Projekt: Projektinsel


Auf einem Erlebnisparcour am Fuß des Donnersberges sollen Besuchern ökologische Zusammenhänge und die Wirkungsweisen von Sonne, Wind und Wasser erfahrbar gemacht werden. Das 1,5 Millionenprojekt erhielt dafür Zuschüsse aus dem von der EU unterstützen "Leader II"-Programm.

St. Alban

Wo Sonne, Wind und Wasser zum Erlebnis werden


Ein Ort in der Westpfalz, am Fuß des Donnersberges, grüne Wiesen, blökende Schafe und da, ganz plötzlich tauchen sie auf und der Wanderer reibt sich die Augen. Diese Gebilde aus Stahl und Glas, deren Form ein wenig an eine halbe Zitrone erinnert, über einen Teil wachsen Gras und Blumen, der Rest blinkt in der Sonne. Daß es sich weder um eine Fata Morgana noch um eine Erdstation von Außerirdischen handelt, merkt der Wanderer spätestens dann, wenn sich eine Tür öffnet und ein ganz normaler Rheinland-Pfälzer freundlich grüßt. Wenn der unseren Wanderer dann noch in dieses Bio-Solar-Haus, denn darum handelt es sich hier, einlädt, wird dieser aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen.

So ungewöhnlich wie schon das Äußere ist auch das Innere des Hauses, und besonders das, was mit Energie zu tun. Denn dieses Haus bedarf keiner Heizanlage und trotzdem ist es angenehm warm und im ganzen Haus herrscht ein gesundes Klima. Das sagen die, die sich das alles ausgedacht haben und bieten allen Interessierten an, das an einem Wochenende oder auch länger zu testen. Wer dann so richtig Feuer gefangen hat, kann in einem Seminar lernen, wie er sich sein Bio-Solar-Häuschen selbst bauen kann.

Unseren Wanderer zieht es nach einer geruhsamen Nacht aber erst mal wieder in die Natur, doch es dauert nicht lange, da bleibt er erneut stehen und kommt sich ein wenig vor wie DonQuichote. Der hatte es mit Windmühlen zu tun, in unserem Fall sind es riesige Windkrafträder, die leise vor hin summen. Und dabei im Donnersbergkreis den Jahresbedarf an Strom von etwa 16 000 Haushalten komplett abdecken. "Donner-wetter", mag sich da der Wanderer auch im Hinblick auf seine Enkel denken, "eine saubere Sache". Er setzt seinen Weg fort, doch nur kurze Zeit später hält er erneut inne. Große eingezäunte Schilf- und Pflanzenbeete, wohin das Auge blickt. "Hier wird unser Abwasser bzw. der Klärschlamm aus der Kläranlage eingeleitet", erklärt ein Einheimischer, der gerade vorbeikommt, und er schickt den Wanderer in das nahe Naturschwimmbad, das nicht nur wunderschön ist, sondern in dem zudem Mutter Natur die Wasserreinigung übernimmt.

Unseren Wanderer wundert nun fast gar nichts mehr, weiß er doch inzwischen, daß er auf dem Erlebnisparcour der "Projektinsel Wind-Wasser-Sonne" unterwegs war. Und daß er längst nicht alles gesehen hat, z.B. die Experimentierstationen, die mit Brennglas, Windpumpe und Wasserprisma spielerisch ganzen Familien die Naturkräfte nahebringt, oder die Solartankstelle und die dazugehörigen Solarmobile. Und auch das zweigeschossige Bio-Solarhaus als adäquaten Sitz eines Informationszentrums für Umwelttechnologien konnte er nicht in Augenschein nehmen - das wird nämlich erst im Sommer gebaut. Dieses Haus soll dann zentrale Anlaufstelle für Besucher der Projektinsel ("Sonne" in St. Alban/Bio-Solar-Haus Becher GmbH, "Wasser" auf dem Hengstbacherhof/Ökologischer Gewerbehof Nordpfalz und "Wind" auf dem Schneebergerhof/JuWi Windenergie GmbH) sein. Auf deren Interesse und dementsprechend zahlreiches Erscheinen hoffen auch die anderen Betreiber des Projektes, darunter der Donnersberg-Touristik-Verband und die VG Rockenhausen. Immerhin ist die Projektinsel eines von drei dezentralen Projekten der Landesgartenschau in Kaiserslautern.

Viele Hoffnungen und Erwartungen stecken in dem 1,5 Millionenprojekt, das 670 000 DM aus dem von der EU unterstützten Programm "Leader II" erhalten hat. Ob und wieweit die gezeigten ökologischen Verfahren die Wirtschaft und den Tourismus in dieser Region ankurbeln, wird die Zukunft zeigen. Mit Sicherheit ist dies einzigartige Projekt aber richtungsweisend – und eine lebenswerte Umwelt dient allen Menschen.

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