglich schlittern. Es gibt Erdhügel, die "verbaut" werden können und Wildbienen haben eine Wohnung gefunden. Die Kinder selbst haben dem "Paradies" seinen Namen gegeben, und nicht nur mehr als 60 Baumpatenschaften sondern auch sonst Verantwortung übernommen. Sie haben ebenfalls ein Mitspracherecht, wenn es um die Weiterentwicklung des Gebiets geht.

Bei Fragen oder Problemen steht ihnen die ehrenamtliche Betreuerin des Projektes mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist auch die Ansprechpartnerin für Besuchergruppen und hält die Oppenheimer mit Hilfe der örtlichen Presse über Aktionen auf dem Laufenden. Und sie ist nicht zuletzt für die Pflege per Hand, für Aufräum- und Reparaturarbeiten sowie die Koordination mit den Ämtern zuständig.

"Und was bitte, hat dieses paradiesische Unternehmen gekostet?" Wären alle Arbeiten von Fachfirmen ausgeführt worden, so um die 100 000 DM. Da aber dank kostenloser Beratungen der verschiedensten Stellen, dank der ebenfalls kostenlosen Mitarbeit von Bürgern und ortsansässigen Firmen bei Aktionen (Bauschuttsammlung, Brombeerbeseitigung, Transport von Felsbrocken, Wünschelrutengänger u.a.), dank Pflanzen-, Material-, und Geldspenden (Rindenmulch, Baumstämme, Grassammen u.a.) viel Geld gespart werden konnte, belief sich die Gesamtsumme der tatsächlich angefallenen Kosten auf 6.320 DM. Nicht einbezogen ist hier der Zeitaufwand der Planerin des Projektes, die bei der Stadt Oppenheim angestellt ist. Sie hat bis zur Einweihung des Paradieses insgesamt 907 Stunden Arbeit in das Projekt investiert. Im Rahmen der Aktion "Wasser und Natur erleben - Naturnahe Erlebnisspielräume" fördert das Ministerium für Umwelt und Forsten die Kommunen bei solchen Projekten. Ansprechpartner dafür ist im Ministerium Frau Juliane Schmidt, Telefon: 06131-16-2632.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
 
 
Projektträger:
Wappen
Stadt Oppenheim, Bürgermeister Menger
Merianstraße 2
55276 Oppenheim
Telefon: 06133/2444

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Henriette Degünther
Projektleiterin
Gänsauweg 15 Oppenheim
Telefon: 06133/9450127