Projekt: Car-Sharing


Für alle diejenigen, die mit ihrem PKW nur etwa 10 000 Km/Jahr fahren, lohnt es sich, über das Auto-Teilen nachzudenken. Nicht nur, weil es nachgewiesenermaßen den eigenen Geldbeutel schont, auch die Umwelt wird merklich entlastet.

Mainz

Ein Millionengewinn für die Umwelt

Mobilität ist eines der Schlagwörter unserer Zeit. Zu jeder Zeit und möglichst schnell an einem beliebigen Ort sein zu können, lautet das Credo vieler Bundesbürger und sie rechtfertigen so nicht nur ihren Erst-, sondern auch noch Zweit- und Drittwagen. Und die Automobilindustrie tut das Ihre dazu und freut sich über steigende Absatzzahlen. Doch genau betrachtet, stehen viele dieser Wagen die meiste Zeit des Tages, der Woche, des Jahres einfach herum und verursachen nicht nur für die Verbraucher Kosten, sondern benötigen Parkraum und belasten nicht zuletzt die Umwelt. Was liegt da näher, als darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, sich das Auto mit anderen Mitbürgern zu teilen – ein sogenanntes Car-Sharing.

In Mainz wird diese Art Autofahren und –teilen schon seit 1992 praktiziert (gegründet wurde die Car Sharing Deutschland 1991 in Frankfurt), zwei Wagen standen damals zur Verfügung. Der Fuhrpark ist inzwischen auf sieben Autos der Firmen Opel und Fiat – darunter auch ein Familienauto mit sieben Sitzen - angewachsen, die von rund 150 Personen genutzt werden. Da die Fahrzeuge alle zwei bis drei Jahre bzw. nach spätestens 60 000 Kilometern ausgetauscht werden, stehen den Nutzern immer neue und technisch sowie optisch einwandfreie Wagen zur Verfügung, die zudem regelmäßig gewartet und gepflegt werden.

Weder um Steuern und Versicherung müssen sich die Nutzer kümmern und ein Parkplatz ist auch vorhanden (in Mainz stehen 5 Fahrzeuge im City-Port am Hauptbahnhof und 2 Wagen im Rathaus-Parkdeck). An diesen Standplätzen gibt es auch einen Safe, in dem sich Schlüssel und Papiere des georderten Fahrzeuges befinden, die nach beendeter Fahrt hier auch wieder hinterlegt werden. Der Safe läßt sich mittels einer Codekarte öffnen, die jeder Nutzer erhält und die in allen Städten der Car-Sharing AG ihre Gültigkeit hat. Somit ist im Prinzip jederzeit ein Zugriff auf alle Fahrzeuge des Fuhrparks möglich, wenn Mann oder Frau vorab telefonisch reserviert haben. Denn ganz ohne entsprechende Organisation ist Auto-Teilen nicht möglich.

Und ohne Geld natürlich auch nicht, obwohl die Nutzer selbst für das Benzin nichts bezahlen müssen. Das ist nämlich ebenfalls im zu bezahlenden Tarif enthalten, der sich nach Fahrzeugart, Zeit und gefahrenen Kilometern berechnet, für´s Wochenende oder ganze Wochen gibt es Pauschaltarife. Und bevor die Fahrt losgehen kann, muß man als ´Car Sharing-Partner` (Mitglied) eine Kaution hinterlegen und eine einmalige Verwaltungsgebühr entrichten. Deren Höhe richtet sich danach, ob man als Familie, Firma oder erst einmal probeweise mitmachen möchte, Sonderkonditionen gibt´s für Studenten und Dritt-Nutzer (Nicht-Mitglieder). Außerdem fällt ein geringer monatlicher Mitgliedsbeitrag an.

Interessant ist das Car-sharing vor allem für Leute, die weniger als 10 000 Kilometer im Jahr fahren, sie können so mehrere tausend Mark jährlich sparen. Das hat auch die Stiftung Warentest bei Abwägung aller Vor- und Nachteile des Sharing-Systems zum wiederholten Mal bestätigt, die Tester kamen bei einem Kleinwagen mit geschätzten 8000 gefahrenen Kilometern pro Jahr auf eine Kostenersparnis von ca. 3000,- DM unterm Strich. Das lohnt sich allemal, auch für die Umwelt, denn die Gemeinschaftsautos sparen allein in Mainz etwa 100 Privatfahrzeuge und damit bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 10 000 Km/Jahr immerhin 1 000 000 Kilometer.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
 
 
Projektträger:
Wappen
Car-Sharing AG
Kasseler Str. 1a
60486 Frankfurt a.M.

Ansprechpartner:
Ralph Heinrichs
Koordinator für Mainz
Auf der langen Lein 60 Mainz
Telefon: 06131/687755