Projekt: Holz-Sonne-Kopplung


In insgesamt vier Forsthäusern in Rheinland-Pfalz sorgen Sonne und Holz gemeinsam für Heizung und Warmwasser. Über ein ausgeklügeltes Mess- und Steuerungssystem kommunizieren die beiden Energieträger miteinander.

Bingen

Wenn Holz und Sonne sich im Speicher treffen

Ob Wind, Wasser, Sonne oder Holz – Mutter Natur stellt uns jede Menge Energiequellen zur Verfügung, und das ganz umsonst. Wir müssen nur noch lernen, sie effektiv und möglichst kostengünstig zu nutzen. Mit genau diesem Thema beschäftigen sich die Mitarbeiter der Transferstelle für rationelle Energienutzung bei der Fachhochschule Bingen. Sie haben jede Menge Ideen und einige davon bereits umgesetzt. Zum Beispiel in den Forsthäusern Taubensuhl (Landau), Lambrecht und Vorderweidenthal in der Südpfalz oder den Forsthäusern Neupfalz, Opel und Winterbach.

Was liegt bei einem Forsthaus näher, als Holz für die Wärmegewinnung zu nutzen. Bei einigen der Häuser waren dementsprechend Holzfeuerunganlagen (z.T. auch Kochherde) vorhanden, in anderen Häusern mußten sie neu installiert werden. Verbrannt wird in allen Fällen Abfallholz, das nicht oder nur schwer vermarktet werden kann. Bis hierhin ist die Idee fast so alt wie die Menschheit.

Neu und interessant wird das Projekt durch die gleichzeitige Nutzung von Sonnenenergie. Dazu wurden auf den Häusern 12-16 m2 große Sonnenkollektoren installiert, sie dienen in erster Linie der Erwärmung des Brauchwassers. Dreh- und Angelpunkt der ganzen Idee ist nun ein von beiden Anlagen (Holz und Sonne) gespeister Pufferspeicher, in Taubensuhl gibt es beispielsweise zwei Pufferspeicher mit insgesamt 1600 l Fassungsvermögen. Ist das Wasser warm genug und die Raumtemperatur optimal, entschwindet die überschüssige Energie nicht einfach zum Schornstein hinaus, sondern fließt in diesen Speicher. Der ist mit einem so ausgeklügelten Mess- und Steuerungssystem versehen, daß die beiden Energielieferanten sogar miteinander kommunizieren können. Wieviel Holz letztendlich gebraucht wird, hängt damit nicht zuletzt von der Sonnenscheindauer und Intensität ab. Die Anlage im Forsthaus Taubensuhl war der Stadt Landau 46ooo,- DM wert, ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Umsetzung der Ziele der Lokalen Agenda 21.

Übrigens, interessant ist so ein Pufferspeicher auch für ein Einfamilienhaus. Es lassen sich damit nicht nur fossile Energielieferanten (Öl, Gas) einsparen, der Bund unterstützt diese Art der nachhaltigen Umweltentlastung zudem mit einem Zuschuß.

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