Projekt: VHS - Runder Tisch und Seminare zur LA 21


Schon seit vielen Jahren gibt´s bei der VHS Neuwied Angebote zum Themenfeld "Lokale Agenda". Besondere Resonanz finden dabei Schülerseminare, deren Ergebnisse direkt umgesetzt wurden.

Neuwied

Wo Lernen nachhaltige Eindrücke hinterläßt

Die Volkshochschule, kurz vhs, war früher fast ein Synonym für preiswerten und guten Fremdsprachen-Unterricht in der Hauptsache für lernwillige Erwachsene. Kinder verbanden mit dem Begriff vhs eher Töpfern oder andere Angebote im Kreativbereich. Heute deckt das Bildungsangebot alle Lebensbereiche ab. So finden sich beispielsweise im Vorlesungsverzeichnis der VHS Neuwied seit einigen Jahren im Bereich "Politik- Gesellschaft - Umwelt" auch Seminare zum Thema Lokale Agenda 21.

Schon 1996 setzte sich "Die Brücke" (so heißt die VHS in Neuwied) für einen "Runden Tisch - Lokale Agenda 21 - Neuwied" ein. Ein Aufruf erging an die verschiedensten Organisationen wie Kirchen und Schulen, aber auch städtische Ämtern sowie Ver- und Entsorgungsbetriebe, ebenfalls am Tisch Platz zu nehmen. Die Resonanz war unterschiedlich - auch nach drei Jahren Arbeit sind viele Politiker noch immer skeptisch und mitunter sogar der Meinung, der runde Tisch sei überflüssig. Die VHS hält jedoch am eingeschlagenen Weg fest und so findet sich auch im jüngsten Programm der "Arbeitskreis Der Runde Tisch – Lokale Agenda 21 Neuwied". Der Kreis trifft sich wie schon in den vergangenen Jahren jeden dritten Montag im Monat und hat sich im Semester I/2000 wie in den Semestern zuvor den Beitritt der Stadt Neuwied zum Klimabündnis, eine Solaroffensive z.B. Solaranlagen für alle Schulen, die Förderung ökologischen Bauens und Wohnens, und eine Kommunale Entrichtungspflicht als Ziel gesetzt. Zu diesem Arbeitskreis sind ausdrücklich alle umweltpolitisch interessierten Neuwieder eingeladen.

Doch nicht nur am runden Tisch engagiert sich die VHS Neuwied in Sachen Lokale Agenda. Sie wollte und will mit ihren Weiter-Bildungs-Angeboten möglichst viele Menschen aller Altersgruppen ansprechen. So wurde im März erstmals 1998 ein Zweitagesseminar angeboten, das sich in erster Linie an Multiplikatoren richtete. Gemeinsam mit dem IFOK (Institut für Organisationskommunikation, Bensheim) waren pädagogische Fachkräfte geladen, sich mit dem Thema "Unsere Verantwortung für Umwelt und nachhaltige Entwicklung" auseinander zu setzen. Der nachhaltige Erfolg dieser Veranstaltung zeichnete sich schon bei der Anmeldung zu diesem Seminar ab, an dem "nur" 21 Personen aus den Bereichen Schule und Erwachsenenbildung sowie Kinder- und Jugendarbeit teilnehmen konnten. Die erarbeiteten Ergebnisse wurden in mehreren Projektgruppen konkretisiert. Diese Projekte, besonders zum Thema "Unsere Welt – eine Welt?!" und ein "Energiespaßprojekt" wurden inzwischen erfolgreich an Schulen realisiert.

Dem Multiplikatoren-Seminar folge im Herbst 1998 ein SchülerInnenseminar, das in erster Linie auf die Motivierung der Jugendlichen zu einer "Mitarbeit an der Verwirklichung der LA 21" abzielte. Das Ergebnis dieses Seminars sind drei Projekte (Umweltladen, Regenwassernutzung, u.a.), die direkt an den jeweiligen Schulen umgesetzt wurden und dort auf eine große Resonanz stießen Bei diesem und allen folgenden Seminaren war die Teilnehmerzahl auf max. 25 Personen begrenzt. Der große Erfolg dieser Veranstaltung war für die VHS Grund genug, weitere Seminare anzubieten – bis Ende 1999 waren es neun Veranstaltungen.

Doch nicht nur mit diesen "Groß"-Projekten, darunter fällt sicher auch der Selbstbau von Solarzellen, engagiert sich die VHS im LA-21-Prozeß. Im Vorlesungsverzeichnis finden sich immer wieder auch kleinere und unspektakuläre, aber deshalb nicht weniger informative Veranstaltungen. So wurden im WS 99/2000 Pflanzenkläranlagen vorgestellt und besichtigt, wurden Waldschäden und Klimakatastrophe erklärt. Und im 1. Halbjahr 2000 stehen die Windkraft und die Luftdichtigkeit in Gebäuden auf dem Plan.

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Dieter Melsbach
Leiter der VHS