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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

29. Aug. 09 - 13. Sonntag nach Trinitatis / 22. Sonntag im Jahreskreis

ev. Reihe II kath. 1. L. kath. 2. L. kath. Evang.

1 Joh 4, 7-12

Sir 3, 17-18.20.28-29 (19-21.30-31)

Hebr 12, 18-19.22-24a

Lk 14, 1.7-14

Die Verfasser betrachten den ev. Predigttext und den Text zur kath. ersten Lesung. Stichworte zur Nachhaltigkeit: Bewahrung und Sorge um die Schöpfung sind Erscheinungsweisen der Liebe (1 Joh 4); Gier im globalen Wirtschaften, Generationengerechtigkeit, gelebte Bescheidenheit (Sir 3)

1. Johannes 4, 7-12

Der 1. Johannesbrief ist einer der sieben sogenannten Katholischen Briefe, die nicht an bestimmte einzelne Gemeinden adressiert sind, sondern sich an einen größeren Leserkreis richten. Katholisch bedeutet dabei: Universal, allgemein. Trotz der universalen Bedeutung wendet sich der 1. Johannesbrief wahrscheinlich an einen örtlich begrenzten Kreis christlicher Gemeinden, abgefasst gegen Ende des 1. Jahrhunderts. Nicht nur in der zeitlichen Einordnung, sondern auch in Stil und Gedankengut ist der Brief mit dem Johannesevangelium nahe verwandt. Inhaltlich ist er ein Zeugnis für den wahren Glauben an Jesus Christus als Gottessohn und als Sieg über die Welt und Weg zum Leben. Im 4. Kapitel steht die Liebe im Mittelpunkt, in der sich der Glaube verwirklicht.

Predigtgedanken
Die Worte zur Liebe sind vertraut, manchmal all zu bekannt aus unzähligen Trauansprachen - 15mal das Wort Liebe in diesem einen Text, das ist schon fast inflationär und verleitet zu dem Urteil: Na ja, von Kirche ist nichts anderes zu erwarten: „Piep, piep, piep, wir hab’n uns alle lieb.“ Dabei ist der Grundgedanke des Textes einfach und einfach gut: In Jesus Christus hat die Welt anschaulich konkret erfahren, dass Gott die Liebe ist, was mehr bedeutet als dass Gott lieb ist! Wer sich nun zu diesem Gott bekennt, kann gar nicht anders als selbst zu lieben. Der Textautor wagt jedoch darüber hinaus den Umkehrschluss: „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht.“ Lieben in diesem Sinne ist etwas anderes und mehr als lieb sein bzw. lieb haben. Das Ausschlaggebende ist die Identifikation Gottes durch die Liebe: Gott IST die Liebe. Die Liebe, wie sie im konkreten Menschen Jesus sichtbar ist, stellt Gott dar und bezeugt, dass Gott wirkt. Gott wird so spürbar, sichtbar, erlebbar. In dieses Wirken wird der glaubende Mensch nun hineingezogen: Wer in der Liebe lebt, lebt in Gott, und Gott in ihm und ihr. Wer nun mit neutestamentlichem Gedankengut der Frage nachspürt, worin denn nun diese Liebe bestehe, wird in erster Linie die Vergebung der Sünde, geschenkte Gnade und Versöhnung finden, bei tieferem Bedenken jedoch auch die Mitmenschlichkeit Gottes, gerade bei Paulus und Johannes. Und auch Versöhnung meint ursprünglich nichts anderes, so, wie Vergebung der Sünde bedeutet: Aufhebung des Getrenntseins von Gott und Mensch. Trefflich heißt es im bekannten Lied 401 des Ev. Gesangbuchs: „Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht.“ Wer die Frage, worin diese Liebe nun konkret bestehe, auch mit Hilfe alttestamentlicher Texte oder auch so vieler bekannter Dank- und Loblieder zu beantworten sucht, wird immer auch auf das Werk der guten Schöpfung verwiesen: Gott erweist seine Liebe als Schöpfer und Bewahrer. Und der Mensch, der sich zum Bilde Gottes gemacht weiß und sich zu dem Gott bekennt, der zum Mitmensch geworden ist, wird dann auch Liebe konkret werden lassen in der Sorge um die Schöpfung. Sie zu bewahren durch entsprechendes Verhalten und Planen ist Teil jener Liebe, mit der Gott konkret in der Welt wirkt.

Predigtmeditation zu Sirach 3, Verse 17,18, 20, 28, 29

Das Buch Sirach, das zur Weisheitsliteratur zählt, enthält viele direkte und einfach umsetzbare Anweisungen, wie sich ein gläubiger Mensch in seinem Leben gegenüber den Mitmenschen und der Schöpfung zu verhalten hat. Ein solches gottgefälliges Leben hat nicht nur Ausstrahlung auf die Mitmenschen, sondern bedeutet gleichzeitig ein Lobpreis Gottes. In Ehrfurcht und Respekt vor Gott zu leben, nimmt die Sünde weg (Kapitel 1, Vers 21), wo man den Herrn ehrt durch Weisheit und ein Leben nach seinen Geboten, da blühen Wohlstand und Gesundheit. Von dieser Folie her werden zu verschiedenen Stichworten Verhaltens- und Handlungsanweisungen entfaltet. In unserem Abschnitt geht es um das Stichwort „Bescheidenheit“.

Ein wesentlicher Auslöser der weltweiten Finanzkrise seit 2008, deren Erschütterungen bis heute sicht- und fühlbar sind, war die Gier der Menschen nach Geld. Man glaubte, damit sei Macht, Einfluss und gutes Leben verbunden. Doch die Gier hat die weltweite Ökonomie an den Rand ihres Zusammenbruchs geführt. Es hat wenig mit Nachhaltigkeit und einer Wirtschaftsform für künftige Generationen von Mensch, Tier und Mitwelt zu tun, wenn Menschen nichts weiter im Sinn haben als Geld zu scheffeln, Millionen Euro auf ihr eigenes Konto zu bekommen; so viel Geld, das sie in ihrem eigenen Leben nicht brauchen werden und auch nicht ausgeben können. Genau gegen diese Strömung wäre zu sprechen; noch nicht ein halbes Jahr nach dem Zusammenbruch der meisten Investmentbanken „ ist das Casino wieder geöffnet“. Man macht wieder Geld, Gewinne ohne Rücksicht. Nichts gelernt? Nein, darum geht es nicht: der Egoismus ist inzwischen grenzenlos, es geht nur noch um mich selber. Auf wessen Kosten ist uninteressant.

In diesem Zusammenhang hat die Wochenzeitschrift „Der Spiegel“ in der Ausgabe 31/2009 vom 27.7.2009 ein Interview mit dem früheren sächsischen CDU-Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (79 Jahre) abgedruckt. Dieser CDU-Politiker kann durchaus nicht als dumm oder raffgierig bezeichnet werden. Er gilt als einer der Hauptträger der bundesdeutscher Politik, ist eher im konservativen Lager zu verorten.

Im Folgenden gebe ich einen Ausschnitt aus dem besagten Interview wieder:

„...
Spiegel: Viele Konjunkturforscher sind weniger besorgt. Nach ihren Prognosen wird es spätestens im nächsten Jahr wieder aufwärts gehen. Was spricht dagegen, dass die deutsche Wirtschaft wieder genauso wächst wie vor der Krise?
Biedenkopf: Wer glaubt, die Welt werde nach diesem Zusammenbruch wieder zum Vorkrisenzustand zurückkehren, folgt einer gefährlichen Illusion. Die Krise ist nicht vorbei, vor allem aber sind ihre Ursachen nicht beseitigt. Die Industrieländer folgen seit mindestens drei Jahrzehnten einem verfehlten Wachstumsbegriff. Das Wachstum ist zum Fetisch geworden, mit all den irrationalen Konsequenzen, die wir heute als Ausbeutung der Umwelt, Zerstörung des Klimas und Belastung nachfolgender Generationen erleben.
Spiegel: Die Krise ist doch nicht durch Wachstum verursacht worden, sondern durch die verantwortungslosen Spekulationen von Bankern und Finanzinstitutionen.
Biedenkopf: Ihre Analyse greift zu kurz. Ohne Wachstum lassen sich demokratische Staaten nicht regieren, hieß es schon auf dem Weltwirtschaftsgipfel 1978. War das Wachstum zu gering, musste es deshalb durch sogenannte Wachstumsfördernde Maßnahmen „gefördert“ werden, finanziert mit Staatsverschuldung. Flankiert wurde diese Politik durch die Verschuldung von Unternehmen und Privathaushalten, durch Kreditkarten oder Hypotheken ohne Eigenkapital wie in den USA. Es war eine entgrenzte, aus den Fugen geratene Entwicklung. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat sie vorläufig beendet. Das macht ihre eigentliche Bedeutung aus. Sie leitet einen Paradigmenwechsel ein, der uns auf Jahre in Atem halten wird. Die Folgen werden unumkehrbar sein.
Spiegel: Der Wunsch nach mehr ist doch keine Erfindung von Politkern. Die meisten Menschen streben nach Wachstum, einfach weil sie besser leben wollen.
Biedenkopf: Ob wir mit immer mehr Wachstum auch immer besser leben ist keineswegs entschieden. Demoskopische Untersuchungen zeigen, dass in Deutschland ganze 20% der Bevölkerung bereit sind, für mehr Wachstum mehr zu arbeiten. Die Mehrheit will sichern, was sie hat. Das ist den meisten genug. Sie sagen zwar, Wachstum sei unverzichtbar, weil sie das überall lesen. Aber sobald es um ihr eigenes Leben geht, denken sie ganz anders.
Spiegel: Wenn die Menschen weniger arbeiten, aber genauso viel verdienen wollen, ist das auch eine Form von Wachstum. Was ist daran so schlimm?
Biedenkopf: Gefährlich wird es, wenn Wirtschaftswachstum politisch als so unverzichtbar angesehen wird, dass seine Förderung Staatsverschuldung rechtfertigt. Schauen Sie sich die Entwicklung seit den 70ger Jahren an. Um das Wachstum anzukurbeln, haben die Industrieländer gigantische Staatsschulen angehäuft, von denen heute niemand weiß, wann und wie sie zurückgezahlt werden sollen. Oder nehmen Sie die Krise der Autoindustrie. Die deutschen Hersteller hätten erkennen können, dass ihr Absatz in den USA weitgehend auf Pump basiert. Hätten Europäer, Japaner und Chinesen nicht das amerikanische Handelsbilanzdefizit finanziert, hätten die Deutschen nicht so viele Autos in die USA exportieren können. Letztlich haben wir die Ausfuhrerfolge unserer Automobilindustrie in Amerika selbst mitfinanziert. Das ist keine langfristig sinnvolle Politik.
Spiegel: Fragt sich nur, wer die Schuld daran trägt. Die Amerikaner, die auf Pump konsumieren, oder die Europäer, die übermäßig viel exportiert haben?
Biedenkopf: Beide. Wir alle haben seit Jahren über unsere Verhältnisse gelebt. Und die Schuldscheine reichen wir an unsere Enkel weiter. Es funktioniert nicht mehr. Die Rücksichtslosigkeit, mit der Industrieländer seit Jahren auf Kosten nachfolgender Generationen leben, stößt mittlerweile auf Widerstand. Den können wir auch in der aktuellen Debatte über unser Rentensystem studieren.
Spiegel: Das heißt, sie stimmen Finanzminister Steinbrück zu, der die Rentenpolitik der großen Koalition als ungerecht gegenüber den Jungen bezeichnet hat.
Biedenkopf: In der Tat. Die geburtenstarken Jahrgänge, die ab 2015 in den Ruhestand gehen, haben 30% weniger Kinder als meine Generation. Sie haben aber sehr viel höhere Rentenansprüche. Das kann nicht gut gehen. Die Enkel werden die Rentenerwartungen ihrer Eltern nicht einlösen: Sie können es auch nicht. Die Steuer- und Abgabenlast wäre einfach zu hoch. Wir müssen neue Antworten finden! Und dazu gehört: Länger arbeiten.
Spiegel: Schon jetzt gibt es 20 Millionen Rentner im Land. Bald werden die Älteren die Mehrheit der Wähler stellen. Es wäre Selbstmord, würden die Parteien eine Politik auf Kosten der Senioren machen.
Biedenkopf: Das sehe ich anders. Die Senioren haben dann vielleicht die Mehrheit. Aber die Macht haben sie deshalb nicht. Die haben diejenigen, die das Bruttoinlandsprodukt erzeugen und Beiträge und Steuern zahlen. Sie werden sich weigern, für die Senioren mehr zu leisten, als die für ihre Eltern geleistet haben. Es geht nicht allein um die Rente. Es geht um Generationengerechtigkeit und darum, dass wir eine grundlegend andere Politik brauchen.
Spiegel: Wie könnte die aussehen?
Biedenkopf: Das 21. Jahrhundert muss ein Jahrhundert der Bescheidenheit werden. In Europa wird es nicht mehr in erster Linie um die Vermehrung des Verteilbaren gehen. Was wachsen muss, ist die Intelligenz, mit der wir unser Leben und unser Land organisieren, und eine Fähigkeit zur Begrenzung.
Spiegel: Die Wachstumsraten in den westlichen Industrieländern sinken doch schon seit Jahrzehnten. Offenbar hat die westliche Welt den Weg der Vernunft, wie sie ihn anmahnen, längst eingeschlagen.
Biedenkopf: Geringere Wachstumsraten sind kein Zeichen für die Rückkehr der Vernunft. Wenn sich morgens vor jeder Großstadt lange Staus bilden und in 80% der Autos nur der Fahrer sitzt: Ist das vernünftig? Die einen sagen, es ist unter ökologischen energiepolitischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten unvernünftig. Die Autoindustrie wird es für vernünftig halten. Säßen in der Mehrheit der Autos mehrere Personen, würde man vielleicht weniger Autos verkaufen, also weniger Wachstum! Offensichtlich haben wir mit dieser Denkweise in eine Falle manövriert.
Spiegel: Für viele Ökonomen besteht die Falle eher darin, dass unsere Wachstumsraten seit Jahren gegenüber denen von Schwellenländern wie Indien oder China zurückfallen. Liegen die falsch?
Biedenkopf: In der Tat. Sie vergleichen Wachstumsraten statt Wachstumsergebnisse. Frage: Um wie viel erhöht sich im Schnitt der Wohlstand der Deutschen, wenn das Bruttoinlandsprodukt um ein Prozent wächst?
Spiegel: Pro Kopf sind das rund 300,00 €.
Biedenkopf: Stimmt. Und um wie viel werden die Chinesen pro Kopf reicher, wenn ihre Wirtschaft um 10% wächst?
Spiegel: Keine Ahnung.
Biedenkopf: Derzeit um rund 190,00 €. Der absolute Zuwachs pro Kopf ist in China bei 10% Wachstum also deutlich kleiner als in Deutschland. Trotzdem können Sie überall den Unsinn lesen, die Chinesen überholen uns im Wachstum. Selbst wenn unsere Wirtschaft nur ein Prozent wächst, muss die chinesische Wirtschaft jahrzehntelang wachsen, um uns einzuholen - falls China dieses Ziel überhaupt verfolgen will!
Spiegel: Was wollen Sie uns damit sagen?
Biedenkopf: Wir lassen uns von Prozentzahlen leiten nicht von der wirklichen Höhe des Bruttoinlandsprodukts. ... Der Fehler liegt darin, dass wir uns mit dem Rechnen in Prozenten einer exponentiellen Entwicklung anvertrauen. Die ist weder stabil noch zukunftsfähig.
Spiegel: So ähnlich hat das vor 40 Jahren schon der Club of Rome analysiert. Haben wir jetzt hier die Grenzen des Wachstums erreicht, die das Expertengremium damals prognostiziert hat?
Biedenkopf: Wenn wir so weiter machen wie bisher: eindeutig ja. Die Erde und ihre Vorräte sind endlich. Die Weltbevölkerung hat sich während meines Lebens mehr als verdreifacht. Derzeit leben Milliarden von Nutztieren auf der Welt, die die Bevölkerung mit Fleisch versorgen. Die Amerikaner verbrauchen 123 Kilogramm pro Kopf und Jahr, die Europäer 91 Kilo, die Chinesen 54 Kilo. Jetzt stellen Sie sich vor, die Asiaten wollten genauso viel Fleisch konsumieren wir Amerikaner oder Europäer. Es wäre offensichtlich unmöglich. Wir müssten große Teile der Erdoberfläche in Weideland verwandeln. Es gibt nur eine Schlussfolgerung: Wir müssen unseren Lebensstil ändern.
Spiegel: Das können Sie vielleicht den Besserverdienenden in den deutschen Villenvororten empfehlen, aber doch nicht der breiten Masse der Bevölkerung. Die leben nicht in Saus und Braus, sondern sind froh, dass in den vergangenen 40 Jahren ihr Wohlstand angestiegen ist.
Biedenkopf: Unser Wohlstand hat sich in den letzten 40 Jahren vervielfacht. Aber um welchen Preis? Ein immer größerer Teil des Wachstums entsteht als Folge von Schadensbekämpfung, Reparaturen, der Beseitigung von Fehlentwicklungen. Trotz größerer Anstrengungen wachsen zwar die Bruttoeinkünfte noch. Weil aber gleichzeitig Steuern und Abgaben zulegen, stagnieren seit Jahren die Nettoverdienste der Arbeitnehmer. Und die Belastungen der Umwelt, des Klimas, der Verbrauch der natürlichen Ressourcen wird in der Wachstumsbilanz nicht berücksichtigt. Das zeigt: Das Wirtschaftswachstum ist heute für sich genommen kein eindeutiger Indikator mehr für Wohlstandssteigerung.
Spiegel: Sie klingen wie ein Grüner.
Biedenkopf: Ich klinge hoffentlich wie ein Vernünftiger. Die Grünen haben in der Vergangenheit eine beachtliche Leistung vollbracht. Sie haben die beiden Volksparteien gezwungen, Umweltthemen anzunehmen und sich damit zu befassen.
(Der Spiegel, Heft 31/2009)

Soweit das Zitat. Um die Schöpfung zu bewahren, um Nachhaltigkeit in unser Denken und Handeln, auch unser ökonomisches Handeln, zu bringen, bedarf es der Besinnung, der Umkehr. Ein Weg zur Nachhaltigkeit ist – wie es Sirach in unserem Text nennt – Bescheidenheit. Bescheidenheit im Verbrauch von Wasser, von Strom, von Rohstoffen. Bescheidenheit beim Einkauf: Muss ich dieses T-Shirt oder jenes Hemd haben? Muss ich alle zwei Jahre ein neues Handy haben? Es sind die scheinbar kleinen Dinge, um die es auch geht: Licht aus, wenn es nicht wirklich nötig ist, beim Hände waschen Wasser sparen, Spülmaschine voll beladen, Kühlschranktür nur zum Herausnehmen und Hineinstellen öffnen usw.. Aber auch: muss es denn „alle zwei Jahre“ ein neues Auto sein? Beispiele kennt jeder.

Es geht nicht nur um Veränderung im Denken und Handeln, es geht um Umkehr.

Wolfram Walbrach, Düsseldorf
Wilfried Stender, Essen

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