Projekt: Wo Kleine die Großen führen


Die VG Edenkoben hat Kinder und Jugendliche in den Blickpunkt ihrer Lokalen-Agenda-21-Prozesse gerückt. So entstanden neben einem Leitfaden für eine kinderfreundlichen Gemeinde zahlreiche Aktionen zur Förderung von Spielraum. Jüngstes Projekt der Kommune: eine selbstgefertigte Kinderkarte der Verbandsgemeinde, an der Groß und Klein gemeinsam gearbeitet haben.

Edenkoben

Wo Kleine die Großen führen


Spielplätze sind auf die eine oder andere Weise Dauerthemen in der Gemeinde. Eltern suchen oft vergebens nach ihnen. In den Ratssitzungen wird deren Fehlen oder deren Zustand beklagt. Bei der Eröffnung eines neuen Platzes lässt sich der Bürgermeister gerne feiern. Nur: Die es angeht, werden in der Regel dazu überhaupt nicht gehört. Was kindgerecht ist und Spaß macht, legen die Erwachsenen fest. In der Verbandsgemeinde Edenkoben ist dies anders. Hier haben 450 Grundschüler aus 23 Klassen ihre Heimatdörfer inspiziert und ihre Kenntnisse über Spielmöglichkeiten in einer großen bunten Karte festgehalten.


Sebastian und Andreas haben ihren Lieblingsspielplatz gemalt. Mit Schaukel, Wippe, Klettergerüst und einer Abenteuer-Rutsche. Es ist viel Grün dabei und Raum zum Ballspielen und Toben. Einer dieser Plätze liegt in Rhodt in der Verbandsgemeinde Edenkoben. Wie künftige Spielkameraden dorthin finden, ist auf einer großen bunten Straßenkarte verzeichnet. Dort zeigen Fotografien und Selbstgemaltes das vielseitige Angebot in der Verbandsgemeinde und machen diese Karte zu einem Kunstwerk. Dabei ist sie vor allem kindgerecht und praktisch.

Kleine Symbolbilder kehren immer wieder. Sie zeigen an, wo man prima Drachen steigen lassen kann, wo es einen besonders schönen Bachlauf gibt, wo Spielen in der Natur so richtig Spaß macht und Baumhäuser zu Abenteuern auffordern. Grillhütten, Schwimmbäder, Spiel- und Sportplätze, Sehenswürdigkeiten, die Polizei sowie eventuelle Gefahrenstellen – alles hat ein eigenes, von Kinderhand gemaltes Symbol und erleichtert die Orientierung. Für die Erwachsenen ist es ein Vergnügen, die Symbole in der Karte aufzuspüren und so Tipps zum Beispiel für Wochenend-Ausflüge zu bekommen. Auch auf der Rückseite der Karte dreht sich alles um die Kleinen. Dort gibt es vor allem wichtige Adressen und Telefonnummern, Vereine, Treffs und Ansprechpartner, also wichtige Informationen für Kinder, Eltern, Neubürger und Besucherfamilien.

Dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Edenkoben, Olaf Gouasé, ist es wichtig, dass diese Karte ganz ohne Werbeanzeigen auskommt. Mehr als die Hälfte des nötigen Kapitals steuerte das Land Rheinland-Pfalz zu diesem bislang einmaligen Projekt bei.

Insgesamt 450 Schüler und Schülerinnen aus 23 Grundschulen haben gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern dafür ihre Heimatdörfer unter die Lupe genommen. Und natürlich stand die „Kinderkarte“ wochenlang auf dem Stundenplan. Es gab 16 solcher Ortsbegehungen, denn den Initiatoren lag es am Herzen zu erfahren, wie Kinder die Gemeinde sehen und was aus ihrer Sicht wichtig ist. Die viele Arbeit hat sich gelohnt, seit März 2003 liegt die „Kinderkarte“ bunt auf weiß vor und macht Kleinen wie Großen Spaß. Nicht zuletzt deshalb, weil die Karte kostenlos erhältlich ist.

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