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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Wer sich kein Ziel setzt, kann auch nicht ankommen - die Fundraisingstrategie

Ähnlich wie bei einer Wanderung, bei der man das Ziel kennen muss, um die Wegstrecke zu bestimmen, ist es auch beim Fundraising. Das Ziel bestimmt den Weg.

Ein Ziel ist ein eindeutig definierter Zustand, den wir durch unser Handeln zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben wollen. Allerdings können wir nicht alle Faktoren beeinflussen, die das Erreichen des Zustandes bewirken.

Das Fundraisingziel beim Modellprojekt Kaiserbacher Mühle lautet:

Bis Mitte 2005 sollen 150 000 € zur Finanzierung des Aufbaus des Weltengartens eingeworben werden.

Das Ziel klar vor Augen, geht es jetzt daran, die Route festzulegen, die einzuschlagen ist, um bei dem Ziel auch wirklich anzukommen. Sind es bei Wanderung Kriterien wie Ausdauer, Fitness, Ausrüstung, die die Route letztlich festlegen, so ist sind es beim Fundraising beispielsweise das Budget, die personellen Voraussetzungen, die Potenz der Zielgruppen u.v.m., die für die Auswahl des Weges entscheidend sind.

Zudem müssen die Chancen und Risiken bedacht werden. Im Bild der Wanderung gesprochen sind das Gewitter, Steinschlag, Verletzungen, wilde Tiere oder ähnliches, beim Fundraising sind es beispielsweise politische Stimmungen, Konkurrenz, Fehleinschätzungen oder Personalausfall.

Die Ist-Analyse hat dazu gedient, sich die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken bewusst zu machen. Die Ergebnisse werden nun herangezogen, um die Strategie so festzulegen, dass sie passgenau zu den Voraussetzungen vor Ort passt und somit eine Zielerreichung am wahrscheinlichsten ist.

Die Stärken und ihre Auswirkungen auf die Strategie

Stärken Auswirkungen auf die Strategie

Ideale räumliche Voraussetzungen

Dient zur Aufzählung der Eigenleistungen und weckt Vertrauen bei Spendern und Unterstützern in Bezug auf die Chancen der Zielverwirklichung

Große Vielfalt von personellen Kompetenzen und Engagement

Kann ebenfalls dazu eingesetzt werden, um Vertrauen in Bezug auf die Chancen der Zielverwirklichung zu werben

Hoher Bekanntheitsgrad, große Akzeptanz in der Öffentlichkeit

Bei der Bitte um Unterstützung kann davon ausgegangen werden, dass viele der Angefragten die Kaiserbacher Mühle bereits kennen

Gute Resonanz auf Tierpatenschaften

Bisherige Erfolge im Fundraising sind zu verzeichnen

5000 bis 10 000 Besucher jährlich

Veranstaltungen können als Forum genutzt werden, Privatpersonen auf das Projekt ausmerksam zu machen und Adressen systematisch zu akquirieren

vielfältiges, beliebtes Angebot

Personen, die das bisherige Angebot gerne nutzen, können auch für das Projekt Weltengarten gewonnen werden sowohl als Unterstützer als auch als Kunden

bestehende Kommunikationsmedien

Können die neu zu gestaltenden Medien für dieses Projekt evtl. unterstützen

Gutes Netzwerk

Aufbau von Kooperationen, um den Partnern ein Mitwirken zu ermöglichen und die regionalen Kompetenzen zu bündeln

hohe Motivation und Ideenvielfalt, Fülle von Möglichkeiten durch die Örtlichkeit

Gut bei der Entwicklung und Umsetzung von Veranstaltungen und Aktionen

durch die Einbettung in den globalen Rahmen Abgrenzung zu den konkurrierenden Anbietern

Eigenes Profil kann geschärft werden, ohne zu Anbietern mit ähnlichen Leistungen eine Konkurrenz aufzubauen

Die Schwächen Auswirkungen auf die Strategie

Schwächen Auswirkungen auf die Strategie

klare Abgrenzung zwischen Zielen der Gemeinschaft als Privatpersonen und dem gemeinsamen professionellen gemeinnützigen Engagement nicht nach außen kommuniziert

Projekt bietet die Chance, die Trennung klarer zu kommunizieren

bei der momentanen Organisationsstruktur fehlen klare Zuständigkeitsbereiche

Bei dem Aufbau des Weltengartens werden die Zuständigkeiten bereits vor der Verwirklichung festgelegt

Koordination der einzelnen Aktivitäten bisher unzureichend

Beim Aufbau des Weltengartens ist auf einen guten Kommunikationsfluss mit den Verantwortlichen der weiteren Bausteine des Weltendorfen zu achten

Kreis der Aktiven ist relativ klein

Beim Weltengarten müssen gezielt neue Helfer und Ehrenamtliche akquiriert werden

Adressen wurden nicht konsequent gesammelt und gepflegt

Aufarbeitung der Adressen ist zwingend erforderlich, das Einführen einer Systematik bei der Neuaufnahme von Adressen und deren Pflege ist mit der Festlegung von Zuständigkeiten zu klären

bisher keine klare Kommunikation der Leitziele nach außen

Gesamtprojekt Weltendorf bietet die Chance, die Leitziele deutlicher zu kommunizieren

keine Fundraisingstrukturen aufgebaut

Beim Aufbau des Weltendorfes ist es unerlässlich, Strukturen fürs Fundraising mit zu implementieren und verbindlich Zuständigkeiten dafür festzulegen

keine Eigenmittel

Da die finanziellen Mittel fehlen, müssen diese mit ehrenamtlichen Einsatz und durch das zur Verfügung stellen der Örtlichkeiten ausgeglichen werden

keine Transparenz des Mittelflusses aus bisherigen Fundraisingmaßnahmen nach außen

Klare Kommunikation der Verwendung der eingeworbenen Mittel

Die Chancen und die Auswirkungen auf die Strategie

Chancen Auswirkungen auf d ie Strategie

Ruanda-Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz

Interessen der Landesregierung an der Verwirklichung des Projektes berücksichtigen

Tourismusgebiet Südpfalz

Steigerung der Attraktivität des Standortes durch das Weltendorf, Interessen der Verbandsgemeinde an der Verwirklichung des Projektes

Neue Wege in der Bildung

Das alternative Bildungsangebot kann als Qualitätssteigerung des Bildungsangebotes der umliegenden Schulen wahrgenommen werden

Die Risiken und die Auswirkungen auf die Strategie

Risiken Auswirkungen auf die Strategie

Zahl der Aktiven kann nicht erweitert werden

Neben Methoden, die vom Einsatz vieler Beteiligter leben, müssen einfache, wenig arbeitsintensive Methoden zum Einsatz kommen.

Zuständigkeitsbereiche bleiben unbesetzt

Verstärkter Einbezug einer Fundraisingagentur um gegebenenfalls Lücken abzudecken

Wirtschaftsflaute

Da der Einsatz der Wirtschaft gering sein kann, müssen gezielt andere Quellen akquiriert werden

Ablehnung des Projektes

Klare und intensive Kommunikation der Ziele

Nach diesem Zwischenschritt sind wir nun in der Lage, die Unterziele für die Fundraisingroute endgültig abzustecken.

Die Fundraisingstrategie

Zum Einwerben der 150.000 Euro zum Aufbau des Weltengartens sollen

- Kooperationspartner aus dem vorhandenen Netzwerk gefunden werden, die sich bei dem Aufbau des Projektes aktiv beteiligen möchten. Durch Dienstleistungen, Beiträge für die ständige Nutzung der Angebote oder Miete der Örtlichkeiten für eigene Veranstaltungen sollen sie sich an den Kosten beteiligen,

- Anträge auf Förderung bei Ministerien, EU und Stiftungen gestellt werden,

- über Bauaktionen mit dem Freundeskreis der Kaiserbacher Mühle (Publikum Familienfrühstück, Aktionstage), den Mitgliedern des Lobby für Kinder e.V. , Eltern aus den kooperierenden Schulen, Jugendlichen, Internationale Workcamps, Mitarbeiter Unternehmen und Ehrenamtliche Eigenleistungen erbracht werden,

- Material- und Dienstleistungsspenden eingeworben werden, 

- Privatspenden/Anlasspenden akquiriert,

- Unternehmen über Sponsoring mit einbezogen,

- und Aktionen wie Maisfeldlabyrinth, Familienfrühstück, Aktionstag (Welt ohne Grenzen) genutzt werden.

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