Projekt: Reparaturführer


Die Stadt Mainz hat gemeinsam mit der Handwerkskammer Rheinhessen einen ersten Mainzer Reparaturführer erstellt. Wer alte Brillen oder Schuhe loswerden möchte wird hier genauso fündig, wie die junge Braut auf der Suche nach dem passenden (zu leihenden) Kleid oder derjenige, dessen Videorecorder dringend der Reparatur bedarf.

Mainz

Mainz macht`s vor: Statt Ex und Hopp - lieber Reparatur


Schade eigentlich, da hängt das schöne Kleid im Schrank, nur zweimal getragen und jetzt passt es nicht mehr. Und Omas Schmuck, lauter Familienerbstücke, ist zwar wertvoll aber schon lange aus der Mode. Oder der Rechner, der es eigentlich noch tut, aber viel zu langsam ist. Was tun mit den guten Stücken, wegwerfen oder ...? Über diese Frage hat man in Mainz sogar im Rathaus nachgedacht und Anfang des Jahres 2000 schließlich gemeinsam mit der Handwerkskammer Rheinhessen eine Lösung präsentiert: den 1. Reparaturführer für Mainz.

Es gelte, da sind sich Oberbürgermeister und Kammerpräsident einig, das Prinzip der Nachhaltigkeit in Mainz zu verankern. Reparieren statt wegwerfen lautet die Devise, und zwar in möglichst vielen Lebensbereichen. Das spart Geld und entlastet die Umwelt – so müssen in Mainz jährlich immerhin 39 000 Waschmaschinen, Herde und Kühlgeräte und 7000 Fernseher und Computer entsorgt werden. Und: es werden auch Arbeitsplätze gesichert, denn Reparaturen können nur von Menschen gemacht werden. Im Handwerk gehörten die Reparaturen, etwa bei Rolläden, Fenstern, Fußböden u.s.w., schon immer zum Leistungskatalog. Und so finden sich im Reparaturführer selbstverständlich Firmen mit entsprechenden Angeboten. Doch fündig wird auch derjenige, dessen Instrument mehr als verstimmt ist, oder der Narr, der sein Kostüm aufpeppen lassen will. Juweliere und Goldschmiede sind vertreten, die Omas Schmuck umarbeiten, Experten reparieren Koffer und Zelte, Bücher und Kopierer, Fahrräder und Videorecorder, Hörgeräte und Landmaschinen, Computer und und und.

Viele der im Reparaturführer aufgeführten Betriebe bieten dabei mehr als die Reparatur: das Angebot reicht vom Second-Hand-Verkauf über den Verleih bis zur Entsorgung. Und dann gibt es auch noch die Betriebe, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, beispielsweise medizinisches Gerät zu recyclen und es anschließend kostenlos Hilfsorganisationen zur Verfügung zu stellen. Auch Brillen und Schuhe können auf diesem Weg einen neuen Träger z.B. in Afrika finden. Die Bereiche Auto und Bauen wurden von den Verantwortlichen bewußt außen vor gelassen, entsprechende Adressen sind hinlänglich bekannt bzw. finden sich in großer Auswahl im Branchenfernspruch. Auch erhebt der Führer keinen Anspruch auf Vollständigkeit, so sind die Verantwortlichen im Mainzer Rathaus und bei der Handwerkskammer vielmehr dankbar für Tipps und Anregungen und hoffen auf einen regen Erfahrungsaustausch.

Zu haben ist die 56 Seiten starke Broschüre übrigens jederzeit gegen eine Schutzgebühr von 2,- DM (Rathaus der Stadt Mainz und im Umwelt-Informations-Zentrum).

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
 
 
Projektträger:
Wappen
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Zitadelle Bau E
55028 Mainz

Ansprechpartner:
Dr. Gresch
Projektleitung
Zitadelle Bau E Mainz
Telefon: 06131/123730
Telefax: 06131/122044