Projekt: Dahner Felsenland-Wirte


Nicht nur die Liebe, auch der Naturschutz geht für die "Dahner Felsenland-Wirte" durch den Magen. Mit regionalen Produkten verwöhnen sie ihre Gäste - das I-Tüpfelchen sind dabei die Kräuter, die hier gedeihen und sogar die Wirtschaft gesunden lassen.

Dahn

Hier gedeiht für alles ein Kräutlein


Die Liebe – sie geht bekanntlich auch durch den Magen. Ein mit eben solcher Liebe kreiertes Gericht regt alle Sinne an, seine Düfte und „Outfit“ schmeicheln Nase und Augen schon, bevor der Gaumen sich solchen Freuden hingeben darf. Wenn dann noch die Komposition stimmt, die Harmonien von Gemüse, Salat, Kräutern, Fisch und Fleisch fein aufeinander abgestimmt sind und nicht eins im Reigen zu kräftig daherkommt, dann wird der ganze Mensch und auch sein Geist von Liebe erfüllt sein. Von der Liebe zu seinem Schatz sowieso, aber wahrscheinlich auch von einer eher globalen Liebe – zum Leben in seiner ganzen Fülle. Ein solcher Genuß ist jedoch nicht nur das Privileg von Verliebten, in der Pfalz bemühen sich gleich dreizehn Gastronomen unter dem gemeinsamen Signet „Dahner Felsenland Wirte“ um solche Gaumenfreuden für jedermann. Neben der „Liebe“ zu ihren Gästen lassen sie sich in ihren Küchen und auf den Speiseplänen in der Hauptsache aber von der Liebe zur Natur leiten, deren Schutz sie sich verschrieben haben. Denn sie sind davon überzeugt: auch der „Naturschutz geht durch den Magen“ .

Die noch junge Geschichte der Felsenland-Wirte ist eng mit dem „Entwicklungskonzept Dahner Felsenland“ verknüpft, das langfristig auf einen nachhaltig umweltgerechten Tourismus als Wirtschaftsfaktor in dieser eher strukturschwachen Region setzt. Dabei kommt neben anderem dem Aspekt "(Landschafts)Schutz durch Nutzung" eine besondere Bedeutung zu. Denn ließe man der Natur ihren Lauf, so wäre diese in Mitteleuropa einzigartige Felsenlandschaft ebenso wie die nicht mehr bewirtschafteten Talauen und Wiesentäler bald zugewachsen. Die Dahner haben zur Rettung „ihres“ Landschaftsbildes jedoch nicht zu Sense und Säge gegriffen: seit 1998 „arbeiten“ hier Schafe, Ziegen und Freilandrinder. Die halten nicht nur das Grün im Zaum, sondern liefern darüberhinaus neben Milch für köstlichen Ziegenkäse auch noch wirklich gesundes und schmackhaftes Fleisch. Strenge Kontrollen bei der Schlachtung und kaum nennenswerte Transportwege garantieren Qualität und Frische – und das nicht erst seit BSE.
Gleiches gilt für das im „Naturpark Pfälzer Wald“ lebende Wild – Reh, Hirsch und Wildschwein, aber auch Bachforelle aus glasklaren Bächen sind dementsprechend auf den Speisekarten der Felsenland-Wirte zu finden. Ihr schmackhaftes Fleisch wird nicht nur des geringen Fettgehaltes wegen gerühmt (daß weder Medikamente noch Umweltgifte nachzuweisen sind, versteht sich von selbst), es enthält auch noch jede Menge Mineralstoffe wie Zink, Vitamin B, Phosphor, Eisen, Kupfer und und und. Damit das so bleibt und die Gäste auch künftig „Wildschweinsaumagen mit Kastanienfüllung“ genießen können, wird nach einem umweltträglichen Plan gejagt.
Wie beim Fleisch setzen die Gastronomen auch bei Gemüse und Obst auf regionale Produkte. Ihr besonderes Augenmerk gilt hier den Äpfeln, die auf den heimischen Streuobstwiesen reifen und gleichermaßen Grundlage für erfrischenden Apfelsaft und köstliche Nachspeisen sind. Doch nicht nur hier können sie aus dem Vollen schöpfen – dank eines recht milden Klimas gedeihen in der Pfalz auch Pfirsiche, Kiwi und Zitronen. Nicht zu vergessen den Wein.
Den Felsenland-Wirten, die im Jahr 2000 bei dem vom Wirtschaftsministerium ausgelobten „Innovationspreis für Kur- und Gesundheitstourismus in Rheinland-Pfalz“ mit dem dritten Platz für ihre Ideen ausgezeichnet wurden, ist das alles aber noch nicht genug. Denn was wäre eine Suppe ohne Petersilie und Schnittlauch, was der Kräuterrahm ohne die Kräuter?
Und so wurde gemeinsam mit dem Dahner Kneipp-Verein im Kurpark ein (noch) kleiner Kräutergarten angelegt – demnächst sollen jedoch auf 1000 Quadratmetern Gewürz- und Heilkräuter aller Art wachsen. Doch nicht nur hier sollen Einheimische und Gäste sich von mancherlei heilenden Düften betören lassen und Erholung finden: der Kräutergarten im Kurpark bildet quasi das Herzstück im Konzept „Geheimnisvoller Kräutergarten Dahner Felsenland“. Die umliegenden Gemeinden sind aufgefordert, ein Stück dieses „Gartens“ zu gestalten – so könnte auf der Burg Berwartstein ein mittelalterlicher Kräutergarten locken, der Barfußpfad in Ludwigswinkel auch durch Brennessel- und Kamillefelder führen, das Felsenland-Badeparadies die Saunagänge mit Kräuteraufgüssen noch gesünder gestalten. Ob Ärzte, Heilpraktiker oder Apotheker, ob Vermieter oder Gastronomen – ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. In die Töpfe der Felsenland-Wirte haben die Kräuter längst Einzug gehalten, da gibt die Zitronenmelisse der Erdbeerbowle den letzten Schliff, sorgen Basilikumnudeln für Wohlgefühl. Aber ihre Gastronomie will mehr als Essen und Trinken, will Erlebnis sein: mit Workshops, Kräuterwanderungen, Verwöhnwochen - und einer geheimnisvollen „Waldmeister-Fee“.
„Aus der Region – für die Region“: im Dahner Felsenland scheint für alles ein Kräutlein zu gedeihen - sogar für den wirtschaftlichen Aufschwung.

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Dr. Manfred Maus
Gastronom
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