Direkt zum Hauptmenü. Direkt zum Untermenü. Direkt zur linken Navigation. Direkt zum Text.

Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

10. Aug. 08 - 19. Sonntag im Jahreskreis / 12. Sonntag nach Trinitatis 

ev. Reihe VI kath. 1. L. kath. 2. L. kath. Evang.
1 Kor 3, 9-15 1 Kön 19, 9a.11-13a Röm 9, 1-5 Mt 14, 22-33

Der Autor betrachtet die Predigttexte des Tages mit Aunahme des zweiten kath. Lesungstextes. Stichworte: welches Fundament hat mein – ökologisches – Engagement, Umgang mit Andersdenkenden, Desinteressierten (1 Kor 3); Rückzugräume – positiv und negativ, Engagement in Bezug zu Gott stellen (1 Kön 19); kooperativ sein können, Krisen und Unsicherheiten entschlüsseln, über das Wasser gehen (Mt 14)

Vorbemerkung:

Die Struktur und Form der nachfolgenden Auslegungs-Impulse hat sich im Lauf meiner Auslegungen entwickelt. Ich habe meinen Zugang zu den biblischen Texten dokumentiert, der zunächst den Gesamtkontext in den Blick nimmt, um dann die besondere Stellung und Textaussage der zu besprechenden biblischen Lesungen (Evangelium) zu erhellen. Im Blick auf einzelne Aussagen, die mich zum Nachdenken brachten, habe ich die Impulse zum Thema „nachhaltig denken und handeln“ formuliert. Es geht mir dabei nicht um fertige Antworten, sondern um Fragen, welche die Zuhörer(innen) einladen, weiter zu denken und die Geschichte ihres Engagements für Nachhaltigkeit mit der biblischen Tradition in Kontakt zu bringen. Ich möchte in den (recht umfangreichen Ausführungen) nicht nur Sachinformationen liefern, sondern vor allem eine Zugangsmöglichkeit zur themenbezogenen persönlichen Auseinandersetzung anbieten.

1 Kor 3, 9-15 „Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (Vers 11)

1. biblischer Hintergrund

Paulus schreibt der Gemeinde in Korinth in seiner Sorge um deren innerer und äußerer Einheit.

Er beschreibt in 1 Kor 3, 3-8, dass in der Christengemeinde Korinths eine Polarisierung zwischen Anhängern einer „Apollos-Partei“ und Anhängern einer „Paulus-Partei“ stattgefunden hat, die das Leben der jungen Gemeinde gefährdet. Er ruft zur Einheit auf und benutzt dazu die Bilder von Gottes Ackerfeld und (ab V. 9) von Gottes Bau. Das Bild von „Gottes Bau“ entwickelt Paulus dann in den Versen 16 und 17 zum Bild vom „Tempel Gottes“ weiter.

Die Verse 10-15 entfalten das Bild vom Hausbau. Paulus versteht sich als weiser Baumeister, der nach seinen Möglichkeiten und mit Gottes Hilfe das Fundament der Gemeinde im Glauben an Christus gelegt hat. Auf diesem Fundament kann und soll jeder nach eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten aufbauen. Als Kriterium führt Paulus wertvolle (Gold, Silber, Edelsteine) und untaugliche Materialien (Holz, Heu und Stroh) an, die sich im Gericht als solche erweisen werden. Das Bild erinnert an Gleichnisse aus den Evangelien, wie das vom Hausbau (Mt 24-27) oder vom Sammeln der „Schätze im Himmel“, die nicht von Motten oder Rost gefressen werden (Mt 6, 19-21).

Das Gericht erscheint hier in der Gestalt des Feuers, das zeitgenössischem Denken entspricht. In der stoischen Philosophie ist dieser Vorgang mit „ekpýrosis“ bezeichnet worden. Im Gegensatz zur völligen Vernichtung durch das Feuer (ekpýrosis) schreibt Paulus dem Feuergericht nur die Vernichtung des Menschenwerkes, nicht die völlige Vernichtung des Menschen zu. „Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch“ (V. 15). Hier klingen alttestamentliche Bilder an, wie z.B. Jes 43, 2b: „Wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.“

2. Impulse zum Thema „nachhaltig denken und handeln“

· Hausbau (griechisch:oikos): „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“

- Auf welchem Fundament gründet mein Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung (Ökologie)?

- Welche Rolle spielt Gott bei meinem konkreten Engagement?

- Wie gehe ich mit „Sperrigen Gottesworten und –bildern“ um?

- Wie und nach welchen Kriterien plane ich mein Engagement?

· „Ein jeder aber sehe darauf zu, wie er baut.“

- Wirkt der Satz eher als Anspruch oder eher als Ermutigung für mich?

- Muss ich alles allein machen und hängt alles von mir ab?

- Sind meine Vorstellungen das Maß aller Dinge?

- Bin ich offen für neue Menschen und Meinungen?

- Habe ich mehr Angst oder stärkeres Vertrauen bei meinem Engagement?

· „wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.“

- Welchen Lohn erwarte ich von meinem Engagement?

- Lockt mich diese Vorstellung oder stößt sie mich eher ab (kein Erfolgs- und Belohnungsdenken)?

· „wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet weden...“

- Wie beurteile ich die Gleichgültigen, Desinteressierten, Wirtschafts-liberalisten und suche ich mit ihnen in Kontakt? Wie begegne ich ihnen?

- Ist in unserer Gemeinde Platz für Gescheiterte und wie gehe ich mit Scheitern um?

3. Gestaltungsvorschläge zum Gottesdienst

„Hausbau“ - Kartons als Steine gestalten und zu einem Haus bauen.

- Christus als Grundstein/Fundament.

- Steine mit Titeln aus dem Text bezeichnen (Gold, Silber, Holz, Heu...) und überlegen, was sie in uns / unserer Gemeinde beinhalten – auch bzw. unter dem Aspekt „nachhaltig denken und handeln“.

Predigtgespräch mit mehreren Personen (verschiedene Haltungen vertreten); z.B.

- nachhaltig handelnd mit/ ohne christliches Fundament

- gleichgültig handelnd mit / ohne christliches Fundament

- rein gewinnorientiert und erfolgsorientiert ohne nachhaltiges Bewusstsein handelnd

- nachhaltiges Denken und Handeln bewusst ablehnend

Ziel: Suche nach gemeinsamen Ansatzpunkten bzw. Bereicherung der jeweiligen Position.

1 Kön 19, 9a.11-13a „Hör- und Glaubensschule für einen Propheten“

1. biblischer Hintergrund

Die beiden Königsbücher bilden einen Teil des deuteronomistischen Geschichts-werkes. In den dazu zählenden Samuel- und in den Königsbüchern ist neben der Königstradition die prophetische Tradition eingebaut – gleichsam als regulierende Kraft zum Königtum. Es sind Samuel und Natan (1 und 2 Sam) sowie Elija und Elischa (1 und 2 Kön), deren Wirken in eigenen Kapiteln bzw. Abschnitten eingeschoben worden ist. Ein solcher Einschub findet sich in 1 Kön 17-19 (Wirken des Elija, Berufung des Elischa), zu dem die vorliegende biblische Lesung gehört.

Elija kämpft für Jahwe und gegen den Baalskult, den König Ahab und insbesondere Königin Isebel einrichten wollen. Elija erfährt die ganze Bandbreite des Prophetenschicksals von Macht- und Erfolgserfahrung bis zu Niedergeschlagenheit und Verfolgung. In diesem großen Zusammenhang steht die heutige Lesung. Elija ist am Horeb angekommen und zieht sich in eine Höhle zurück. Letztlich kehrt Elija an den Ursprungsort des Jahwekultes zurück und sucht dort den Kontakt zur Ur-Offenbarung Jahwes. Gott fordert ihn auf, sich nicht zurück zu ziehen, sondern heraus zu kommen und sich vor ihn auf den Berg zu stellen. Nun werden geläufige Theophanieelemente (Gewitter, Erdbeben, Feuer) als Vorboten der Erscheinung Jahwes genannt. Elija spürt, dass Gott nicht in ihnen ist, sondern erst der leichte, kaum wahrnehmbare Windhauch lässt Elija aus der Höhle kommen und vor Gott treten. Elija hat gelernt, dass die traditionellen überwältigenden Elemente (Gewitter, Feuer,...) die Nähe und das Gericht Gottes ankündigen, aber nicht unbedingt das innerste Wesen Gottes ausdrücken. Das „leichte Säuseln“ umschreibt das „Jahwe-Sein“ (Ich bin, ich bin da, ich für euch da....) am ehesten. Durch seinen langen Weg hat Elija gelernt, dass der Einsatz eines Propheten für Gott gegen dessen offene Feinde letztlich nicht mit Gewalt („Feuer und Schwert“) gelöst werden kann. Der Prophet weist auf die Macht und Nähe Gottes hin, aber er hat das Gericht nicht zu vollstrecken. Das geschieht auf anderem Weg von Gott her. Der biblische Lesungstext zeigt vielmehr, dass es gut für den Propheten ist, sich dem Ursprungs seines Einsatzes zu stellen, Orte der Gegenwart Gottes aufzusuchen und zu sagen: Herr, hier bin ich. „Rede, denn dein Diener hört.“ (1 Sam 3,10b)

2. Impulse zum Thema „nachhaltig denken und handeln“

· „(er) ging in eine Höhle, um dort zu übernachten...“

- Haben mich meine Erfahrungen und mein Engagement für Nachhaltigkeit müde gemacht? Denke ich über einen Rückzug nach?

- Wo habe ich Höhlen (Schutzräume), in denen ich bei meinem Engagement ausruhen kann? Welche Orte, Menschen geben mir Ruhe und Geborgenheit?

· „doch das Wort des Herrn erging an ihn....“

- Wo erlebe ich Gott als unbequem? Wo holt er mich aus meinen Sicherheiten heraus?

- Wo habe ich mich arrangiert (resigniert?) bzgl. meines Konsumverhaltens („Alles wird teurer, man muss auf’s Geld achten und kann nicht mehr so auf Ökologie oder „trans-fair“ beim Einkauf achten.“)?

- Welche Worte, welche Menschen, welche Bilder holen mich aus meiner Gleichgültigkeit, weil ich in ihnen Gottes Anspruch vernehme?

· „Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn!“

- Stelle ich mich mit meinen Fragen, Anliegen... vor Gott? Was bewegt mich – was hält mich davon ab?

- Welche Rolle spielt die religiöse Dimension in meinem Engagement für Nachhaltigkeit (Martyrie-Diakonie-Liturgie-Communio)?

- Wenn ich mich vor Gott stelle, wie stehe ich vor ihm (bittend, dankend, diskutierend, klagend, fordernd...)?

- Wie regiere ich, wenn ich mein Tun öffentlich machen soll?

· „Der Herr war nicht im Sturm...,im Erdbeben..., im Feuer...“

- Wie verstehe ich Naturkatastrophen in Bezug auf Gott und sein Handeln?

- Welche Gottesbilder bewegen mich in Bezug auf mein Engagement für Nachhaltigkeit?

· „...ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sich Gesicht in den Mantel und trat hinaus.“

- Woran erkenne ich Gottes Gegenwart in meinem Leben?

- Gab es in meinem Leben Situationen, in denen Gott mich „herausgerufen“ hat und die für den weiteren Weg wichtig waren?

- Elija ist durch sein leidenschaftliches Engagement im Glauben gewachsen, ist Gott „face to face“ begegnet und hat Gottes Willen neu erfahren. Finde ich darin eine Bestätigung, eine Ermutigung oder eine Anfrage für mein Engagement?

Mt 14,22-33 „Lernen, die ersten eigenen Schritte zu gehen...“

1. biblischer Hintergrund

Das Matthäus-Evangelium berichtet nach der Kindheitsgeschichte (Kap 1 und 2) und der Vorbereitungszeit Jesu vor seinem öffentlichen Wirken (3, 1 - 4, 11) von seiner öffentlichen Tätigkeit in Galiläa (4, 12 - 18, 35). Hierzu gehören die großen Rede-Kompositionen der Bergpredigt (5, 1 - 7, 29), der Aussendungsrede (9, 35 - 11, 1) und die Rede über das Himmelreich (13, 1-53). Eingefügt sind Heilungsgeschichten (8, 1 - 9, 34) und Perikopen, welche auf den Konflikt und die notwendige Entscheidung für bzw. gegen Jesus hinweisen (11, 2 - 12, 50). Dies spitzt sich im Folgenden (13, 54 - 17, 27) noch zu: Jesus wird in seiner Heimatstadt Nazareth abgelehnt (13, 54-58), Johannes der Täufer wird enthauptet und dessen Jünger kommen nach dem Begräbnis zu Jesus (14, 3-12); Jesus erhört die Bitten einer tiefgläubigen heidnischen Frau (15,21-28), verweigert aber Pharisäern und Sadduzäern ein Zeichen (16, 1-4) und warnt vor ihnen (16, 5-12). Höhepunkt ist das Messiasbekenntnis des Petrus (16, 13-20) und die Verklärung Jesu (17, 1-9). Der Gang Jesu auf dem Wasser (14, 22-33) steht in diesem größeren Zusammenhang. Unmittelbar voraus wird von der Speisung der Fünftausend berichtet (14, 13-21). Dann folgt unser Tagesevangelium: Jesus schickt Jesus die Jünger im Boot vor und will selbst nachkommen (14, 22-33). Als direkter Anschluss hören wir nach der Ankunft des Bootes in Genesareth von Krankenheilungen Jesu (14, 34-36).

Es fällt auf, dass Jesus die Jünger aus einer rein passiven Haltung herausführt und sie schrittweise zur Eigeninitiative veranlasst. Schon bei der Speisung der Fünftausend stellt er sie auf die Probe, wenn er sagt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ (14, 16b) – im Gegensatz zur Speisung der Viertausend (15, 32-39), wo Jesus durchweg der Initiator bleibt und die Jünger nur als Fragesteller und Ausführende auftreten. Ebenso fordert Jesus die Jünger auf, im Boot vorauszufahren, während er selbst später nachkommen will. Jesus bleibt auf dem Berg im Gebet (in Gottes naher Gegenwart), während die Jünger allein im Boot in Lebensgefahr geraten sind. Diese Fallwinde sind tatsächlich von den Fischern am See Genesareth gefürchtet. Gegen Morgen (vierte Nachtwache) entdecken die Jünger ihren Herrn, der zu ihnen kommt. Es stellt sich die Frage, ob sie sich das nur einbilden oder ob er wirklich gegenwärtig ist. Jesus spricht wie bei den Erscheinungen Gottes vor den Patriarchen und Propheten: „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Petrus nimmt den Kontakt auf und prüft den Herrn. Dann wagt er es, auf ihn zuzugehen. So lange er auf Jesus sieht, kommt er vorwärts und Jesus entgegen. In dem Augenblick, wo er den Blick auf Jesus abbricht und sich auf die Gefahren fixiert (Angst), geht er unter. Dennoch ruft Petrus aus innerstem Vertrauen zu Jesus, der ihn aufrichtet und aus der Gefahr rettet. Die Frage im Munde Jesu: „Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ ist nicht als ausschließlicher Tadel zu verstehen, sondern als Hinweis darauf, immer auf Jesus zu schauen – dann ist Nachfolge und Begegnung mit ihm auch bei größten Gefahren möglich. Dies wird durch die abschließenden Verse bestätigt uns weitergeführt. In der Nähe Jesu weichen die Gefahren und nach der Angst ist das Herz frei zum vertieften Bekenntnis: „Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.“

Abschließend zwei Anmerkungen zum Evangelientext:

1. Die Perikope beschreibt die Situation der matth. Gemeinde, für die das Evangelium verfasst wurde. Jesus ist „fern“ und die Gemeinde („Jünger im Boot“) ist stark bedroht („Gegenwind“). Sie sollen dem Herrn später begegnen, aber wie sollen sie in den Gefahren bestehen? Das Verhalten Jesu und der Jünger ist hier exemplarisch für die Gemeinde als Ermutigung aufgezeigt worden. Insofern handelt es sich hier um eine Ostererzählung (Erscheinung des Auferstandenen). Ähnlich können die Speisungswunder als Hinweis auf das Brotbrechen und das Herrenmahl der Gemeinden verstanden werden.

2. Aus psychologischer Sicht ist hier genau beschrieben, wie einzelne Menschen als Kinder das Laufen erlernen. Das Kind wird ermutigt auf jemanden zuzugehen, dem es vertraut (Eltern, Geschwister...). Wenn es Angst hat hinzufallen, greift eine auffangende sichere Hand es auf und ermutigt es zum Weitermachen. Im Blick auf den geliebten bzw. vertrauten Menschen beginnt das Kind von selbst zu laufen, ohne es zu merken.

Ähnliches gilt für das Befähigen von Gruppen zur Eigeninitiative. Jesus gibt den Jüngern kleinere Aufträge, damit sie lernen ohne ihn aktiv zu werden und gemeinsam eigene Erfahrungen zu machen. Wenn er gebraucht wird, ist er da – aber er greift nicht vorschnell ein, sondern lässt die Jünger allein ihre Fähigkeiten erproben bis sie nicht mehr weiter können.

2. Impulse zum Thema „nachhaltig denken und handeln“

· „Gleich darauf forderte er sie auf ins Boot zu steigen und ans andere Ufer voraus zu fahren“

- Bin ich gerne jemand, der/die vorausfährt und Pionierarbeiten übernimmt?

- Fällt mir die Trennung von einer (Lehr-)Autorität schwer, wenn ich allein oder mit anderen eigene Wege und einen eigenen Lernprozess beginnen soll?

- Bin ich Team-Arbeiter(in) oder eher Einzelkämpfer(in)?

· „...viele Stadien vom Land entfernt und von den Wellen hin und her geworfen...“

- Was bedeutet es für mein Engagement, wenn mir/uns die Sicherheiten schwinden?

- Wie reagiere ich in (eigenen und fremden) Krisensituationen?

- Wie kann ich meine Meinung in der heutigen (pluralen) Gesellschaft vernehmbar machen?

- Kann ich meine Standpunkte auch in kontroversen Diskussionen beibehalten –bzw. wann und wie verändere ich sie?

· „...sie meinten, es sei ein Gespenst“

- Wie regiere ich auf Menschen, die mir vorwerfen, dass mein Glaube (Reich Gottes, Bergpredigt...) und mein Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit... „unrealistische Hirngespinste“ sind?

- Wie reagiere ich auf Massenhysterien im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit

(Ozonloch, „Vogelgrippe“...) – und wie auf wirkliche Katastrophen (Tsunami-Wellen, Ninos, Irak, Nahost...)?

· „Herr, wenn du es bist, so befiehl...“

- Wie reagiere ich, wenn ich mir nicht sicher bin hinsichtlich von Gottes Willen in meinem Leben?

- Habe ich den Mut, Gott direkt um ein klärendes Wort zu bitten? Wie und wo nehme ich das Wort dann wahr?

· „Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu“

- Wo bin ich schon einmal ausgestiegen, um auf Jesus zuzugehen?

- Hat mein Einsatz für Nachhaltigkeit damit zu tun?

- Was hält mich zurück – was treibt/lockt mich heraus?

- Wo sehe ich konkret in meinem Leben die Notwendigkeit „aus dem Boot auszusteigen“, um dem Willen Jesu (bzgl. nachhaltigem Einsatz) zu entsprechen?

· „Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzu- gehen.“

- Wer oder was macht mir Angst bei meinem Einsatz?

- Wie reagiere ich?

- Wie gehe ich mit Scheitern und Untergang (bei mir und anderen) um?

· „Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte: Du Kleingläubiger...“

- Welche Bedeutung haben für mich biblische Aussagen vom „Reich Gottes“ (das schon mitten unter uns ist)?

- Fühle ich mich in meinem Engagement für Nachhaltigkeit von Jesus/Gott getragen und manchmal von ihm „aus dem Sumpf gerissen“ – oder hängt es doch wesentlich von mir und dem Einsatz meiner Mitstreiter(innen) ab?

- Wie gehe ich mit Zögernden und Zurückhaltenden im Einsatz für Nachhaltigkeit um? Sind Kleingläubige für mich stärker Klein-Gläubige (eher negativ) oder Klein-Gläubige (stärker positiv)?

Volker Collinet, Neuwied

© 2006-2016 Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz