Direkt zum Hauptmenü. Direkt zum Untermenü. Direkt zur linken Navigation. Direkt zum Text.

Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Bußgelder für die eigene Einrichtung akquirieren

Schritt 1: Aufnahme in die Liste

Als erstes lässt man sich beim zuständigen Oberlandesgericht auf die Liste der zuweisungsberechtigten Organisationen aufnehmen. Am besten Sie informieren sich über das genaue Verfahren Ihres Oberlandesgerichtes. In der Regel sind dem Antrag zur Aufnahme in die Liste die Satzung, ein Auszug aus dem Vereinsregister, der Freistellungsbescheid und die Zustimmung zur Unterrichtung der listenführenden Stelle über die Gemeinnützigkeit beizulegen.

Schritt 2: Die richtigen Ansprechpartner

Dann gilt es Name und Anschrift der relevanten Richter und Staatsanwälte zu recherchieren. Auskünfte bekommt man beispielsweise über die Telefonverzeichnisse der Gerichte, über Telefon-CD´s, Adressverzeichnisse oder ähnliches. Am besten eignen sich natürlich Adressen von Richtern, die man schon kennt oder zu denen sich ein persönlicher Bezug herstellen lässt.

Schritt 3: Der Bußgeldbrief

Kennt man die Richter nicht persönlich, dann erstellt man einen Bußgeldbrief, der an die recherchierten Adressen versandt wird.

Der Bußgeldbrief unterscheidet sich grundsätzlich vom Spendenbrief. Er ist kurz und sachlich gehalten, beschreibt Organisation und aktuelles Projekt auf höchstens einer Seite. Wenn vorhanden kann noch ein kleines Faltblatt über Organisation oder Projekt dem Bußgeldbrief beigelegt werden.

Zusätzlich zum Anschreiben und eventuellen Zusatzinformationen enthält der Bußgeldbrief kleinformatige Adressaufkleber, die Name und Anschrift der Organisation und die spezielle Bußgeldkontonummer enthält. Diese Aufkleber werden von den Richtern gerne genutzt, um im Bußgeldbescheid dem Betroffenen die zu begünstigende Organisation mitzuteilen. Ein Service dieser Art zahlt sich fast immer aus.

Weiterhin werden dem Bußgeldbrief Überweisungsträger beigelegt, die bereits die Daten Ihrer Organisation enthalten und außerdem im Feld Überweisungszweck den Aufdruck „Aktenzeichen“ und „keine Spende“ haben.

Schritt 4: Persönlicher Kontaktaufbau zu den Entscheidungsträgern

Auch beim Bußgeldmarketing ist die persönliche Kontaktaufnahme erfolgssteigernd. So empfiehlt sich auch hier, den Richter ca. eine Woche nach Versand des Bußgeldbriefes anzurufen, sich über sein Eintreffen zu informieren und anzubieten, wenn gewünscht, gerne noch weitere Informationen über das Projekt zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus kann man anbieten, auch mal persönlich vorbeizukommen. Grundsätzlich gilt, umso mehr der Richter mit Ihnen oder Ihrer Organisation persönlich etwas verbinden kann, umso größer ist das Vertrauen und damit die Wahrscheinlichkeit nicht in der Liste unter zu gehen.

Um diesen Kontakt weiter aufzubauen und zu vertiefen sollte man den Entscheidungsträgern immer wieder mal über den aktuellen Stand des Projektes Bericht erstatten.

Ganz wichtig ist auch der sofortige Dank nach der ersten Zuweisung. Bei höheren Zuweisung empfiehlt sich ein persönlicher Brief oder ein Telefonat.

Grundsätzlich gilt es, alle Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme wahrzunehmen, um die Beziehung weiterhin zu pflegen.

Weitere Informationen zum Thema Bußgelder finden Sie unter

Verwaltung

© 2006-2016 Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz