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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

7. Feb. 10 - Septuagesimae / 5. Sonntag im Jahreskreis

ev. Reihe II kath. 1. L. kath. 2. L. kath. Evang.

Hebr 4, 12-13

Jes 6, 1-2a.3-8

1 Kor 15, 1-11 oder
1 Kor 15, 3-8.11

Lk 5, 1-11

Der Verfasser geht auf die Texte der kath. Leseordnung ein, bei Jes 6 ergänzend bis Vers 13. Stichworte zur Nachhaltigkeit: unsere verfetteten Herzen und verklebten Augen, die Freiheit der Entscheidung, die Welt zu gestalten, Strukturen der Sünde, Schnelllebigkeit (Jes 6); Sehnsucht der Schöpfung auf Befreiung, Befreiung beginnt jeden Tag – durch uns: das ist die Zukunft der Welt (1 Kor 15); sich wider alle Hoffnung und Logik engagieren (Lk 5)

Jes 6, 1-2a.3-8 (6,1-13): „Verfette das Herz dieses Volkes“ (V 10) - Verstockung als Weg Gottes zum Heil

Vorbemerkung

Die Textausschnitte der Perikope stellen die Sendung des Propheten in den Mittelpunkt, nicht jedoch den Sendungsauftrag. Sendung ist ein eigenständiges und spannendes Predigtthema. Im Zusammenhang mit nachhaltig predigen ist aber der Sendungsauftrag von besonderer Bedeutung: Die Verse 9 bis 13 fordern eine Behandlung geradezu heraus. Der Verfasser betrachtet deshalb die gesamte Perikope Jes 6, 1-13, vorrangig die Sendung zur Verstockung des Volkes.

Beauftragt zum Scheitern

In der Vision einer himmlischen Ratsversammlung wird der Prophet mit seiner Sendung beauftragt. Nach einem Entsühnungsritual - die Sünde, das von Gott Trennende, ist von ihm genommen, jetzt kann er mit Gott kommunizieren - hört er die Stimme Jahwehs: „Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen!“ Jesaja antwortet: „Hier bin ich, sende mich!“ (V 8). Es folgt die Beauftragung mit einem unmöglichen Auftrag: „Geh und sag diesem Volk: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen. Sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. Verhärte (verfette) das Herz dieses Volkes, verstopf ihm die Ohren, verkleb ihm die Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört, damit sein Herz nicht zur Einsicht kommt und sich nicht bekehrt und nicht geheilt wird“ (Vv 9f).

Ein Wort für uns

Und Jesaja fragt: „Wie lange, Herr? Er antwortete: „Bis die Städte verödet sind und unbewohnt, die Häuser menschenleer, bis das Ackerland zur Wüste geworden ist. Der Herr wird die Menschen weit weg treiben; dann ist das Land leer und verlassen. Bleibt darin noch ein Zehntel übrig - auch sie werden schließlich vernichtet, wie bei einer Eiche oder Terebinthe, von der nur der Stumpf bleibt, wenn man sie fällt“ (Vv 11-13). Ein beunruhigender, ja, erschreckender Text. Wie eine Prophezeiung wirken diese Verse auf mich. Droht uns nicht eine Klimakatastrophe? Man könnte meinen, Jes 6, 10-13 hätte die Schreckensszenarien der Klimaforscher, der Medien und Filmindustrie vor Augen: abschmelzende Pole und Gletscher in den Alpen, steigender Meeresspiegel mit Überflutungen von Inseln und Küsten, wachsende Versteppung und Verwüstung in Afrika, Menschen, die ihre Heimat verlassen, weil sie dort nicht mehr leben können, die Zerstörung des Urwaldes am Amazonas, die Ausrottung vieler Pflanzen- und Tierarten, wachsender Kampf zwischen den Völkern um die Lebensressourcen unseres Planeten, vor allem um Trinkwasser, die ungeheure Verschwendung menschlichen und anderen Lebens. Und leben wir nicht in Zeiten der Verhärtung der Herzen? Der Politiker, Wirtschaftsbosse, der Kirchenführer, der Menschen? Ist es nicht auch mein Herz, das „verfettet“ ist? Die Menschen müssten die Katastrophe kommen sehen, denn täglich sehen sie die Bilder, und tun nichts oder doch zu wenig. Wie Jesaja fragen wir: „Wie lange?“ Bis das Land leer und verlassen, auch der Rest der Überlebenden schließlich vernichtet ist?

Deus absconditus

Ein dunkler, fremder, ja, schrecklicher Gott begegnet uns hier. Nicht ein lieblicher, handlicher Gott. Ein Gott, der Gott ist, nicht ein Mensch (Hos 12, 9), völlig unbegreiflich, unverfügbar, Welt und Mensch entzogen, absolut transzendent. Mit seiner Predigt soll Jesaja die Erkenntnisorgane, Herz, Ohren und Augen, lähmen. Sie sollen hören und sehen, aber nicht verstehen. Unheimlich: Die Verkündigung der Wahrheit, nicht der Lüge, führt in die Verhärtung des Herzens. Aber es bleibt nicht beim Nichtverstehen: Sollte ein Zehntel des Volkes übrigbleiben, auch dieser Rest wird noch vernichtet (V 13). Ein hartes, kompromissloses Wort. Das durch den Zusatz an V 13 gemildert scheint: „Ihr Stumpf ist heiliger Same“, d.h. auch der Baumstumpf kann wieder neu austreiben.

So hart und ausweglos der Auftrag Jesajas erscheint, warum lässt Gott seinem Volk mitteilen, dass er sein „Herz verfetten“ und selbst den Rest vernichten will? Er will es auf die tödliche Gefahr, in die es hineingeht, aufmerksam machen. Das Volk wird nicht einfach verstockt. Es wird ihm mitgeteilt, dass es verstockt wird – damit es umkehre. Es hat die Wahl: Umkehr oder Selbstvernichtung. Gott will, dass es sich für ihn entscheide, es bleibt ihm die Freiheit der Entscheidung. Die Rede von der Verstockung ist der biblische Versuch, die Verantwortung des Menschen und die Souveränität Gottes zusammenzudenken. „Sie hält dazu an, Widersprüchlichkeiten in der Welt- und in der Gotteserfahrung auszuhalten. Sie widersteht dem menschlichen Bedürfnis nach einem berechenbaren Gott und einem unangefochtenen Glauben“ (Walter Dietrich).

Verhärtung des Herzens – Verstrickung in „Strukturen der Sünde“

Verbirgt sich hinter der Idee der Verstockung nicht auch die Erfahrung, dass wir in Zusammenhänge verstrickt sind, aus denen wir uns nicht so ohne weiteres befreien können? Wir sehen den Zug in den Abgrund fahren, können aber nicht mehr aussteigen. Die Theologie der Befreiung nennt dies „Strukturen der Sünde“. Zum Beispiel die Schnelllebigkeit unserer Zeit, eine geradezu Angst hervorrufendes Getriebensein, ein vor sich davon laufen, nicht da sein, nicht bei sich sein. Hören – gerade auf das, was sich nur im Hören nach innen und nur in der Stille, im Stillstand, mitteilen kann - ist da nicht möglich. Keine Erkenntnis, keine Entwicklung, keine Veränderung, keine Umkehr: Ich lebe nicht, ich werde gelebt!

Verhärtung des Herzens – ein Geist der Ohnmacht

Für den Hebräer ist alles, was geschieht, im letzten gottgewollt. Er kann sich nicht vorstellen, dass irgendetwas in Welt und Geschichte ohne den Willen Gottes oder nicht durch ihn verursacht geschieht. So auch die für den Gläubigen rätselhaft bleibende Verstockung des Volkes Israel. Dies ist eine Konsequenz der Vorstellung von der Allmächtigkeit Gottes. „Je unbegrenzter die Macht bzw. Allmacht des einen Gottes vorgestellt ist, desto näher rückt die Verstockungsvorstellung“ (Walter Dietrich).

Aber wenn nun Gott nicht allmächtig wäre? Wäre es nicht gut, ihn von dieser Last zu erlösen? Dann ist er nicht für alles verantwortlich in der Welt. Auch nicht für die Verstocktheit der Menschen und Völker. Dann wäre sein Auftrag an Jesaja völlig anders zu deuten. Wie wäre dann in der Rede von der Verstockung Gottes Liebe identifizierbar? In Jes 29, 10 heißt es: „Denn der Herr hat über euch einen Geist der Ohnmacht gebracht; er hat eure Augen verschlossen und euren Kopf verhüllt.“ Einen Geist der Ohnmacht hat er über sie gebracht, was heißt das?

Es könnte heißen, an den (Tief-)Punkt führen, wo alles zerbricht, aufbricht für Erkenntnis, Einsicht, Heiligen Geist. Hinter dem Wort von Robert Walser verbirgt sich diese Erfahrung: „Wer nie verloren gehen will, kann sich auch nicht finden.“ Erst in der Ohnmacht ist es möglich, alle Allmachtsvorstellungen, Allmachtsfantasien zu entlarven und aufzugeben. In der Kapitulation, in der Annahme meine eigenen Ohnmächtigkeit erkenne ich mich als der Hilfe und Zuwendung bedürftiges Wesen, als eine Wesen der Liebe – als Mensch. Ich öffne mich hin zum andern, hin zu Gott. Ich öffne mich seinem Geist und werde – ich selbst. Ich werde fähig zu einem Neuanfang, zu radikalem Wandel, zur Entfaltung innerer Potentiale, die bisher gebunden waren. Verstockung ist so gesehen lebensbehindernd, lebensmindernd, die Verweigerung, mich selbst zu finden, Verweigerung zu leben.

Verhärtung des Herzens – das Herz aufbrechen

Der Auftrag Jahwehs an Jesaja ist ein einziger Aufschrei der Liebe Gottes zu seinem Volk: „Wacht auf! Ihr rennt ins Verderben! Lass euch von mir lieben. Seht, was meine Liebe euch geben will: Nicht mehr und nicht weniger als das Leben selbst. Meine Schöpfung ist für euch, eine Gabe meiner Liebe!“ Sein Predigtauftrag an Jesaja ist eine einzige letzte Verzweiflungstat, um doch noch die Herzen seiner Menschen zur Umkehr hin aufzubrechen. Ihn, Gott, in ihr Herz hineinzulassen.

Wir leben und verbrauchen die Welt, als sei Gott abwesend. Wo Gott abwesend ist, kommt die Angst, die existenzielle Angst. Ist hinter der Verstockung unserer Zeit nicht vielleicht diese Angst zu finden? Und Angst lähmt. Sie lähmt unseren Verstand so, dass Erkenntnis und Einsicht nicht möglich sind. Der prophetische Auftrag der Kirchen, den sie der Welt schuldig sind, wäre von daher: Gottes Gegenwart neu zuzulassen! Gott in unser Leben hineinzulassen, damit er uns heile, verwandle, befreie zum Leben, um „die Unheilsmächte zu bannen, die uns bedrohen – im persönlichen und mitmenschlichen Bereich, hier und überall“ (Heinz Metzger).

Alles was lebt, soll leben

So wie Jesaja auf den Anruf Gottes sein klares „Adsum! = Hier bin ich! Sende mich!“ (V 8) gesprochen hat, sollen auch wir uns hörbereit dem Anruf Gottes an uns öffnen und seinen Auftrag annehmen: „Hier bin ich, sende mich!“ Jeder, jede von uns wird seinen je eigenen Auftrag erhalten. Aber das alle Christen Verbindende ist die Frohbotschaft des Lebensspenders und Freund des Lebens: Alles was lebt, soll leben! Gerade in einer Schöpfung, die selbst noch „in Wehen liegt“ und nach Erlösung seufzt (Röm 8,22). Lebt so, dass alles, was lebt, leben kann! Christen können ein Gegenmodell zeigen und leben zur Grundhaltung des „Ich will alles, aber subito“, des „Lebens als letzte Gelegenheit“, das geprägt ist von der ständigen Angst, zu kurz zu kommen (Paul Michael Zulehner). Wer das Leben als Konsum begreift und den materiellen Gütern nachjagen muss, ist nicht mehr solidarisch - weder mit dem Nächsten, noch mit der Schöpfung.

Wie kann das in unserem Leben aussehen? – Stichworte:

  • Allem, was Leben fördert, Priorität geben, dass heißt zunächst: Achtung vor dem Leben selbst.
  • Das eigene Verhalten hinterfragen, ob es mein, unser Leben fördert oder hindert.
  • Ein lebensfreundlicher Lebensstil: Einfachheit und Reduktion.
  • Geist macht klar und lebendig, Konsum betäubt.
  • Vorrang für Mensch und Schöpfung gegen die Allmachtsansprüche von Kapital und Ökonomie.
  • Überhaupt: Jegliche Allmachtsansprüche als lebensfeindlich wahrnehmen und entlarven.


1 Kor 15, 1-11: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ (V 10)

In 1 Kor 15, 1-11 begegnet uns das älteste Zeugnis über die Auferstehung Jesu Christi in der Heiligen Schrift, und dies von einem Zeugen des Auferstandenen, Paulus, und in der bereits geprägten Formel eines Glaubensbekenntnisses.

Auferstehung – Ich bin angenommen

Die Botschaft von der Auferstehung „ist der Grund, auf dem ihr steht“ (V 1), das Fundament des christlichen Glaubens. Sie ist Lebens- und Hoffnungsbotschaft. Sie ist gnädiges Handeln Gottes an mir, durch das ich bin, was ich bin (V 10). Auferstehung heißt: Ich bin angenommen und aufgerichtet zum Menschen, aufgerichtet und ausgerichtet zwischen Himmel und Erde. So wie Gott mich angenommen hat als sein Kind, kann auch ich mich annehmen, Ja zu mir selbst sagen – auch mit meinen Grenzen und Schwächen, meinem Leiden und meiner Schuld. Im Licht des Auferstandenen kann alles in mir, das nach Heilung und Ganzheit sucht, integriert und verwandelt werden.

Auferstehung – auch die Schöpfung wird erneuert

In der Auferstehung Jesu ist auch die Schöpfung miterlöst, mitbefreit. In Röm 8, 18-22 heißt es: „Ich schätze, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit in keinem Verhältnis stehen zu der künftigen Herrlichkeit, die sich an uns offenbaren wird. Denn die ungeduldige Sehnsucht der Schöpfung harrt auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Wurde doch die Schöpfung der Nichtigkeit nicht mit freiem Willen unterworfen, sondern durch den, der sie unterwarf, mit der Hoffnung, dass auch sie, die Schöpfung, von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werde zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Wir wissen ja, dass die gesamte Schöpfung bis zur Stunde seufzt und in Wehen liegt.“ (Übersetzung Fridolin Stier). In der Offenbarung sagt Jesus: „Ich mache alles neu“ (Offb 21, 5). Auch die Schöpfung wird erneuert werden.

Wird diese Erneuerung der Schöpfung erst mit der Parusie Christi kommen? Beginnt nicht vielmehr alle Erneuerung mit der Auferstehung Christi? Und können wir das nicht auch erfahren? Das Neue beginnt jetzt. In der Gegenwart. In diesem Augenblick beginnt Gottes neue Schöpfung! In uns, mit uns, durch uns. Vielleicht noch nicht in letzter Vollendung, aber anfanghaft schon jetzt. Und diese Botschaft überwindet alle Ängste, Lebensängste, Zukunftsängste. Mit dieser Botschaft habe ich keine Zweifel mehr, dass diese Welt eine Zukunft hat.

Diese Zuversicht reißt mich aus Resignation und Lähmung, befreit meine Kräfte zum Engagement, zum Kampf für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Das Beispiel des Apostels – „mehr als sie alle habe ich mich abgemüht“ (V 10) – steckt uns an: Aus der Hoffnung des Glaubens leben wir ein kraftvolles und sinnenfrohes Leben und engagieren uns für Gottes gute Welt.

Lk 5, 1-11: „Von jetzt an wirst du Menschen fangen“ (V 11)

Die ganze Nacht waren sie draußen auf dem See und haben nichts gefangen. Alle Mühe vergeblich. Sie sind müde, erschöpft. Die Fischer am See Genesareth. Da ist Resignation nicht weit. Und der Satz: Es hat ja keinen Sinn, wir können ja doch nichts tun. Dorothee Sölle hat ihn als den unchristlichsten Satz, den es gibt, bezeichnet. Und da kommt Jesus und fordert sie auf, nochmals zum Fischen rauszufahren, zur Unzeit, gegen alle Erfahrung und – gegen alle Hoffnung. Petrus spricht für die anderen: „Doch, wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen“ (V 5). Sie folgen Jesu Ruf. Sie schöpfen neue Hoffnung, neue Kraft, neuen Mut. Und werden nicht enttäuscht „und fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten“ (v 6). Die vielen Fische sind ein Symbol geschenkten, prallen Lebens, und das in Fülle, im Überfluss.

Sich engagieren wider alle Hoffnung

Nicht resignieren. Das Leben nicht aufgeben. Sich ermutigen lassen zum Leben. Wer das Evangelium hört, die Frohbotschaft vom Leben, kann nicht anders, als immer wieder neu aufzubrechen, auch gegen alle Hoffnung, und sich neu zu engagieren – für das Leben, für Gerechtigkeit und Frieden und die Schöpfung Gottes. Und wir müssen uns zusammentun. Allein vermag ich wenig, gemeinsam nur – so wie die Fischer, die Petrus mit ihrem Boot zu Hilfe kommen müssen (V 7) – vermögen wir viel zu erreichen und die Welt zu verändern.

Gotteserkenntnis ist Selbsterkenntnis

Es kommt zu einer Begegnung mit dem Göttlichen, einer Epiphanie. Petrus und seine Begleiter sind erstaunt und erschrocken (V 9): „Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder“ (V 8). Die Begegnung mit dem Göttlichen ist immer auch Selbsterkenntnis: Ich erkenne mich als den, der ich vor Gott bin. Ein Mensch mit seinen Schwächen und Begrenztheiten, meiner Schuld, aber auch meiner Größe und Kreativität, vor allem erkenne ich mich als Erlösungsbedürftiger, als der, der die Zuwendung Gottes zum Leben braucht.

Diese Menschen ruft Gott durch Jesus in seinen Dienst: „Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen“ (V 10). Menschenfischer werden sie, nicht Bauernfänger. Sie lassen alles zurück, folgen ihm nach und verkünden das Evangelium vom Leben.

Thomas Bettinger, Landstuhl

Quellen:

Peter Höffken: Das Buch Jesaja, Kapitel 1-39, in: Neuer Stuttgarter Kommentar Altes Testament 18/1, Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1993

Walter Dietrich: Verstockung, in: Wissenschaftliches Bibellexikon im Internet, letzte Änderung Nov. 2007, www.wibilex.de

Paul Michael Zulehner: Ein Obdach für die Seele – Geistliche Übungen nicht nur für fromme Zeitgenossen; Patmos Verlag, Düsseldorf 1994

Paul Michael Zulehner: Kirche Umbauen, nicht totsparen; topos taschenbücher Band 687, Verlagsgemeinschaft topos plus, Kevelaer 2009

Heinz Metzger: Meditation zu Mk 4,35-41 am 25.06.2000 in Landstuhl; veröffentlicht als Manuskript 2000

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