Projekt: Wo Landwirt und Bäcker Hand in Hand arbeiten


Ökologisch kontrollierter Anbau von Dinkel, Roggen und Weizen, kurze Transportwege zur Mühle im Keller der Bäckerei, ausschließlich mit Natursauerteig werden die Bio-Körner zum Brot. Bei den Produkten aus "Rommersdorfer Korn" verweist sogar der Name auf den Herkunftsort.

Neuwied/Heimbach-Weis

Wo Landwirt und Bäcker Hand in Hand arbeiten


Auf Dinkel als korngesundes Nahrungsmittel hat schon die heilige Hildegard geschworen, wobei der Anbau dieses und der anderen bekannten Getreidearten wie Roggen, Hafer und Weizen im Mittelalter selbstverständlich biologisch einwandfrei war. Hätte damals jemand chemische Dünge- und Wachstumsmittel oder gar genmanipuliertes Saatgut eingesetzt, er wäre vermutlich auf dem Scheiterhaufen gelandet. Obwohl das den Landwirten des 21. Jahrhunderts nicht mehr passieren kann, setzen diese zunehmend auf den – streng kontrollierten - biologischen Anbau. Wohl wissend, dass dieses Korn mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthält als das auf konventionellem Weg angebaute und so gut wie keine Schadstoffe. Doch was nützt biologischer Anbau, wenn das Bio-Getreide nach der Ernte Hunderte von Kilometern durch die Landschaft gefahren wird, um zur Mühle, zum Bäcker und schließlich auf dem Tisch von ernährungsbewussten Menschen zu gelangen? Das haben sich auch Junglandwirt Xaver Maxein und Bäcker Gerd Mettler aus Heimbach-Weis (Kreis Neuwied) gefragt. Ihrer beider Philosophie ist ganz im Sinne der Lokalen Agenda 21: biologisch einwandfreier Anbau, kurze Transportwege, Verarbeitung und Verkauf vor Ort. Und so anschaulich wie in Heimbach lässt sich der Weg vom Samenkorn bis zum Brot wohl selten nachverfolgen.


Auf grossen Schildern wird den Spaziergängern (und Verbrauchern) rund um Heimbach erklärt, was auf den ca. 22 ha „Bio“-Land der Maxseins warum und wie wächst. Weil auch diese Felder einst im Besitz des Klosters Rommersdorf waren und um damit die Verbundenheit zum heimatlichen Anbaugebiet zu unterstreichen, war der passende Name für die Bio-Körner schnell gefunden: Rommersdorfer Korn. Nach der Ernte im August wird dieses in speziellen Silos gelagert, bevor es in die Bäckerei von Gerd Mettler geliefert wird. Knappe 10 Minuten sind Dinkel, Roggen- und Weizen-Körner unterwegs, bevor sie in Spezialsilos (jeder fasst etwa 3,5 t) im Bäckerei-Keller gefüllt werden und sodann darauf warten, gemahlen und zu Brot verarbeitet zu werden.
Es ist selbstverständlich, dass täglich nur so viel Korn gemahlen wird, wie Gerd Mettler und seine Mitarbeiter verarbeiten. Ebenso selbstverständlich ist die Verwendung eines eigenen Natursauerteiges statt chemischer Konservierungs- und Färbungsstoffe, Frischhalter und Backmischungen. Die sind absolut tabu. Und so ist garantiert, dass alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. 40 Prozent des Sortiments in der Bäckerei Herres sind Bio-Produkte und die Palette reicht von Dinkelbrötchen- und toast über Hafer-, Roggen- oder Ganzkornbrot bis zu Vollkornhefegebäck - selbst im Stollen ist das Rommersdorfer Korn zu finden.

Spezielle Bio-Betriebe sind aber weder die Bäckerei Herres noch der Hof Maxein. Noch überwiegen die konventionellen Produkte bzw. der konventionelle Anbau. Doch Junglandwirt Xavier Maxsein kann sich durchaus vorstellen, seinen Hof irgendwann komplett ökologisch zu bewirtschaften. Es muss sich halt rechnen. Schon jetzt gibt´s aber im Hofladen neben Dinkel, Roggen und Weizen, auch rotschalige Biokartoffeln, Eier von freilaufenden Hühnern, Wurst und Fleisch von eigenen Schweinen und natürlich Obst und Gemüse aus der Region und von den eigenen Feldern.

Nicht nur die Heimbacher, auch immer mehr Kunden aus der weiteren Umgebung wissen um die Qualität der Rommersdorfer Vollkorn-Produkte. Das liegt sicher nicht nur an der breiten Werbung (auf Bauernmärkten, mit ansprechenden Broschüren) oder am ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch an verschiedenen Aktionen, die z.B. Gerd Mettler anbietet. In seiner Backstube dürfen selbst die Kinder ran, können Osterzöpfe oder Plätzchen backen. Ein köstliches und nachhaltiges Vergnügen, das in jeder Hinsicht wohl bekommt.

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