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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Wie gründet man einen Förderverein

Die Gründungsidee

Eine Vereinsgründung erfolgt in aller Regel nicht spontan, sondern nach vorheriger Absprache mit den Interessierten. Die Idee speziell zur Gründung eines Fördervereins geht zumeist einher mit einem größeren Projekt oder Investition einer Einrichtung. Der Wunsch, das Projekt zu verwirklichen, bündelt viele Interessen und bietet daher einen optimalen Anlass.

Wichtig ist, gleich bei der Gründung darauf zu achten, dass der Förderverein nicht nur aus einer Interessensgruppe der entsprechenden Einrichtung; sondern aus einem ausgewogenen Mix aus allen Ebenen besteht, d. h. sowohl haupt- als auch neben- als auch ehrenamtliche Mitarbeiter vertreten sind wie auch Menschen aus dem Freundeskreis und Netzwerk der Einrichtung. Am besten ist auch noch eine Besetzung mit den Meinungsträgern des Ortes oder der Region, um die Idee des Fördervereins öffentlicher zu gestalten und so erweiterte Möglichkeiten für die Bewerbung des Zweckes zu haben.

Die Satzung

Im Prinzip gleicht die Satzung eines Fördervereins der eines herkömmlichen rechtsfähigen Vereins bis auf den Zweck.:

Ein konventioneller Verein hat eigene Ziele, die er mit in der Satzung mehr oder weniger definierten Mitteln und Methoden erreichen will. Er arbeitet also für seine Ziele.

Ein Förderverein jedoch hat nur ein Ziel: Die Förderung einer Einrichtung, eines Hauses oder eines Denkmals. Er arbeitet also nicht inhaltlich, sondern unterstützt die inhaltliche Arbeit der zu fördernden Einrichtung. Die Art und Weise dieser Unterstützung wird in der Satzung grob festgelegt, zum Beispiel durch Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Durchführung von Veranstaltungen, durch Unterstützung bei der Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter u.ä..

Da ein Förderverein in der Regel die mit der Gemeinnützigkeit verbundenen steuerlichen Vorteile in Anspruch nehmen will, so muss er seine gemeinnützige Zielrichtung auch in der Satzung verankern.

Die Satzung soll Bestimmungen enthalten über 

  • den Eintritt und Austritt der Mitglieder; 
  • die von den Mitgliedern zu leistenden Beiträge
  • die Bildung des Vorstandes;
  • die Voraussetzungen, unter denen die Mitgliederversammlung einzuberufen ist, über die Form der Einberufung und über die Beurkundung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

Ohne diese Angaben wird das Registergericht den Verein nicht eintragen.

Die Satzung kann schließlich zahlreiche weitere Regelungen treffen, die im Einzelfall zweckmäßig erscheinen. Sie kann z.B. zusätzliche Rechte und Pflichten der Mitglieder (vgl. S. 14) oder die Zugehörigkeit des Vereins zu einem übergeordneten Verband vorsehen.

Nicht selten werden in der Satzung Befugnisse der verschiedenen Vereinsorgane (Vorstand, Mitgliederversammlung) abgegrenzt oder zusätzliche Organe (etwa Beiräte und Ausschüsse mit bestimmten Aufgaben) geschaffen oder Einzelheiten zur Willensbildung in der Mitgliederversammlung geregelt.

Der Gründungsakt

Die Gründung eines Fördervereins ist identisch mit der Gründung eines herkömmlichen Vereins. Ein Verein kann im Prinzip bereits mit zwei Personen gegründet werden, zur Eintragung ins Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichts und damit zur Erlangung der Rechtsfähigkeit ist es jedoch erforderlich, dass sieben geschäftsfähige Mitglieder sich bereit erklären, die Satzung in der vorliegenden Form zu unterschreiben.

Beim ersten Treffen (Gründungsversammlung) der Vereinsmitglieder wird die Satzung noch einmal durchgesprochen, die alle anwesenden Mitglieder unterschreiben (Gründungsakt). Der vertretungsberechtigte Vorstand wird nach den Vorgaben der Satzung gewählt.

Anschließend hat der gesamte vertretungsberechtigte Vorstand den Verein beim Vereinsregister anzumelden. Dabei muss der Anmeldung die von mindestens sieben Mitgliedern unterschriebene Satzung in Urschrift und Abschrift und eine Abschrift der Urkunde über die Bestellung des Vorstandes beigefügt werden.

Da erfahrungsgemäß Satzungsbestimmungen neu gegründeter Vereine vom Registergericht häufig beanstandet werden müssen, ist es zweckmäßig, in der Gründungsversammlung dem vertretungsberechtigten Vorstand Vollmacht zur Vornahme im Rahmen des Eintragsverfahrens etwa erforderliche Satzungsänderungen zu erteilen. Dadurch können die sonst unumgängliche Wiederaufnahme der Gründungsversammlung und neuerliche Anmeldung vermieden werden.

Weiterhin ist die Satzung beim Finanzamt zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit vorzulegen. Diese wird nach Prüfung der Satzung vorläufig anerkannt, wenn keine Bedenken bezüglich der Zwecke bestehen. Die entgültige Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt in zwei Jahren, wenn auch die tatsächliche Geschäftsführung geprüft und als den gemeinnützigen Zwecken entsprechend anerkannt wird.

Weitere Informationen über Förderverein finden Sie unter

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