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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

23. Mai. 10 - Pfingstsonntag

 

 

ev. Reihe II kath. 1. L. kath. 2. L. kath. Evang.

Apg 2, 1-18

(Vorabend:) Gen 11, 1-9,
Ex 19, 3-8a.16-20b
, Ez 37, 1-14
oder Joel 3, 1-5
(am Tag:) Apg 2, 1-11

(V.:) Röm 8, 22-27
(T.:) 1 Kor 12, 3b-7.12-13
oder Röm 8, 8-17

(V.:) Joh 7, 37-39
(T.:) Joh 20, 19-23 oder
Joh 14, 15-16.23b-26

 

Die Autorin betrachtet die ev. Predigtperikope und eine Auswahl der kath. Lesungstexte. Stichworte zur Nachhaltigkeit: Zusammanhang von zulässiger / unzulässiger Grenzüberschreitung und Verstehen, die Bedeutung des Hl. Geistes zur Bildung handlungsfähiger sozialer Institutionen, Sprache / Zunge der Nachhaltigkeit, Gentechnik, Nanotechnologie, Bankenkrise, Gleichschaltung durch die Sprache der Globalisierung, Grenzen des Respekts, Klimawandel; Segen als eine religiöse Chiffre für Nachhaltigkeit (Gen 11, Apg 2, Ex 19)


Gen 11, 1-9

Exegetisches
Die Erzählung vom „Turmbau zu Babel“ findet sich in Israel zunächst in mündlicher Tradition überliefert. Die jetzige Textgestalt bietet eine stark überarbeitete, mit Deutungen und Reflektionen durchsetzte Umgestaltung einer älteren, einfacheren Fassung. Gen 11 findet sich an der Schnittstelle von Urgeschichte und Vätererzählung und stellt im Kern eine Ätiologie der Vielsprachigkeit der Menschheit dar. Die Erzählung vom „Urgeschehen“, in deren Mittelpunkt der Mensch innerhalb der Schöpfung steht, lässt uns verstehen: Der gegenwärtige Zustand reicht so weit wie menschliche Erinnerung zurück. Alle in der Erzählung enthaltenen Motive wie Turmbau, Stadtbau, Sprachverwirrung und Zerstreuung der Menschheit haben einzeln oder in wechselnden Kombinationen Parallelen in den Ursprungsmythen der Völker. So findet sich das Motiv von der Zerstreuung der Menschheit in indischen Sagen, bei den Basken, den Iren, in Mexiko, in Kolumbien usw., Turmbauerzählungen kennen wir aus Afrika und Indien. In der vedischen Sage stürzt der Turm ein, weil die Gottheit aus dem Turm, der auch mit Ziegeln erbaut wird, einen Ziegel heraus nimmt.

Das wichtigste Motiv ist das der Sprachverwirrung, das – nach Westermann* (Westermann, Claus: Genesis. 1. Teilband. Genesis 1-11, Neukirchen 1974, S. 707-740) – vom Jahwisten mit dem Zerstreuungsmotiv gekoppelt wird. Anfang und Schluss der Erzählung entsprechen sich: Alle Welt hatte eine Sprache. – Jahwe hat die Sprache aller Welt verwirrt. Es handelt sich um eine Ätiologie der Sprachverwirrung und der Zerstreuung der Menschen. Gen 11 schließt an die Völkertafel von Gen 10 an. Die Vielheit der Sprachen und der Völker gehören zusammen.

Wird im 1. Satz des Textes der Zustand der Einheitlichkeit der Sprache beschrieben, so schildert Vers 2 die Suche und das Finden eines Siedlungsortes durch eine offensichtlich nomadisierende Menschengruppe in der Ebene der späteren Metropole Babylon. Nach diesem Vorspann beginnt die eigentliche Turmbauerzählung. Das Schwergewicht der Erzählung ist vom Geschehen des Turmbaus selbst hin zu den das Geschehen leitenden Motiven verlegt worden. Die Handlung ist nicht von einfachen Fakten, sondern von der Reflexion über Fakten bestimmt.

Beschreiben die Verse 2-4 die Menschen und ihr Tun, so geht es in den Versen 5-9 um das Eingreifen Jahwes. Diese Verse enthalten sehr wenig Handlung, aber viel Reflexion: Gott sieht – erwägt – entschließt sich – greift ein, es folgt Schilderung der Wirkung des Eingreifens.

Segen und Fluch der Technik
Die Überlieferung kennt die innovative Technik des Turmbaus, denn anders als in Palästina, das in keiner Periode Asphalt als Bindemittel benutzt, sondern Steine und Mörtel, ist hier eine Bautechnik beschrieben, die man in Palästina nicht kannte, die aber zum Beispiel im Enuma elisch beschrieben wird. Erst diese Technik machte das Bauen großer Städte und Monumente möglich, weil es die Errichter von der Zugänglichkeit des gerade örtlich gegebenen Baumaterials entband. „Mit dem Ziegel beginnt die Kultur, die Menschenmassen zusammenführt“ (aus B. Jacob, Kommentar zur Stelle; zitiert nach Westermann S. 727). Mit der Haltung faszinierten Staunens steht der Schreiber diesem Bauwerk gegenüber.

Häufig wird die Geschichte als eine Bestrafung der technischen Hybris des Menschen gedeutet.

Die Folgen des Größenwahns
Eine genauere Exegese zeigt jedoch einen weiteren wichtigen Aspekt: den der Motive. Der Wunsch, Stadt und Turm zu bauen, ja, eine Großstadt mit einem herausragenden und ungewöhnlichen Turm, deutet auf den Willen der Menschheit zur Größe und Bedeutsamkeit („migdal“) und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun“ (V. 6).

Die nachhaltigen Folgen, die aus dieser Haltung erwachsen könnten, scheinen den Stein des Anstoßes für Jahwes Eingreifen zu geben (vgl. Westermann 729).

Gleichschaltung und Verwirrung
Nichts wird über die Zerstörung des Bauwerkes erzählt, sondern alles Interesse – Jahwes wie des Autors – liegt auf der Sprache: Die Einheit der Sprache ist Grund für das Eingreifen Jahwes, die Folge ist die allgemeine Sprachverwirrung. Nicht das Werk wird zerstört, sondern die Sprache der Menschen.

Anregungen für die Predigt
In der Erzählung geht es in mehrfacher Weise um das Überschreiten von Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Zunächst geht es um die Grenze von Schöpfer und Geschöpf, von Gott und Mensch.

Dann geht es um die Überschreitung der Grenzen jeweiliger Individualität auf eine Einheit hin, die bei Strafe des Untergangs nicht überschritten werden darf. Das ist eine ethisch-kommunikative Grenzüberschreitung.

Beide Grenzüberschreitungen werden durch das Handeln Gottes verhindert. Der Mensch wird bewahrt vor weiterer nachhaltig negativer Haltung und schädlichem Tun. Das Hauptmotiv für das Eingreifen Jahwes ist der Blick auf die Zukunft der Menschheit: „Fortan wird ihnen nichts verwehrt werden können, was sie zu tun vorhaben“. Die Begrenztheit des Menschen ist in Frage gestellt, die doch für ihn als Geschöpf konstitutiv ist.

Es ist nicht die Technik, in diesem Fall des Turmbaus oder das Bauen und Leben in der Großstadt. Es ist nicht der Größenwahn der Menschen, der den Zorn Gottes provoziert. Es ist vielmehr die Gefahr einer weiteren Grenzüberschreitung, es ist die Gefahr der Grenzüberschreitung gegenüber dem Schöpfer, das eigene Geschaffensein und damit das Begrenztsein zu leugnen. „Da aber die Menschheit ihre Existenz nur in ihrer Geschöpflichkeit hat, ist ihr Bestand durch die drohende Autonomie gefährdet“ (Westermann 733).

Sind heute die Möglichkeiten der Gentechnik und Nanotechnologie oder die völlige Zerstörung der Schöpfung in Gestalt von Massenvernichtungswaffen die „Türme Babylons“...? Beim Größenwahn ist die Bankenkrise augenfällig, eine Folge genau diesen Phänomens. In Bezug auf die „Gleichschaltung“ durch eine „Sprache“ stehen uns die Folgen der Globalisierung vor Augen, der ökonomische Zwang zur Vereinheitlichung der Welt, die alle nationalen und kulturellen Grenzen überschreitenden Wirtschaftsmechanismen, die die Menschheit nötigen, an diesem einen Projekt („Turm“) mit zu bauen.

„Nichts wird ihnen unmöglich sein, was sie sich zu tun vornehmen“ – so heißt es auch in Hiob 42, 2. An herausgehobener Stelle beginnt dann die Antwort Hiobs auf die Gottesrede mit der Erkenntnis seiner eigenen geschöpflichen Grenzen: „Ich habe erkannt, dass du alles vermagst; nichts, was du vorhast, ist dir unmöglich (verwehrt, unzugänglich).“ Gott hat Hiob an seinen Ort verwiesen und nun erkennt Hiob Gott in seinem Gottsein an. Gerade darin erweist er sich als der Gerechte.

Dies ist auch der entscheidende Angelpunkt der theologischen Argumentation des Turmbautextes, der sich in der Urgeschichte findet, weil er so ur-wahr ist im Blick auf die Menschheit. Die Auseinandersetzung des Umgangs mit Grenzen, die Möglichkeiten der Menschheit zu ihrer Überschreitung, die willkürlich errichteten Grenzen errungener Herrschaft, das Einhalten von Grenzen, die die Grundlagen des Lebens bilden (wie die 10 Gebote). Beides voneinander zu unterscheiden ist die Kunst jeder nachhaltigen Ethik.

Die Geschichte Gottes mit den Menschen ist die des wechselseitigen Überschreitens und Einhaltens von Grenzen.
Der Verzicht auf das Seinwollen wie Gott macht den Christus zum Christus: „Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an…“ (Phil 2, 6 f.). Gott überschreitet die fundamentale Grenze zur Geschöpflichkeit in der Menschwerdung des Sohnes. Obwohl er durch die den Tod überwindende Auferstehung Herr über die Grenze ist, erkennt er die Grenze an und erweist sich gerade darin als Gott.

Von dieser Grenzüberschreitung lebt die Gemeinde, dies ist im Geist präsent und macht Pfingsten möglich. In der Geschichte Gottes mit den Menschen ist die das Leben schaffende Anerkennung des grundsätzlichen Verschiedenseins sowie die gegenseitige Achtung in eben dieser Verschiedenheit immer gegeben.

Durch den faszinierenden Vorgang des Bauens von Stadt und Turm werden wir daran erinnert, dass Technik immer dann in die Irre führt, wenn durch sie der Weg zum Seinwollen wie Gott (Größenwahn) gebahnt werden soll. Wechselseitige Anerkennung von Grenzen, gerechte Beziehungen, die Freiheit ermöglichen, und Achtung vor von Gott gesetzten Grenzen im Umgang mit der Schöpfung und mit seinen Geschöpfen ermöglicht den Segen Gottes. Wo einseitig Dominanz ausgelebt wird, wird Segen zum Fluch. Wo Menschen in ihrem Größen- Reise- und Bequemlichkeitswahn die Grenzen des CO2-Ausstoßes überschreiten, kippt das Klimagleichgewicht um. Erst unter dem Eindruck der ökologischen Krise entdecken wir richtig, welche Folgen Größenwahn und Herrscherwille haben und noch haben können. Erst jetzt erkennnen wir, was der Verlust der Geschöpflichkeit und eine falsch verstandene Freiheit bewirken, was der Verlust der bewußten Einbindung und Einordnung in den großen Zusammenhang Hauses der Schöpfung bedeutet.

Es wird den Menschen nicht unmöglich sein, das Gesicht der Erde unumkehrbar zu verändern. Durch den ewigen Winter einer atomaren Katastrophe, durch ein Kippen des Erdklimas, durch Eingriffe in die menschliche Keimbahn, die nicht nur Einzelne und einzelne Menschengruppen, sondern die ganze zukünftige Menschheit Herrschaftsinteressen ausliefert.

Sensibilität und Achtsamkeit im Umgang mit der Natur ist gefragt, weil hier Leben von anderem Leben lebt. Sorgsames Abwägen der Eingriffe in die Natur ist das Mindeste, was wir der Schöpfung und einander schuldig sind: von der täglichen Nahrungsaufnahme über die Mobilität bis hin zu technischen Großprojekten.

Der bewahrende Gott
Die Turmbaugeschichte kann auch als eine Segensgeschichte gelesen und muss keineswegs als Strafgericht verstanden werden: Gott schützt den Menschen davor, dass er den Folgen seines Tuns ausgesetzt wird. Er verhindert ein grenzenloses Uniformitätsprojekt (Globalisierung), indem er Sprach- und Völker- und Kulturgrenzen erneut aufrichtet und deutlich macht.

In den älteren Erzählungen richtet sich das Eingreifen Gottes gegen das Bauwerk selbst. In der uns vorliegenden Fassung ist der Vorgang reflektierter. „J denkt das alte Motiv der Völkerzerstreuung weiter und sieht in weltgeschichtlicher Perspektive die Gefährdung des Menschen durch eine Einheitlichkeit, die zur Entmenschlichung führen kann. So verstanden ist Gottes Eingreifen nicht eigentlich Strafe, sondern ein Akt der Bewahrung der Menschen vor der Gefährdung, die in 6b nur angedeutet ist“ (Westermann 739). Gottes Weg mit den Menschen deutet der Text vom Turmbau als „die Geschichte eines immer neuen Strafens und zugleich eines gnädigen Bewahrens“ (so G. von Rad), das den Menschen vor den Folgen seines lebensfeindlichen Handlungspotenzials schützt.

Die Existenz der Menschheit in ihrer Vielgestaltigheit über die ganze Erde hin mit einer großen Fülle unterschiedlicher Entwicklungsmöglichkeiten und Kulturformen ist die dem Menschen angemessene und zu bewahrende Existenzweise. Die Vielheit der Sprachen gehört notwendig dazu. Das Handeln Gottes ist nicht Strafe, sondern eine Form der Bewahrung.

Segen ist unter diesen Bedingungen eine religiöse Chiffre für Nachhaltigkeit. Nachhaltig, gesegnet ist danach ein Leben und Handeln, das Vielgestaltigkeit auf allen Ebenen als eine menschen- und schöpfungsgemäße Lebensform pflegt. Der Modus des Umgangs mit dieser Unterschiedlichkeit ist der der Achtung und Anerkennung, des Schutzes und der Bewahrung.

Gottes Wille ist es, eine Zukunft zu gestalten, in der Menschheit und Schöpfung insgesamt Lebensperspektiven gewinnen – einschließlich der heutigen Globalisierungsverlierer und der in ihrem Bestand bedrohten Tier- und Pflanzenwelt. Dieser Auftrag, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren (Gen 2, 15) und ein Segen zu sein (Gen 12, 3) für alle Geschlechter der Erde“– und für die nachfolgenden Generationen, wird schon im Schöpfungsbericht formuliert.

An vielen aktuellen oder grundsätzlichen Themen kann die pfingstliche Freude neu entdeckt werden, dass gerechte, verständnis- und liebevolle Beziehungen zwischen Verschiedenen und Verschiedenem möglich sind und von Gott bewahrt und geschützt.

Anwendungsbeispiele:

  • Globalisierung als uniforme und uniformierende Herrschaft, Globalisierung im Unterschied zu einer Ökumene in gegenseitiger Anerkennung der Verschiedenheit der befreiten Kinder Gottes
  • Kommunikation (vgl. Schulz von Thun), Mediation und Konfliktmanagement als methodengeleitete Chance, mit Konflikten und auch kulturbedingter Unterschiedlichkeit produktiv umzugehen
  • Wirtschaftliche Anwendung: Umgang mit Diversität als Managementmethode zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in: R. Roosevelt Thomas: Management of Diversity. Neue Personalstrategien für Unternehmen. Wie passen Giraffe und Elefant in ein Haus? Wiesbaden 2001
  • Vielfalt, Biodiversität als Grundlage jeglichen Lebens in „TRIPS-Factsheet von ATTAC"
     

 

 

Evangelische Reihe II., Apg 2, 1-18: Das Pfingstwunder

Dietrich Bonhoeffer prägte die Formel von „Christus als Gemeinde existierend“. Es ist die Wirkung des Geistes, die die Gläubigen in der Sozialform der Gemeinde zusammenschließt und sie dem Bild Christi nachformen will. Es ist der Geist, ein Heiliger Geist, durch den diese Gemeinde nicht nur von „Gottes Wirkungen“ erfährt, sondern Anteil an Gott selbst hat. Um die Wirkungen des Geistes geht es an Pfingsten.

Das von Lukas geschilderte Pfingstwunder hebt die Sprach- und Völkergrenzen gerade nicht auf, sondern ermöglicht Verstehen über diese Grenzen hinweg und trotz ihres weiteren Bestehens. (vgl. v. a. Verse 9-11). Das Pfingstfest wurde auf den Tag des jüdischen Wochenfestes Schawuot gelegt, das mit der Erinnerung an die Übergabe der Tora ein Fest der Kommunikation Gottes mit den Menschen feiert. Davon handelt die Textstelle Ex 19, 3-8a.16-2b.

Vielfach wird das Pfingstereignis als Wunder oder Verheißung gelingender Kommunikation im Gegensatz zur Turmbaugeschichte ausgelegt. Eine ihre Pluralität akzeptierende Kirche und ein ökumenisches Miteinander in versöhnter Verschiedenheit folgen als Konsequenz. Gerade der Bezug zur Turmbaugeschichte als Teil der Urgeschichte macht deutlich, dass eine Auslegung der Texte allein auf Kirche hin eine Engführung ist. Der Charakter der Turmbaugeschichte, die die Situation des Menschen schlechthin beleuchtet, macht deutlich, dass es hier eben nicht nur um die Gestalt von Kirche und Glauben geht, sondern um Grundbedingungen des Menschseins.

In der kirchlichen Tradition ist der Turmbau zu Babel immer wieder mit der Pfingstgeschichte in Apg 2 in Verbindung gebracht worden, man hat die Turmbauerzählung als Gegenbild und geistigen Hintergrund des Pfingstberichts verstanden, Pfingsten als die Umkehrung von Babel. Die als Ergebnis des gescheiterten Turmbaus entstandenen Konflikte und Verständigungsschwierigkeiten finden ihre Überwindung in der Pfingstgeschichte. Gottes Geist eint Menschen in versöhnter Vielfalt über nationale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg. Er gibt Ideen und langen Atem zum Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung, damit die Größen- und Allmachtsfantasien der babylonischen Turmbauer nicht das letzte Wort haben.

Angelika Steinbicker, GMÖ Niederrhein

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